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Question 1 of 30
1. Question
Ein international tätiges Kreditinstitut überarbeitet sein Rahmenwerk für die drei Verteidigungslinien (Three Lines of Defense). Im Rahmen der jährlichen AML-Prüfungsplanung schlägt der Chief Compliance Officer vor, dass das Team für Qualitätssicherung (Quality Assurance) der Compliance-Abteilung die detaillierten Stichprobenprüfungen der Kundenakten (KYC-Files) durchführt. Die Interne Revision soll sich darauf beschränken, die Methodik dieser Qualitätssicherung zu validieren und die Ergebnisse in den Revisionsbericht zu übernehmen, um Ressourcen zu bündeln und Doppelarbeit zu vermeiden. Welches grundlegende Prinzip der AML-Governance wird durch dieses Vorgehen am stärksten beeinträchtigt?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die Interne Revision, ist für die Bereitstellung einer unabhängigen und objektiven Sicherheit gegenüber dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss verantwortlich. Eine wesentliche Anforderung internationaler Standards wie der FATF und der Wolfsberg-Prinzipien ist, dass die Prüfung der AML-Kontrollen durch eine Funktion erfolgt, die nicht an der Gestaltung oder dem Betrieb dieser Kontrollen beteiligt war. Wenn die Interne Revision die eigentliche Testarbeit an die Qualitätssicherung der zweiten Linie delegiert, wird die notwendige Trennung zwischen Überwachung (2. Linie) und unabhängiger Prüfung (3. Linie) aufgehoben, was die Objektivität des Prüfungsurteils untergräbt.
Falsch: Der Ansatz, die Effizienz durch Vermeidung von Duplizierungen zu steigern, verkennt, dass die zweite und dritte Linie unterschiedliche Zwecke verfolgen: Die zweite Linie unterstützt das Management bei der Risikosteuerung, während die dritte Linie die Wirksamkeit dieser Steuerung unabhängig validiert. Die Annahme, dass die Qualitätssicherung direkt an den Prüfungsausschuss berichten sollte, ist organisatorisch meist falsch, da diese Funktion typischerweise dem Compliance-Management untersteht. Die Verlagerung der Testarbeit schwächt zudem nicht primär die Rechenschaftspflicht der ersten Linie, sondern korrumpiert die Kontrollhierarchie, indem die Instanz, die prüfen soll, zum bloßen Beobachter der Selbstprüfung wird.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine strikte Trennung von den Kontrollaktivitäten der zweiten Linie, um eine objektive und eigenständige Bewertung des AML-Programms sicherzustellen.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die Interne Revision, ist für die Bereitstellung einer unabhängigen und objektiven Sicherheit gegenüber dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss verantwortlich. Eine wesentliche Anforderung internationaler Standards wie der FATF und der Wolfsberg-Prinzipien ist, dass die Prüfung der AML-Kontrollen durch eine Funktion erfolgt, die nicht an der Gestaltung oder dem Betrieb dieser Kontrollen beteiligt war. Wenn die Interne Revision die eigentliche Testarbeit an die Qualitätssicherung der zweiten Linie delegiert, wird die notwendige Trennung zwischen Überwachung (2. Linie) und unabhängiger Prüfung (3. Linie) aufgehoben, was die Objektivität des Prüfungsurteils untergräbt.
Falsch: Der Ansatz, die Effizienz durch Vermeidung von Duplizierungen zu steigern, verkennt, dass die zweite und dritte Linie unterschiedliche Zwecke verfolgen: Die zweite Linie unterstützt das Management bei der Risikosteuerung, während die dritte Linie die Wirksamkeit dieser Steuerung unabhängig validiert. Die Annahme, dass die Qualitätssicherung direkt an den Prüfungsausschuss berichten sollte, ist organisatorisch meist falsch, da diese Funktion typischerweise dem Compliance-Management untersteht. Die Verlagerung der Testarbeit schwächt zudem nicht primär die Rechenschaftspflicht der ersten Linie, sondern korrumpiert die Kontrollhierarchie, indem die Instanz, die prüfen soll, zum bloßen Beobachter der Selbstprüfung wird.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine strikte Trennung von den Kontrollaktivitäten der zweiten Linie, um eine objektive und eigenständige Bewertung des AML-Programms sicherzustellen.
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Question 2 of 30
2. Question
Sie sind der Leiter der internen Revision (CAE) einer international tätigen Bank. Der Chief Compliance Officer (CCO) tritt an Sie heran und bittet um Unterstützung bei der Implementierung eines neuen, KI-gestützten Transaktionsüberwachungssystems. Der CCO schlägt vor, dass Ihr Team die Schwellenwerte und Szenarien direkt im System mitkonfiguriert, um sicherzustellen, dass das System die Erwartungen der Aufsichtsbehörden erfüllt und die jährliche AML-Prüfung im nächsten Jahr ohne Beanstandungen besteht. Wie sollten Sie auf diese Anfrage reagieren, um die regulatorischen Anforderungen an die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der internen Revision (dritte Verteidigungslinie) ist ein Grundpfeiler der AML-Governance. Wenn die Revision aktiv an der Gestaltung oder Implementierung von Kontrollen mitwirkt, entsteht ein Selbstprüfungs-Konflikt, der die Objektivität bei zukünftigen Prüfungen untergräbt. Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien kann die Revision zwar beratend tätig sein und Feedback zu Kontrolldesigns geben, darf aber niemals die Entscheidungsbefugnis oder die Verantwortung für das Design übernehmen. Diese Verantwortung muss eindeutig bei der ersten oder zweiten Verteidigungslinie verbleiben, um die Integrität des Drei-Linien-Modells zu wahren.
Falsch: Die dauerhafte Entsendung eines Revisors in das Projektteam zur aktiven Mitgestaltung führt zu einer Interessenkollision, da die Revision später ihre eigene Arbeit bewerten müsste. Ein striktes Verbot jeglicher Interaktion bis nach der Implementierung ist ebenfalls nicht zielführend, da die Revision durch frühzeitiges, unverbindliches Feedback zur Risikominimierung beitragen kann, ohne ihre Unabhängigkeit zu opfern. Die Delegation der Validierung an externe Prüfer entbindet die interne Revision nicht von ihrer Pflicht, eine eigene, unabhängige Position zur Governance und zum Designrisiko einzunehmen, und löst das Problem der internen Rollentrennung nicht.
Kernaussage: Die interne Revision muss eine klare Trennung zwischen beratender Unterstützung und operativer Designverantwortung wahren, um die Objektivität der dritten Verteidigungslinie nicht durch Selbstprüfungskonflikte zu gefährden.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der internen Revision (dritte Verteidigungslinie) ist ein Grundpfeiler der AML-Governance. Wenn die Revision aktiv an der Gestaltung oder Implementierung von Kontrollen mitwirkt, entsteht ein Selbstprüfungs-Konflikt, der die Objektivität bei zukünftigen Prüfungen untergräbt. Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien kann die Revision zwar beratend tätig sein und Feedback zu Kontrolldesigns geben, darf aber niemals die Entscheidungsbefugnis oder die Verantwortung für das Design übernehmen. Diese Verantwortung muss eindeutig bei der ersten oder zweiten Verteidigungslinie verbleiben, um die Integrität des Drei-Linien-Modells zu wahren.
Falsch: Die dauerhafte Entsendung eines Revisors in das Projektteam zur aktiven Mitgestaltung führt zu einer Interessenkollision, da die Revision später ihre eigene Arbeit bewerten müsste. Ein striktes Verbot jeglicher Interaktion bis nach der Implementierung ist ebenfalls nicht zielführend, da die Revision durch frühzeitiges, unverbindliches Feedback zur Risikominimierung beitragen kann, ohne ihre Unabhängigkeit zu opfern. Die Delegation der Validierung an externe Prüfer entbindet die interne Revision nicht von ihrer Pflicht, eine eigene, unabhängige Position zur Governance und zum Designrisiko einzunehmen, und löst das Problem der internen Rollentrennung nicht.
Kernaussage: Die interne Revision muss eine klare Trennung zwischen beratender Unterstützung und operativer Designverantwortung wahren, um die Objektivität der dritten Verteidigungslinie nicht durch Selbstprüfungskonflikte zu gefährden.
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Question 3 of 30
3. Question
Während einer jährlichen risikobasierten AML-Prüfung in einer international tätigen Bank schlägt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) vor, dass das interne Revisionsteam die Testskripte und Stichproben der vor drei Monaten durchgeführten Qualitätssicherung (QA) der Compliance-Abteilung übernimmt. Der MLRO argumentiert, dass dies die betriebliche Effizienz steigert, Doppelarbeit vermeidet und sicherstellt, dass keine widersprüchlichen Berichte an den Vorstand gehen. Wie sollte der leitende Revisionsprüfer auf diesen Vorschlag reagieren, um die Integrität der dritten Verteidigungslinie zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens vornehmen. Da die Qualitätssicherung (QA) eine Funktion der zweiten Verteidigungslinie ist, gehört sie selbst zum Prüfungsgegenstand der Revision. Die Verwendung identischer Testskripte und Stichproben der zweiten Linie würde die Unabhängigkeit der Prüfung gefährden, da die Revision in diesem Fall lediglich die Arbeit der zweiten Linie repliziert, anstatt deren Design und operative Wirksamkeit kritisch und eigenständig zu hinterfragen.
Falsch: Die Validierung der QA-Methodik vor der Übernahme reicht nicht aus, da die Revision verpflichtet ist, eigene Stichproben auf Basis einer unabhängigen Risikobewertung zu ziehen, um die Integrität der Daten der zweiten Linie zu verifizieren. Eine pauschale Erhöhung der Stichprobenmenge um einen festen Prozentsatz adressiert nicht das grundlegende Problem der methodischen Abhängigkeit und mangelnden Objektivität. Die Eskalation an den Vorstand zur Genehmigung der Ressourcenteilung ist unangemessen, da die Wahrung der Unabhängigkeit eine fachliche Kernanforderung der Revisionsstandards ist, die nicht durch Managemententscheidungen außer Kraft gesetzt werden darf.
Kernaussage: Die interne Revision muss als dritte Verteidigungslinie methodisch unabhängig von der zweiten Linie agieren, um deren Kontrollaktivitäten, einschließlich der Qualitätssicherung, objektiv bewerten zu können.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens vornehmen. Da die Qualitätssicherung (QA) eine Funktion der zweiten Verteidigungslinie ist, gehört sie selbst zum Prüfungsgegenstand der Revision. Die Verwendung identischer Testskripte und Stichproben der zweiten Linie würde die Unabhängigkeit der Prüfung gefährden, da die Revision in diesem Fall lediglich die Arbeit der zweiten Linie repliziert, anstatt deren Design und operative Wirksamkeit kritisch und eigenständig zu hinterfragen.
Falsch: Die Validierung der QA-Methodik vor der Übernahme reicht nicht aus, da die Revision verpflichtet ist, eigene Stichproben auf Basis einer unabhängigen Risikobewertung zu ziehen, um die Integrität der Daten der zweiten Linie zu verifizieren. Eine pauschale Erhöhung der Stichprobenmenge um einen festen Prozentsatz adressiert nicht das grundlegende Problem der methodischen Abhängigkeit und mangelnden Objektivität. Die Eskalation an den Vorstand zur Genehmigung der Ressourcenteilung ist unangemessen, da die Wahrung der Unabhängigkeit eine fachliche Kernanforderung der Revisionsstandards ist, die nicht durch Managemententscheidungen außer Kraft gesetzt werden darf.
Kernaussage: Die interne Revision muss als dritte Verteidigungslinie methodisch unabhängig von der zweiten Linie agieren, um deren Kontrollaktivitäten, einschließlich der Qualitätssicherung, objektiv bewerten zu können.
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Question 4 of 30
4. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat kürzlich sein automatisiertes Transaktionsüberwachungssystem (TMS) umfassend aktualisiert, um neuen regulatorischen Anforderungen an die Erkennung von Kryptowährungs-Typologien gerecht zu werden. Die Compliance-Abteilung (zweite Verteidigungslinie) hat bereits eine detaillierte Qualitätssicherungsprüfung (Quality Assurance) durchgeführt, um die Kalibrierung der neuen Szenarien zu validieren. Der Leiter der internen Revision bereitet nun die jährliche AML-Prüfung vor. Welcher der folgenden Ansätze entspricht am besten den Anforderungen an die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie und die Effektivität des AML-Prüfungsprozesses?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Während die Revision die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) der zweiten Verteidigungslinie als Informationsquelle nutzen kann, darf sie diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine kritische Bewertung der QA-Methodik kombiniert mit eigenständigen Stichproben stellt sicher, dass die Revision ihre Objektivität wahrt und dem Vorstand eine fundierte, unabhängige Sicherheit über die tatsächliche operative Wirksamkeit der Kontrollen bietet, wie es die internationalen Standards und die FATF-Empfehlungen fordern.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigene Verifizierung übernimmt, untergräbt die Kernfunktion der dritten Verteidigungslinie als unabhängige Kontrollinstanz und führt zu einem Mangel an objektiver Sicherheit. Die Delegation von Prüfungsaufgaben an die Compliance-Abteilung ist unzulässig, da die zweite Linie nicht ihre eigenen Überwachungsprozesse auditieren kann, ohne die Gewaltenteilung innerhalb des Drei-Linien-Modells zu verletzen. Die aktive Beteiligung an der Gestaltung von Systemparametern oder Schwellenwerten stellt einen Interessenkonflikt dar (Selbstprüfungsverbot), da der Auditor zu einem späteren Zeitpunkt die Wirksamkeit seiner eigenen Design-Entscheidungen bewerten müsste, was die Unabhängigkeit gefährdet.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der internen Revision wird dadurch gewahrt, dass sie die Arbeit der zweiten Verteidigungslinie zwar als Input nutzt, aber stets eine eigenständige, risikobasierte Validierung der Kontrolleffektivität durchführt.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Während die Revision die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) der zweiten Verteidigungslinie als Informationsquelle nutzen kann, darf sie diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine kritische Bewertung der QA-Methodik kombiniert mit eigenständigen Stichproben stellt sicher, dass die Revision ihre Objektivität wahrt und dem Vorstand eine fundierte, unabhängige Sicherheit über die tatsächliche operative Wirksamkeit der Kontrollen bietet, wie es die internationalen Standards und die FATF-Empfehlungen fordern.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigene Verifizierung übernimmt, untergräbt die Kernfunktion der dritten Verteidigungslinie als unabhängige Kontrollinstanz und führt zu einem Mangel an objektiver Sicherheit. Die Delegation von Prüfungsaufgaben an die Compliance-Abteilung ist unzulässig, da die zweite Linie nicht ihre eigenen Überwachungsprozesse auditieren kann, ohne die Gewaltenteilung innerhalb des Drei-Linien-Modells zu verletzen. Die aktive Beteiligung an der Gestaltung von Systemparametern oder Schwellenwerten stellt einen Interessenkonflikt dar (Selbstprüfungsverbot), da der Auditor zu einem späteren Zeitpunkt die Wirksamkeit seiner eigenen Design-Entscheidungen bewerten müsste, was die Unabhängigkeit gefährdet.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der internen Revision wird dadurch gewahrt, dass sie die Arbeit der zweiten Verteidigungslinie zwar als Input nutzt, aber stets eine eigenständige, risikobasierte Validierung der Kontrolleffektivität durchführt.
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Question 5 of 30
5. Question
Ein mittelgroßes Finanzinstitut führt derzeit seine jährliche unabhängige AML-Prüfung durch. Während der Planungsphase schlägt der Chief Compliance Officer (CCO) vor, dass das interne Revisionsteam dieselben Testskripte und Stichprobenverfahren verwenden sollte, die bereits vor drei Monaten von der Quality Assurance (QA)-Abteilung der Compliance-Funktion genutzt wurden. Der CCO argumentiert, dass dies die Effizienz steigere und eine konsistente Bewertung der Kontrolleffektivität über das gesamte Jahr hinweg gewährleiste. Welche Vorgehensweise der internen Revision entspricht am besten den internationalen Standards für die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss zwingend unabhängig von der ersten und zweiten Verteidigungslinie agieren. Gemäß den FATF-Empfehlungen und den Wolfsberg-Prinzipien zur Risikobewertung ist eine eigenständige Prüfung der Kontrollumgebung erforderlich. Wenn die Revision die Testskripte oder Stichproben der Compliance-Abteilung (zweite Linie) übernimmt, verliert sie ihre Objektivität, da sie die Wirksamkeit der Überwachungsprozesse der zweiten Linie selbst bewerten muss. Eine unabhängige Methodik stellt sicher, dass potenzielle blinde Flecken oder methodische Fehler der Compliance-Funktion aufgedeckt werden können.
Falsch: Die Nutzung der QA-Ergebnisse als Basis mit lediglich stichprobenartiger Validierung reicht nicht aus, da die Revision die Angemessenheit des gesamten Kontrollrahmens eigenständig beurteilen muss. Die Beschränkung auf Bereiche, die nicht von der QA geprüft wurden, ist fehlerhaft, da die Revision gerade die Qualität und Effektivität der zweiten Verteidigungslinie (einschließlich der QA-Prozesse) validieren muss. Ein kooperativer Ansatz, der die methodische Unabhängigkeit bei der Stichprobenwahl aufgibt, untergräbt die regulatorische Anforderung an eine unabhängige Prüfung und gefährdet die Glaubwürdigkeit des Prüfungsberichts gegenüber dem Vorstand und den Aufsichtsbehörden.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine strikte methodische Trennung von der Compliance-Funktion, um eine objektive Validierung der Kontrollwirksamkeit zu gewährleisten.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss zwingend unabhängig von der ersten und zweiten Verteidigungslinie agieren. Gemäß den FATF-Empfehlungen und den Wolfsberg-Prinzipien zur Risikobewertung ist eine eigenständige Prüfung der Kontrollumgebung erforderlich. Wenn die Revision die Testskripte oder Stichproben der Compliance-Abteilung (zweite Linie) übernimmt, verliert sie ihre Objektivität, da sie die Wirksamkeit der Überwachungsprozesse der zweiten Linie selbst bewerten muss. Eine unabhängige Methodik stellt sicher, dass potenzielle blinde Flecken oder methodische Fehler der Compliance-Funktion aufgedeckt werden können.
Falsch: Die Nutzung der QA-Ergebnisse als Basis mit lediglich stichprobenartiger Validierung reicht nicht aus, da die Revision die Angemessenheit des gesamten Kontrollrahmens eigenständig beurteilen muss. Die Beschränkung auf Bereiche, die nicht von der QA geprüft wurden, ist fehlerhaft, da die Revision gerade die Qualität und Effektivität der zweiten Verteidigungslinie (einschließlich der QA-Prozesse) validieren muss. Ein kooperativer Ansatz, der die methodische Unabhängigkeit bei der Stichprobenwahl aufgibt, untergräbt die regulatorische Anforderung an eine unabhängige Prüfung und gefährdet die Glaubwürdigkeit des Prüfungsberichts gegenüber dem Vorstand und den Aufsichtsbehörden.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine strikte methodische Trennung von der Compliance-Funktion, um eine objektive Validierung der Kontrollwirksamkeit zu gewährleisten.
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Question 6 of 30
6. Question
Eine mittelgroße Universalbank implementiert derzeit ein neues, KI-gestütztes Transaktionsüberwachungssystem, um den Anforderungen der aktuellen EU-Geldwäsche-Richtlinien gerecht zu werden. Der Geldwäschebeauftragte bittet die interne Revision, aktiv an der Gestaltung der Validierungstests und der Festlegung der Risikoschwellenwerte teilzunehmen, um sicherzustellen, dass das System bei der nächsten jährlichen Prüfung keine Mängel aufweist. Das Projekt steht unter hohem Zeitdruck durch die Aufsichtsbehörde. Wie sollte die interne Revision auf diese Anfrage reagieren, um die beruflichen Standards der dritten Verteidigungslinie zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Grundpfeiler der Corporate Governance. Wenn die interne Revision aktiv an der Gestaltung von Kontrollen, der Festlegung von Schwellenwerten oder der Programmierung von Überwachungslogiken mitwirkt, entsteht ein Selbstprüfungsverbot. Sie kann später nicht objektiv beurteilen, was sie selbst mitentworfen hat. Ein Pre-Implementation Review ist ein anerkanntes Instrument, bei dem die Revision das Projektvorgehen und die Kontrollkonzepte bewertet, ohne jedoch operative Entscheidungen zu treffen oder die Verantwortung für das Design zu übernehmen. Dies wahrt die notwendige Distanz für zukünftige Prüfungen.
Falsch: Die aktive Teilnahme an der Gestaltung der Kontrollen würde die Objektivität der Revision zerstören, da sie in einen Interessenkonflikt gerät, wenn sie ihre eigene Arbeit prüfen muss. Die Übernahme der Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist ebenfalls nicht zulässig, da dies eine operative Kontrollfunktion der ersten oder zweiten Verteidigungslinie darstellt und nicht zur unabhängigen Prüfungsfunktion der dritten Linie gehört. Die Delegation der Systemkonfiguration an externe Wirtschaftsprüfer löst das Problem der internen Governance nicht und widerspricht zudem den Unabhängigkeitsregeln für externe Prüfer, die ebenfalls keine Managementaufgaben übernehmen dürfen.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihre Unabhängigkeit wahren, indem sie beratend prüft, ohne jemals operative Verantwortung für das Design oder die Implementierung von AML-Kontrollen zu übernehmen.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Grundpfeiler der Corporate Governance. Wenn die interne Revision aktiv an der Gestaltung von Kontrollen, der Festlegung von Schwellenwerten oder der Programmierung von Überwachungslogiken mitwirkt, entsteht ein Selbstprüfungsverbot. Sie kann später nicht objektiv beurteilen, was sie selbst mitentworfen hat. Ein Pre-Implementation Review ist ein anerkanntes Instrument, bei dem die Revision das Projektvorgehen und die Kontrollkonzepte bewertet, ohne jedoch operative Entscheidungen zu treffen oder die Verantwortung für das Design zu übernehmen. Dies wahrt die notwendige Distanz für zukünftige Prüfungen.
Falsch: Die aktive Teilnahme an der Gestaltung der Kontrollen würde die Objektivität der Revision zerstören, da sie in einen Interessenkonflikt gerät, wenn sie ihre eigene Arbeit prüfen muss. Die Übernahme der Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist ebenfalls nicht zulässig, da dies eine operative Kontrollfunktion der ersten oder zweiten Verteidigungslinie darstellt und nicht zur unabhängigen Prüfungsfunktion der dritten Linie gehört. Die Delegation der Systemkonfiguration an externe Wirtschaftsprüfer löst das Problem der internen Governance nicht und widerspricht zudem den Unabhängigkeitsregeln für externe Prüfer, die ebenfalls keine Managementaufgaben übernehmen dürfen.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihre Unabhängigkeit wahren, indem sie beratend prüft, ohne jemals operative Verantwortung für das Design oder die Implementierung von AML-Kontrollen zu übernehmen.
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Question 7 of 30
7. Question
Eine mittelgroße Universalbank hat vor kurzem eine umfassende Qualitätssicherung (Quality Assurance – QA) ihrer Onboarding-Prozesse für Hochrisikokunden durch die Compliance-Abteilung abgeschlossen. Der Geldwäschebeauftragte schlägt dem internen Revisionsteam vor, diesen Bereich aus dem bevorstehenden jährlichen AML-Prüfungsplan auszuschließen, um Doppelarbeit zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Die Revision bereitet gerade den Prüfungsplan für das nächste Quartal vor. Wie sollte die interne Revision in dieser Situation reagieren, um die Anforderungen an die dritte Verteidigungslinie und die Unabhängigkeit der Prüfung zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, vertreten durch die interne Revision, ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Eine Qualitätssicherung (QA) durch die Compliance-Abteilung ist eine Funktion der zweiten Verteidigungslinie und dient der Selbstüberwachung. Die Revision darf ihre Prüfungsverantwortung nicht an die zweite Linie delegieren oder Bereiche allein aufgrund von deren Vorarbeiten ausschließen. Eine unabhängige Validierung ist essenziell, um sicherzustellen, dass auch die Überwachungsmechanismen der zweiten Linie effektiv funktionieren. Die Ergebnisse der QA können zwar in die Risikobewertung der Prüfungsplanung einfließen, ersetzen jedoch niemals die eigenständige Prüfungspflicht der Revision.
Falsch: Der Ausschluss eines Bereichs aufgrund lückenloser Dokumentation der zweiten Linie ist falsch, da die Revision die Richtigkeit dieser Dokumentation selbst verifizieren muss. Die Delegation der Prüfung an die Compliance-Abteilung würde die Unabhängigkeit der dritten Linie vollständig untergraben und einen massiven Interessenkonflikt darstellen, da die Compliance-Funktion sich nicht selbst prüfen kann. Die Abhängigkeit von expliziten behördlichen Anweisungen für die Prüfungsplanung widerspricht dem Grundsatz einer proaktiven, risikobasierten internen Revision, die unabhängig von externen Impulsen einen umfassenden Prüfungsplan erstellen muss.
Kernaussage: Die interne Revision muss als dritte Verteidigungslinie eine eigenständige und unabhängige Prüfung durchführen, wobei Vorarbeiten der zweiten Linie zwar informativ sein können, aber niemals die notwendige eigene Validierung ersetzen.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, vertreten durch die interne Revision, ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Eine Qualitätssicherung (QA) durch die Compliance-Abteilung ist eine Funktion der zweiten Verteidigungslinie und dient der Selbstüberwachung. Die Revision darf ihre Prüfungsverantwortung nicht an die zweite Linie delegieren oder Bereiche allein aufgrund von deren Vorarbeiten ausschließen. Eine unabhängige Validierung ist essenziell, um sicherzustellen, dass auch die Überwachungsmechanismen der zweiten Linie effektiv funktionieren. Die Ergebnisse der QA können zwar in die Risikobewertung der Prüfungsplanung einfließen, ersetzen jedoch niemals die eigenständige Prüfungspflicht der Revision.
Falsch: Der Ausschluss eines Bereichs aufgrund lückenloser Dokumentation der zweiten Linie ist falsch, da die Revision die Richtigkeit dieser Dokumentation selbst verifizieren muss. Die Delegation der Prüfung an die Compliance-Abteilung würde die Unabhängigkeit der dritten Linie vollständig untergraben und einen massiven Interessenkonflikt darstellen, da die Compliance-Funktion sich nicht selbst prüfen kann. Die Abhängigkeit von expliziten behördlichen Anweisungen für die Prüfungsplanung widerspricht dem Grundsatz einer proaktiven, risikobasierten internen Revision, die unabhängig von externen Impulsen einen umfassenden Prüfungsplan erstellen muss.
Kernaussage: Die interne Revision muss als dritte Verteidigungslinie eine eigenständige und unabhängige Prüfung durchführen, wobei Vorarbeiten der zweiten Linie zwar informativ sein können, aber niemals die notwendige eigene Validierung ersetzen.
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Question 8 of 30
8. Question
Ein mittelgroßes Finanzinstitut hat vor sechs Monaten seinen Geldwäschebeauftragten (MLRO) zum Leiter der internen Revision befördert. In dieser neuen Funktion ist er nun für die Planung der jährlichen unabhängigen AML-Prüfung verantwortlich. Ein wesentlicher Bestandteil des Prüfungsplans ist die Bewertung der Wirksamkeit des Transaktionsüberwachungssystems, welches er in seiner vorherigen Rolle als MLRO selbst konzipiert und implementiert hat. Welche Vorgehensweise ist am angemessensten, um die Anforderungen an die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Wenn ein Revisionsleiter Prozesse prüfen soll, die er in seiner vorherigen operativen Rolle selbst gestaltet hat, besteht ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien muss in einem solchen Fall die Objektivität durch eine vollständige Entbindung von der Aufsicht über diesen spezifischen Prüfungsbereich sichergestellt werden. Die Beauftragung eines externen Dritten oder eines völlig unabhängigen internen Teams ist die einzige Methode, um die Integrität des Prüfungsurteils zu wahren.
Falsch: Die bloße Delegation der operativen Testarbeiten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gesamtverantwortung für den Prüfungsbericht reicht nicht aus, da die finale Bewertung und die Schlussfolgerungen weiterhin durch die befangene Person beeinflusst werden könnten. Eine Verschiebung der Prüfung auf das nächste Jahr ist regulatorisch nicht akzeptabel, da AML-Prüfungen oft gesetzlich vorgeschriebenen Zyklen unterliegen und Risiken zeitnah identifiziert werden müssen. Die Durchführung einer Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie ist zwar sinnvoll, stellt jedoch keinen Ersatz für die unabhängige Prüfung der dritten Linie dar, da die zweite Linie per Definition nicht die erforderliche Unabhängigkeit von der Programmgestaltung besitzt.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert die strikte Trennung zwischen der Gestaltung von AML-Kontrollen und deren anschließender Prüfung, um Interessenkonflikte durch Selbstprüfung zu vermeiden.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Wenn ein Revisionsleiter Prozesse prüfen soll, die er in seiner vorherigen operativen Rolle selbst gestaltet hat, besteht ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien muss in einem solchen Fall die Objektivität durch eine vollständige Entbindung von der Aufsicht über diesen spezifischen Prüfungsbereich sichergestellt werden. Die Beauftragung eines externen Dritten oder eines völlig unabhängigen internen Teams ist die einzige Methode, um die Integrität des Prüfungsurteils zu wahren.
Falsch: Die bloße Delegation der operativen Testarbeiten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gesamtverantwortung für den Prüfungsbericht reicht nicht aus, da die finale Bewertung und die Schlussfolgerungen weiterhin durch die befangene Person beeinflusst werden könnten. Eine Verschiebung der Prüfung auf das nächste Jahr ist regulatorisch nicht akzeptabel, da AML-Prüfungen oft gesetzlich vorgeschriebenen Zyklen unterliegen und Risiken zeitnah identifiziert werden müssen. Die Durchführung einer Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie ist zwar sinnvoll, stellt jedoch keinen Ersatz für die unabhängige Prüfung der dritten Linie dar, da die zweite Linie per Definition nicht die erforderliche Unabhängigkeit von der Programmgestaltung besitzt.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert die strikte Trennung zwischen der Gestaltung von AML-Kontrollen und deren anschließender Prüfung, um Interessenkonflikte durch Selbstprüfung zu vermeiden.
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Question 9 of 30
9. Question
Eine mittelgroße Universalbank führt ihre jährliche unabhängige AML-Prüfung durch. Während der Feldarbeitsphase stellt der interne Prüfer fest, dass das Transaktionsüberwachungssystem (TMS) seit sechs Monaten kritische Fehlfunktionen bei der Erkennung von Mustern im Zusammenhang mit Handelsfinanzierung aufweist. Der Chief Compliance Officer (CCO) bittet den Prüfungsleiter eindringlich, diesen Befund nicht in den offiziellen Bericht an den Vorstand aufzunehmen, da bereits ein Projekt zur Implementierung eines neuen Systems gestartet wurde und die Erwähnung die regulatorische Bewertung der Bank unnötig gefährden könnte. Wie sollte der Prüfungsleiter reagieren, um die Integrität und die Rollenverteilung der dritten Verteidigungslinie zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, die interne Revision, muss ihre Unabhängigkeit und Objektivität wahren, um eine effektive Überwachungsfunktion auszuüben. Gemäß den internationalen Standards und den Erwartungen der Regulierungsbehörden müssen alle wesentlichen Feststellungen, die während des Prüfungszeitraums identifiziert wurden, transparent an den Vorstand gemeldet werden. Die Tatsache, dass bereits Abhilfemaßnahmen eingeleitet wurden, ändert nichts an der Existenz des Risikos während des geprüften Zeitraums. Durch die Aufnahme der laufenden Projekte als Kontext im Bericht wird ein vollständiges und wahrheitsgetreues Bild vermittelt, ohne die Unabhängigkeit der Prüfung durch Managementdruck zu gefährden.
Falsch: Der Ausschluss wesentlicher Mängel aus dem Hauptbericht an den Vorstand, selbst bei Vorliegen eines Zeitplans für Verbesserungen, stellt eine Verletzung der Berichtspflicht dar und untergräbt die Rolle der Revision als unabhängige Instanz. Die Übertragung der Risikobewertung an die Compliance-Abteilung ist nicht zulässig, da die zweite Verteidigungslinie (Compliance) selbst Gegenstand der Prüfung durch die dritte Linie ist; dies würde die notwendige Abgrenzung der Verantwortlichkeiten aufheben. Ein sofortiger Abbruch der Prüfung und die Forderung nach einer externen Untersuchung ist in diesem Stadium unverhältnismäßig, da der Prüfungsleiter über die notwendigen Eskalationswege verfügt, um die Integrität des Berichts intern sicherzustellen.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie verlangt die objektive Berichterstattung aller identifizierten Risiken an das Aufsichtsorgan, unabhängig von laufenden Sanierungsbemühungen oder dem Einfluss des operativen Managements.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, die interne Revision, muss ihre Unabhängigkeit und Objektivität wahren, um eine effektive Überwachungsfunktion auszuüben. Gemäß den internationalen Standards und den Erwartungen der Regulierungsbehörden müssen alle wesentlichen Feststellungen, die während des Prüfungszeitraums identifiziert wurden, transparent an den Vorstand gemeldet werden. Die Tatsache, dass bereits Abhilfemaßnahmen eingeleitet wurden, ändert nichts an der Existenz des Risikos während des geprüften Zeitraums. Durch die Aufnahme der laufenden Projekte als Kontext im Bericht wird ein vollständiges und wahrheitsgetreues Bild vermittelt, ohne die Unabhängigkeit der Prüfung durch Managementdruck zu gefährden.
Falsch: Der Ausschluss wesentlicher Mängel aus dem Hauptbericht an den Vorstand, selbst bei Vorliegen eines Zeitplans für Verbesserungen, stellt eine Verletzung der Berichtspflicht dar und untergräbt die Rolle der Revision als unabhängige Instanz. Die Übertragung der Risikobewertung an die Compliance-Abteilung ist nicht zulässig, da die zweite Verteidigungslinie (Compliance) selbst Gegenstand der Prüfung durch die dritte Linie ist; dies würde die notwendige Abgrenzung der Verantwortlichkeiten aufheben. Ein sofortiger Abbruch der Prüfung und die Forderung nach einer externen Untersuchung ist in diesem Stadium unverhältnismäßig, da der Prüfungsleiter über die notwendigen Eskalationswege verfügt, um die Integrität des Berichts intern sicherzustellen.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie verlangt die objektive Berichterstattung aller identifizierten Risiken an das Aufsichtsorgan, unabhängig von laufenden Sanierungsbemühungen oder dem Einfluss des operativen Managements.
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Question 10 of 30
10. Question
Während einer umfassenden AML-Prüfung in einer international tätigen Bank evaluiert das interne Revisionsteam das neu implementierte System zur Transaktionsüberwachung (TMS). Der Geldwäschebeauftragte, der der zweiten Verteidigungslinie angehört, bietet dem Revisionsteam die detaillierten Validierungsskripte und Testdaten an, die seine Abteilung während der Implementierungsphase verwendet hat. Er argumentiert, dass die Verwendung derselben Parameter die Konsistenz der Ergebnisse sicherstellt und den Prüfungszeitraum erheblich verkürzt. Welches Vorgehen der internen Revision ist im Hinblick auf die Rollenverteilung der Verteidigungslinien am angemessensten?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die Bereitstellung einer unabhängigen und objektiven Prüfung der Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie verantwortlich. Wenn die Revision die Testskripte oder Methoden der zweiten Linie (Compliance) unverändert übernimmt, verliert sie ihre Unabhängigkeit, da sie im Wesentlichen die Arbeit der zweiten Linie mit deren eigenen Werkzeugen validiert. Gemäß internationalen Standards und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle muss die Revision eigene Prüfungshandlungen durchführen, um sicherzustellen, dass Kontrollmängel, die der zweiten Linie möglicherweise entgangen sind, identifiziert werden können.
Falsch: Der Ansatz, lediglich eine Qualitätssicherung der Compliance-Dokumentation durchzuführen, greift zu kurz, da die Revision eine eigenständige Bewertung der operativen Wirksamkeit vornehmen muss, nicht nur eine formale Prüfung. Die Entwicklung eines gemeinsamen Test-Frameworks mit der zweiten Linie würde zu einem Interessenkonflikt führen, da die Revision später ihre eigene Mitwirkung am Design des Frameworks prüfen müsste, was die Objektivität untergräbt. Die Beschränkung der Prüfung auf reine Governance-Aspekte unter Vernachlässigung der technischen Validierung vernachlässigt das risikobasierte Prüfungsprinzip, da das Transaktionsüberwachungssystem eine kritische Kontrollkomponente darstellt, die einer direkten Prüfung durch die dritte Linie bedarf.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert zwingend die Anwendung eigenständiger Prüfungsmethoden und eine strikte methodische Trennung von den Kontrollaktivitäten der zweiten Verteidigungslinie.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die Bereitstellung einer unabhängigen und objektiven Prüfung der Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie verantwortlich. Wenn die Revision die Testskripte oder Methoden der zweiten Linie (Compliance) unverändert übernimmt, verliert sie ihre Unabhängigkeit, da sie im Wesentlichen die Arbeit der zweiten Linie mit deren eigenen Werkzeugen validiert. Gemäß internationalen Standards und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle muss die Revision eigene Prüfungshandlungen durchführen, um sicherzustellen, dass Kontrollmängel, die der zweiten Linie möglicherweise entgangen sind, identifiziert werden können.
Falsch: Der Ansatz, lediglich eine Qualitätssicherung der Compliance-Dokumentation durchzuführen, greift zu kurz, da die Revision eine eigenständige Bewertung der operativen Wirksamkeit vornehmen muss, nicht nur eine formale Prüfung. Die Entwicklung eines gemeinsamen Test-Frameworks mit der zweiten Linie würde zu einem Interessenkonflikt führen, da die Revision später ihre eigene Mitwirkung am Design des Frameworks prüfen müsste, was die Objektivität untergräbt. Die Beschränkung der Prüfung auf reine Governance-Aspekte unter Vernachlässigung der technischen Validierung vernachlässigt das risikobasierte Prüfungsprinzip, da das Transaktionsüberwachungssystem eine kritische Kontrollkomponente darstellt, die einer direkten Prüfung durch die dritte Linie bedarf.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert zwingend die Anwendung eigenständiger Prüfungsmethoden und eine strikte methodische Trennung von den Kontrollaktivitäten der zweiten Verteidigungslinie.
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Question 11 of 30
11. Question
Ein mittelgrosses Finanzinstitut bereitet sich auf die jaehrliche unabhaengige AML-Pruefung vor. Waehrend der Planungsphase stellt der Leiter der Internen Revision fest, dass der Geldwaeschebeauftragte darum gebeten hat, dass das Revisionsteam vorab eine beratende Durchsicht der Onboarding-Prozesse durchfuehrt, um Maengel zu beheben, bevor der formelle Pruefungsbericht dem Vorstand vorgelegt wird. Der Vorstand unterstuetzt diesen Wunsch ausdruecklich, um die regulatorische Compliance kurzfristig zu verbessern. Was ist der beste naechste Schritt fuer den Leiter der Internen Revision, um die Integritaet der dritten Verteidigungslinie zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) muss strikt unabhängig von der ersten und zweiten Linie agieren, um eine objektive Beurteilung des AML-Kontrollrahmens zu gewaehrleisten. Wenn die Revision aktiv an der Behebung von Maengeln mitwirkt oder vorab beratend eingreift, um Ergebnisse zu schoenen, entsteht ein Interessenkonflikt (Selbstpruefungsverbot). Gemaess den internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien ist es die Aufgabe der zweiten Linie (Compliance/AML-Team), die Qualitaetssicherung und operative Kontrollen durchzufuehren, waehrend die dritte Linie diese Prozesse unabhaengig validiert und direkt an den Vorstand oder den Pruefungsausschuss berichtet.
Falsch: Eine Beschraenkung der Beratung auf Hochrisikokunden beseitigt nicht den grundsaetzlichen Interessenkonflikt, da die Revision weiterhin Managemententscheidungen beeinflusst, die sie spaeter objektiv bewerten muesste. Die dauerhafte Uebernahme der Qualitaetssicherung durch die Revision wuerde die Grenzen zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie dauerhaft aufheben und die Unabhaengigkeit der Pruefungsfunktion untergraben. Das Verschieben der Pruefung oder die ausschliessliche Pruefung bereits korrigierter Akten wuerde ein verzerrtes Bild der Wirksamkeit des AML-Programms vermitteln und den Aufsichtsbehoerden wesentliche Informationen ueber systemische Schwaechen vorenthalten.
Kernaussage: Die Unabhaengigkeit der dritten Verteidigungslinie ist nur gewaehrleistet, wenn eine strikte Trennung zwischen der operativen Qualitaetssicherung der zweiten Linie und der objektiven Pruefungsfunktion der Revision besteht.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) muss strikt unabhängig von der ersten und zweiten Linie agieren, um eine objektive Beurteilung des AML-Kontrollrahmens zu gewaehrleisten. Wenn die Revision aktiv an der Behebung von Maengeln mitwirkt oder vorab beratend eingreift, um Ergebnisse zu schoenen, entsteht ein Interessenkonflikt (Selbstpruefungsverbot). Gemaess den internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien ist es die Aufgabe der zweiten Linie (Compliance/AML-Team), die Qualitaetssicherung und operative Kontrollen durchzufuehren, waehrend die dritte Linie diese Prozesse unabhaengig validiert und direkt an den Vorstand oder den Pruefungsausschuss berichtet.
Falsch: Eine Beschraenkung der Beratung auf Hochrisikokunden beseitigt nicht den grundsaetzlichen Interessenkonflikt, da die Revision weiterhin Managemententscheidungen beeinflusst, die sie spaeter objektiv bewerten muesste. Die dauerhafte Uebernahme der Qualitaetssicherung durch die Revision wuerde die Grenzen zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie dauerhaft aufheben und die Unabhaengigkeit der Pruefungsfunktion untergraben. Das Verschieben der Pruefung oder die ausschliessliche Pruefung bereits korrigierter Akten wuerde ein verzerrtes Bild der Wirksamkeit des AML-Programms vermitteln und den Aufsichtsbehoerden wesentliche Informationen ueber systemische Schwaechen vorenthalten.
Kernaussage: Die Unabhaengigkeit der dritten Verteidigungslinie ist nur gewaehrleistet, wenn eine strikte Trennung zwischen der operativen Qualitaetssicherung der zweiten Linie und der objektiven Pruefungsfunktion der Revision besteht.
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Question 12 of 30
12. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat vor kurzem sein System zur Transaktionsüberwachung (TMS) aktualisiert, um neue regulatorische Anforderungen an die Erkennung von Kryptowährungs-Typologien zu erfüllen. Während der jährlichen AML-Prüfung schlägt der Compliance-Beauftragte vor, dass die interne Revision eine Liste von 100 ‘best-practice’ bearbeiteten Alarmen verwendet, um die Effizienz der neuen Kontrollen zu testen. Das Revisionsteam stellt jedoch fest, dass es keine formale Abstimmung zwischen den IT-Spezialisten und der Compliance-Abteilung bei der Schwellenwertfestlegung gab. Welche Maßnahme sollte die interne Revision ergreifen, um eine effektive Prüfung der dritten Verteidigungslinie gemäß den internationalen Standards zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
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Question 13 of 30
13. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat vor kurzem sein System zur Transaktionsüberwachung (TMS) aktualisiert, um neue regulatorische Anforderungen an die Erkennung von Kryptowährungs-Typologien zu erfüllen. Während der jährlichen AML-Prüfung schlägt der Compliance-Beauftragte vor, dass die interne Revision eine Liste von 100 ‘best-practice’ bearbeiteten Alarmen verwendet, um die Effizienz der neuen Kontrollen zu testen. Das Revisionsteam stellt jedoch fest, dass es keine formale Abstimmung zwischen den IT-Spezialisten und der Compliance-Abteilung bei der Schwellenwertfestlegung gab. Welche Maßnahme sollte die interne Revision ergreifen, um eine effektive Prüfung der dritten Verteidigungslinie gemäß den internationalen Standards zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
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Question 14 of 30
14. Question
Ein mittelgroßes Finanzinstitut hat vor sechs Monaten seinen Geldwäschebeauftragten (MLRO) zum Leiter der internen Revision befördert. In dieser neuen Funktion ist er nun für die Planung der jährlichen unabhängigen AML-Prüfung verantwortlich. Ein wesentlicher Bestandteil des Prüfungsplans ist die Bewertung der Wirksamkeit des Transaktionsüberwachungssystems, welches er in seiner vorherigen Rolle als MLRO selbst konzipiert und implementiert hat. Welche Vorgehensweise ist am angemessensten, um die Anforderungen an die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Wenn ein Revisionsleiter Prozesse prüfen soll, die er in seiner vorherigen operativen Rolle selbst gestaltet hat, besteht ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien muss in einem solchen Fall die Objektivität durch eine vollständige Entbindung von der Aufsicht über diesen spezifischen Prüfungsbereich sichergestellt werden. Die Beauftragung eines externen Dritten oder eines völlig unabhängigen internen Teams ist die einzige Methode, um die Integrität des Prüfungsurteils zu wahren.
Falsch: Die bloße Delegation der operativen Testarbeiten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gesamtverantwortung für den Prüfungsbericht reicht nicht aus, da die finale Bewertung und die Schlussfolgerungen weiterhin durch die befangene Person beeinflusst werden könnten. Eine Verschiebung der Prüfung auf das nächste Jahr ist regulatorisch nicht akzeptabel, da AML-Prüfungen oft gesetzlich vorgeschriebenen Zyklen unterliegen und Risiken zeitnah identifiziert werden müssen. Die Durchführung einer Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie ist zwar sinnvoll, stellt jedoch keinen Ersatz für die unabhängige Prüfung der dritten Linie dar, da die zweite Linie per Definition nicht die erforderliche Unabhängigkeit von der Programmgestaltung besitzt.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert die strikte Trennung zwischen der Gestaltung von AML-Kontrollen und deren anschließender Prüfung, um Interessenkonflikte durch Selbstprüfung zu vermeiden.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Wenn ein Revisionsleiter Prozesse prüfen soll, die er in seiner vorherigen operativen Rolle selbst gestaltet hat, besteht ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Gemäß internationalen Standards und den Wolfsberg-Prinzipien muss in einem solchen Fall die Objektivität durch eine vollständige Entbindung von der Aufsicht über diesen spezifischen Prüfungsbereich sichergestellt werden. Die Beauftragung eines externen Dritten oder eines völlig unabhängigen internen Teams ist die einzige Methode, um die Integrität des Prüfungsurteils zu wahren.
Falsch: Die bloße Delegation der operativen Testarbeiten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gesamtverantwortung für den Prüfungsbericht reicht nicht aus, da die finale Bewertung und die Schlussfolgerungen weiterhin durch die befangene Person beeinflusst werden könnten. Eine Verschiebung der Prüfung auf das nächste Jahr ist regulatorisch nicht akzeptabel, da AML-Prüfungen oft gesetzlich vorgeschriebenen Zyklen unterliegen und Risiken zeitnah identifiziert werden müssen. Die Durchführung einer Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie ist zwar sinnvoll, stellt jedoch keinen Ersatz für die unabhängige Prüfung der dritten Linie dar, da die zweite Linie per Definition nicht die erforderliche Unabhängigkeit von der Programmgestaltung besitzt.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert die strikte Trennung zwischen der Gestaltung von AML-Kontrollen und deren anschließender Prüfung, um Interessenkonflikte durch Selbstprüfung zu vermeiden.
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Question 15 of 30
15. Question
Während einer risikobasierten Prüfung des AML-Programms einer Privatbank stellt der interne Revisionsleiter fest, dass der Geldwäschebeauftragte (MLRO) seit sechs Monaten direkt an den Leiter des Bereichs Wealth Management berichtet. Diese Änderung wurde vorgenommen, um die Onboarding-Prozesse für vermögende Kunden zu beschleunigen. Der Revisionsleiter stellt zudem fest, dass der MLRO zwar weiterhin Zugang zum Vorstand hat, die jährliche Leistungsbeurteilung und die Festlegung der Bonuszahlungen jedoch ausschließlich durch den Leiter des Wealth Management erfolgen. Welches Vorgehen des internen Revisors entspricht am ehesten den Anforderungen an die Unabhängigkeit und die Governance-Struktur der Verteidigungslinien?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der Kontrollfunktionen ist ein fundamentaler Aspekt der AML-Governance. Wenn der Geldwäschebeauftragte (MLRO) als Teil der zweiten Verteidigungslinie direkt an eine geschäftsführende Einheit wie das Wealth Management berichtet, entsteht ein struktureller Interessenkonflikt. Die Objektivität bei der Risikobewertung und der Meldung verdächtiger Aktivitäten kann durch Vertriebsziele oder die Abhängigkeit bei der Leistungsbeurteilung beeinträchtigt werden. Gemäß internationalen Standards wie den Wolfsberg-Prinzipien und FATF-Empfehlungen muss die Compliance-Funktion unabhängig von den Geschäftsbereichen agieren, die sie überwacht. Die interne Revision als dritte Verteidigungslinie ist verpflichtet, solche Mängel in der Governance-Struktur aufzuzeigen, da sie die Wirksamkeit des gesamten AML-Frameworks gefährden.
Falsch: Der Vorschlag, eine zusätzliche Berichtslinie einzuführen, während die hierarchische Unterstellung unter den Vertrieb bestehen bleibt, ist unzureichend, da der primäre Interessenkonflikt durch die disziplinarische Weisungsbefugnis und Bonusrelevanz bestehen bleibt. Die Verlagerung von Genehmigungsprozessen auf die Qualitätssicherung der ersten Verteidigungslinie adressiert nicht das zugrunde liegende Governance-Problem der zweiten Linie und führt zu einer weiteren Verwässerung der Kontrollverantwortlichkeiten. Die Akzeptanz der Struktur basierend auf einer fehlerfreien Stichprobe ist methodisch falsch, da die Revision nicht nur die operative Wirksamkeit (Testing), sondern auch die Angemessenheit des Designs (Design Effectiveness) der Governance bewerten muss; ein strukturelles Risiko bleibt auch ohne unmittelbar nachgewiesene Fehler ein meldepflichtiger Mangel.
Kernaussage: Eine effektive AML-Governance erfordert die strikte hierarchische Trennung der zweiten Verteidigungslinie von ertragsorientierten Geschäftsbereichen, um die Unabhängigkeit und Objektivität der Überwachungsfunktion zu wahren.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der Kontrollfunktionen ist ein fundamentaler Aspekt der AML-Governance. Wenn der Geldwäschebeauftragte (MLRO) als Teil der zweiten Verteidigungslinie direkt an eine geschäftsführende Einheit wie das Wealth Management berichtet, entsteht ein struktureller Interessenkonflikt. Die Objektivität bei der Risikobewertung und der Meldung verdächtiger Aktivitäten kann durch Vertriebsziele oder die Abhängigkeit bei der Leistungsbeurteilung beeinträchtigt werden. Gemäß internationalen Standards wie den Wolfsberg-Prinzipien und FATF-Empfehlungen muss die Compliance-Funktion unabhängig von den Geschäftsbereichen agieren, die sie überwacht. Die interne Revision als dritte Verteidigungslinie ist verpflichtet, solche Mängel in der Governance-Struktur aufzuzeigen, da sie die Wirksamkeit des gesamten AML-Frameworks gefährden.
Falsch: Der Vorschlag, eine zusätzliche Berichtslinie einzuführen, während die hierarchische Unterstellung unter den Vertrieb bestehen bleibt, ist unzureichend, da der primäre Interessenkonflikt durch die disziplinarische Weisungsbefugnis und Bonusrelevanz bestehen bleibt. Die Verlagerung von Genehmigungsprozessen auf die Qualitätssicherung der ersten Verteidigungslinie adressiert nicht das zugrunde liegende Governance-Problem der zweiten Linie und führt zu einer weiteren Verwässerung der Kontrollverantwortlichkeiten. Die Akzeptanz der Struktur basierend auf einer fehlerfreien Stichprobe ist methodisch falsch, da die Revision nicht nur die operative Wirksamkeit (Testing), sondern auch die Angemessenheit des Designs (Design Effectiveness) der Governance bewerten muss; ein strukturelles Risiko bleibt auch ohne unmittelbar nachgewiesene Fehler ein meldepflichtiger Mangel.
Kernaussage: Eine effektive AML-Governance erfordert die strikte hierarchische Trennung der zweiten Verteidigungslinie von ertragsorientierten Geschäftsbereichen, um die Unabhängigkeit und Objektivität der Überwachungsfunktion zu wahren.
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Question 16 of 30
16. Question
Eine international tätige Bank bereitet sich auf eine umfassende Prüfung durch die nationale Aufsichtsbehörde vor. Im vergangenen Geschäftsjahr wechselte der bisherige Geldwäschebeauftragte (AML Officer), der maßgeblich an der Implementierung des aktuellen Transaktionsüberwachungssystems beteiligt war, in die Abteilung für Interne Revision als Teamleiter für den Bereich Financial Crime Audit. In seinem neuen Prüfungsplan für das kommende Quartal hat er eine detaillierte Wirksamkeitsprüfung eben jenes AML-Programms vorgesehen, das er zuvor selbst geleitet hat. Welche Maßnahme ist aus Sicht der Regulierungsbehörden und internationaler Standards am ehesten erforderlich, um die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der internen Revision ist ein fundamentaler Grundsatz der Corporate Governance und der dritten Verteidigungslinie. Wenn ein Mitarbeiter eine Funktion prüft, für die er in der jüngeren Vergangenheit operativ verantwortlich war, entsteht ein klassisches Selbstprüfungsrisiko. Gemäß internationalen Standards wie denen des Institute of Internal Auditors (IIA) und den Erwartungen von Regulierungsbehörden muss eine angemessene Karenzzeit (oft ein Jahr oder länger) eingehalten werden, bevor eine solche Person Prüfungsaufgaben in diesem Bereich übernimmt. Dies stellt sicher, dass die Objektivität gewahrt bleibt und keine Befangenheit bei der Bewertung von Mängeln besteht, die möglicherweise auf eigene frühere Entscheidungen zurückzuführen sind.
Falsch: Die Einbeziehung externer Berater zur Validierung kann zwar zusätzliche Sicherheit bieten, beseitigt jedoch nicht den grundlegenden Interessenkonflikt in der internen Leitung der Prüfung. Die Argumentation, dass Fachwissen eine Selbstprüfung rechtfertigt, widerspricht den Prinzipien der Gewaltenteilung zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie; Fachkompetenz darf niemals auf Kosten der Unabhängigkeit gehen. Ein Vorstandsbeschluss zur Umgehung von Unabhängigkeitsstandards ist regulatorisch nicht zulässig, da die Unabhängigkeit der Revision eine zwingende Anforderung ist, die nicht durch interne Managemententscheidungen außer Kraft gesetzt werden kann.
Kernaussage: Um die Integrität der dritten Verteidigungslinie zu wahren, müssen Personen von Prüfungen ausgeschlossen werden, wenn sie innerhalb eines aktuellen Zeitraums operative Verantwortung für den zu prüfenden Bereich trugen.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der internen Revision ist ein fundamentaler Grundsatz der Corporate Governance und der dritten Verteidigungslinie. Wenn ein Mitarbeiter eine Funktion prüft, für die er in der jüngeren Vergangenheit operativ verantwortlich war, entsteht ein klassisches Selbstprüfungsrisiko. Gemäß internationalen Standards wie denen des Institute of Internal Auditors (IIA) und den Erwartungen von Regulierungsbehörden muss eine angemessene Karenzzeit (oft ein Jahr oder länger) eingehalten werden, bevor eine solche Person Prüfungsaufgaben in diesem Bereich übernimmt. Dies stellt sicher, dass die Objektivität gewahrt bleibt und keine Befangenheit bei der Bewertung von Mängeln besteht, die möglicherweise auf eigene frühere Entscheidungen zurückzuführen sind.
Falsch: Die Einbeziehung externer Berater zur Validierung kann zwar zusätzliche Sicherheit bieten, beseitigt jedoch nicht den grundlegenden Interessenkonflikt in der internen Leitung der Prüfung. Die Argumentation, dass Fachwissen eine Selbstprüfung rechtfertigt, widerspricht den Prinzipien der Gewaltenteilung zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie; Fachkompetenz darf niemals auf Kosten der Unabhängigkeit gehen. Ein Vorstandsbeschluss zur Umgehung von Unabhängigkeitsstandards ist regulatorisch nicht zulässig, da die Unabhängigkeit der Revision eine zwingende Anforderung ist, die nicht durch interne Managemententscheidungen außer Kraft gesetzt werden kann.
Kernaussage: Um die Integrität der dritten Verteidigungslinie zu wahren, müssen Personen von Prüfungen ausgeschlossen werden, wenn sie innerhalb eines aktuellen Zeitraums operative Verantwortung für den zu prüfenden Bereich trugen.
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Question 17 of 30
17. Question
Eine Universalbank plant die Einführung eines neuen KI-gestützten Systems zur Transaktionsüberwachung. Der Geldwäschebeauftragte bittet die Interne Revision, aktiv an der Projektgruppe teilzunehmen, um die Systemparameter mitzugestalten und sicherzustellen, dass die regulatorischen Anforderungen von Anfang an erfüllt werden. Die Bank möchte ihre internen Richtlinien zur Prüfungs-Governance aktualisieren, um die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie gemäß internationalen Standards sicherzustellen. Welcher Ansatz für die Einbindung der Internen Revision ist in diesem Szenario am angemessensten?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) muss ihre Unabhängigkeit und Objektivität wahren, um die Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie unvoreingenommen beurteilen zu können. Eine beratende Rolle während der Projektphase ist zulässig und förderlich, sofern die Revision keine Managementverantwortung übernimmt oder operative Entscheidungen trifft. Durch die Bewertung des Kontrolldesigns ohne Übernahme der Umsetzungsverantwortung wird das Risiko einer Selbstprüfung vermieden, was den internationalen Standards des Institute of Internal Auditors (IIA) und den FATF-Leitlinien zur internen Kontrolle entspricht.
Falsch: Die Übernahme des Vorsitzes in einem Lenkungsausschuss oder die aktive Mitgestaltung von Systemparametern würde die Revision in operative Entscheidungsprozesse einbinden, was ihre Unabhängigkeit bei späteren Prüfungen untergräbt. Eine strikte Verweigerung jeglicher Kommunikation bis nach der Implementierung ist nicht zielführend, da die Revision auch eine beratende Funktion hat, um frühzeitig auf strukturelle Kontrollmängel hinzuweisen. Die Durchführung von Qualitätssicherungstests (QA) ist eine spezifische Funktion der zweiten Verteidigungslinie; wenn die Revision diese Aufgaben übernimmt, kommt es zu einer unzulässigen Vermischung der Verantwortlichkeiten zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie.
Kernaussage: Die Interne Revision darf das Design von AML-Kontrollen beratend begleiten, muss aber operative Entscheidungen vermeiden, um die Unabhängigkeit für spätere objektive Prüfungen zu wahren.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) muss ihre Unabhängigkeit und Objektivität wahren, um die Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie unvoreingenommen beurteilen zu können. Eine beratende Rolle während der Projektphase ist zulässig und förderlich, sofern die Revision keine Managementverantwortung übernimmt oder operative Entscheidungen trifft. Durch die Bewertung des Kontrolldesigns ohne Übernahme der Umsetzungsverantwortung wird das Risiko einer Selbstprüfung vermieden, was den internationalen Standards des Institute of Internal Auditors (IIA) und den FATF-Leitlinien zur internen Kontrolle entspricht.
Falsch: Die Übernahme des Vorsitzes in einem Lenkungsausschuss oder die aktive Mitgestaltung von Systemparametern würde die Revision in operative Entscheidungsprozesse einbinden, was ihre Unabhängigkeit bei späteren Prüfungen untergräbt. Eine strikte Verweigerung jeglicher Kommunikation bis nach der Implementierung ist nicht zielführend, da die Revision auch eine beratende Funktion hat, um frühzeitig auf strukturelle Kontrollmängel hinzuweisen. Die Durchführung von Qualitätssicherungstests (QA) ist eine spezifische Funktion der zweiten Verteidigungslinie; wenn die Revision diese Aufgaben übernimmt, kommt es zu einer unzulässigen Vermischung der Verantwortlichkeiten zwischen der zweiten und dritten Verteidigungslinie.
Kernaussage: Die Interne Revision darf das Design von AML-Kontrollen beratend begleiten, muss aber operative Entscheidungen vermeiden, um die Unabhängigkeit für spätere objektive Prüfungen zu wahren.
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Question 18 of 30
18. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat vor kurzem ein neues System zur automatisierten Transaktionsüberwachung eingeführt. Die Compliance-Abteilung (zweite Verteidigungslinie) führt im Rahmen ihrer Kontrollfunktion monatliche Qualitätssicherungsprüfungen (Quality Assurance) durch, um die Bearbeitung von Alarmen zu validieren. Nun plant die interne Revision (dritte Verteidigungslinie) ihre jährliche unabhängige AML-Prüfung. Der Geldwäschebeauftragte schlägt vor, dass die Revision Zeit spart, indem sie ausschließlich die Fälle prüft, die bereits von der Qualitätssicherung als ‘korrekt bearbeitet’ eingestuft wurden. Welches Vorgehen der internen Revision ist im Hinblick auf die regulatorischen Erwartungen an die Unabhängigkeit und die Prüfungsqualität am angemessensten?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) hat die Aufgabe, eine völlig unabhängige Bewertung der Wirksamkeit des AML-Programms vorzunehmen. Dies umfasst nicht nur die Prüfung der ersten Linie (Geschäftsbereich), sondern auch die Validierung der Überwachungsaktivitäten der zweiten Linie (Compliance und Quality Assurance). Um die Unabhängigkeit zu wahren und das Risiko einer Voreingenommenheit zu vermeiden, muss die Revision ihre Stichproben eigenständig und risikobasiert aus der gesamten Datenmenge ziehen. Nur so kann festgestellt werden, ob die zweite Verteidigungslinie bei ihren eigenen Prüfungen systematische Fehler übersehen hat oder ob die Kontrollprozesse lückenhaft sind.
Falsch: Die Verwendung einer von der Compliance-Abteilung vorselektierten Stichprobe würde die Unabhängigkeit der Prüfung untergraben, da die Revision lediglich die bereits kontrollierten Fälle erneut sichten würde, anstatt potenzielle blinde Flecken im Gesamtprozess zu identifizieren. Ein rein interviewbasierter Ansatz ohne substantielle Tests der Transaktionsdaten (Feldarbeit) erfüllt nicht die Anforderungen an eine tiefgreifende Wirksamkeitsprüfung. Die Verschiebung der Prüfung ist regulatorisch nicht zulässig, da die interne Revision zyklisch und unabhängig von den Aktivitäten der zweiten Linie agieren muss, um den Vorstand objektiv über die Risikolage zu informieren.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Stichprobenziehung und Validierung, um sowohl die operative Umsetzung als auch die Überwachungsfunktionen der zweiten Linie objektiv zu beurteilen.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) hat die Aufgabe, eine völlig unabhängige Bewertung der Wirksamkeit des AML-Programms vorzunehmen. Dies umfasst nicht nur die Prüfung der ersten Linie (Geschäftsbereich), sondern auch die Validierung der Überwachungsaktivitäten der zweiten Linie (Compliance und Quality Assurance). Um die Unabhängigkeit zu wahren und das Risiko einer Voreingenommenheit zu vermeiden, muss die Revision ihre Stichproben eigenständig und risikobasiert aus der gesamten Datenmenge ziehen. Nur so kann festgestellt werden, ob die zweite Verteidigungslinie bei ihren eigenen Prüfungen systematische Fehler übersehen hat oder ob die Kontrollprozesse lückenhaft sind.
Falsch: Die Verwendung einer von der Compliance-Abteilung vorselektierten Stichprobe würde die Unabhängigkeit der Prüfung untergraben, da die Revision lediglich die bereits kontrollierten Fälle erneut sichten würde, anstatt potenzielle blinde Flecken im Gesamtprozess zu identifizieren. Ein rein interviewbasierter Ansatz ohne substantielle Tests der Transaktionsdaten (Feldarbeit) erfüllt nicht die Anforderungen an eine tiefgreifende Wirksamkeitsprüfung. Die Verschiebung der Prüfung ist regulatorisch nicht zulässig, da die interne Revision zyklisch und unabhängig von den Aktivitäten der zweiten Linie agieren muss, um den Vorstand objektiv über die Risikolage zu informieren.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Stichprobenziehung und Validierung, um sowohl die operative Umsetzung als auch die Überwachungsfunktionen der zweiten Linie objektiv zu beurteilen.
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Question 19 of 30
19. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat vor neun Monaten ein neues, KI-basiertes Transaktionsüberwachungssystem (TMS) eingeführt. Im Rahmen der jährlichen AML-Prüfungsplanung schlägt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) dem Leiter der internen Revision vor, die Stichprobenprüfung auf die vom System generierten Warnmeldungen mit hoher Priorität zu konzentrieren. Der MLRO argumentiert, dass die Qualitätssicherung der zweiten Verteidigungslinie bereits eine umfassende Validierung der Schwellenwerte durchgeführt hat und eine erneute Prüfung der Warnmeldungen mit niedriger Priorität ineffizient wäre. Wie sollte die interne Revision reagieren, um den Anforderungen an die dritte Verteidigungslinie und die Unabhängigkeit gerecht zu werden?
Correct
Richtig: Die interne Revision fungiert als dritte Verteidigungslinie und muss ihre Unabhängigkeit wahren, indem sie den Prüfungsumfang und die Testmethodik eigenständig festlegt. Ein risikobasierter Prüfungsansatz erfordert nicht nur die Untersuchung bekannter Hochrisikobereiche, sondern auch die Validierung der Wirksamkeit des gesamten Systems. Dazu gehört die Prüfung, ob die Risikoklassifizierung korrekt funktioniert und ob potenzielle Geldwäscheaktivitäten in niedriger eingestuften Kategorien (False Negatives) übersehen werden. Die bloße Übernahme der Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie (Qualitätssicherung) würde die Objektivität und die Tiefe der unabhängigen Prüfung untergraben.
Falsch: Der Ansatz, sich primär auf die Qualitätssicherung der zweiten Linie zu verlassen, widerspricht dem Prinzip der unabhängigen Prüfung, da die dritte Linie die Arbeit der zweiten Linie kritisch hinterfragen muss, anstatt sie als gegeben hinzunehmen. Die Zustimmung zu einer Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management, selbst mit einem entsprechenden Hinweis im Bericht, stellt eine Beeinträchtigung der Unabhängigkeit der Revision dar und verhindert eine umfassende Beurteilung des Restrisikos. Die vollständige Auslagerung der Prüfung aufgrund technischer Komplexität entbindet die interne Revision nicht von ihrer Verantwortung, den Prüfungsplan und die Methodik unabhängig zu steuern und die Ergebnisse im Kontext des gesamten AML-Programms zu bewerten.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihren Prüfungsumfang unabhängig von den Vorgaben der zweiten Verteidigungslinie definieren, um durch eigene Stichproben auch die Logik der Risikosegmentierung und potenzielle Systemfehler objektiv zu validieren.
Incorrect
Richtig: Die interne Revision fungiert als dritte Verteidigungslinie und muss ihre Unabhängigkeit wahren, indem sie den Prüfungsumfang und die Testmethodik eigenständig festlegt. Ein risikobasierter Prüfungsansatz erfordert nicht nur die Untersuchung bekannter Hochrisikobereiche, sondern auch die Validierung der Wirksamkeit des gesamten Systems. Dazu gehört die Prüfung, ob die Risikoklassifizierung korrekt funktioniert und ob potenzielle Geldwäscheaktivitäten in niedriger eingestuften Kategorien (False Negatives) übersehen werden. Die bloße Übernahme der Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie (Qualitätssicherung) würde die Objektivität und die Tiefe der unabhängigen Prüfung untergraben.
Falsch: Der Ansatz, sich primär auf die Qualitätssicherung der zweiten Linie zu verlassen, widerspricht dem Prinzip der unabhängigen Prüfung, da die dritte Linie die Arbeit der zweiten Linie kritisch hinterfragen muss, anstatt sie als gegeben hinzunehmen. Die Zustimmung zu einer Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management, selbst mit einem entsprechenden Hinweis im Bericht, stellt eine Beeinträchtigung der Unabhängigkeit der Revision dar und verhindert eine umfassende Beurteilung des Restrisikos. Die vollständige Auslagerung der Prüfung aufgrund technischer Komplexität entbindet die interne Revision nicht von ihrer Verantwortung, den Prüfungsplan und die Methodik unabhängig zu steuern und die Ergebnisse im Kontext des gesamten AML-Programms zu bewerten.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihren Prüfungsumfang unabhängig von den Vorgaben der zweiten Verteidigungslinie definieren, um durch eigene Stichproben auch die Logik der Risikosegmentierung und potenzielle Systemfehler objektiv zu validieren.
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Question 20 of 30
20. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat ein neues, auf künstlicher Intelligenz basierendes System zur Transaktionsüberwachung implementiert. Die Compliance-Abteilung (zweite Verteidigungslinie) hat bereits eine umfassende Qualitätssicherung durchgeführt und die Schwellenwerte des Systems validiert. Der Leiter der Internen Revision bereitet nun die jährliche AML-Prüfung vor. Welcher Prüfungsansatz gewährleistet die Einhaltung der Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie und erfüllt gleichzeitig die regulatorischen Erwartungen an die Prüfung neuer Technologien?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist verpflichtet, eine völlig unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des AML-Kontrollrahmens abzugeben. In einem Szenario, in dem die zweite Verteidigungslinie bereits eine Qualitätssicherung durchgeführt hat, darf sich die Revision nicht ausschließlich auf diese Ergebnisse verlassen. Stattdessen muss sie den gesamten Governance-Rahmen des Modells prüfen und die Angemessenheit sowie die Tiefe der Arbeit der zweiten Linie validieren. Dies beinhaltet die Prüfung der Datenintegrität und der Modelllogik, um sicherzustellen, dass das Restrisiko innerhalb der vom Vorstand genehmigten Risikobereitschaft liegt. Diese Unabhängigkeit ist entscheidend, um den Aufsichtsbehörden gegenüber die Wirksamkeit des Drei-Linien-Modells zu bestätigen.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigenständige Prüfung übernimmt, verletzt das Prinzip der Unabhängigkeit und führt dazu, dass die Revision lediglich die Arbeit der Compliance-Abteilung dupliziert, anstatt sie kritisch zu hinterfragen. Die aktive Beteiligung an der Neukalibrierung von Systemparametern stellt einen schwerwiegenden Interessenkonflikt dar, da die Revision damit Teil des operativen Prozesses wird und später ihre eigene Gestaltung prüfen müsste (Selbstprüfungsverbot). Die Beschränkung der Prüfung auf die reine Dokumentation der Systemauswahl ist unzureichend, da sie die operationellen Risiken und die tatsächliche Leistungsfähigkeit des KI-Modells ignoriert, was den Erwartungen internationaler Standards wie denen der FATF oder des Wolfsberg-Forums widerspricht.
Kernaussage: Die Interne Revision muss die Wirksamkeit der Kontrollen der zweiten Verteidigungslinie unabhängig validieren, anstatt deren Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen, um ihre Rolle als objektive Instanz zu wahren.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist verpflichtet, eine völlig unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des AML-Kontrollrahmens abzugeben. In einem Szenario, in dem die zweite Verteidigungslinie bereits eine Qualitätssicherung durchgeführt hat, darf sich die Revision nicht ausschließlich auf diese Ergebnisse verlassen. Stattdessen muss sie den gesamten Governance-Rahmen des Modells prüfen und die Angemessenheit sowie die Tiefe der Arbeit der zweiten Linie validieren. Dies beinhaltet die Prüfung der Datenintegrität und der Modelllogik, um sicherzustellen, dass das Restrisiko innerhalb der vom Vorstand genehmigten Risikobereitschaft liegt. Diese Unabhängigkeit ist entscheidend, um den Aufsichtsbehörden gegenüber die Wirksamkeit des Drei-Linien-Modells zu bestätigen.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigenständige Prüfung übernimmt, verletzt das Prinzip der Unabhängigkeit und führt dazu, dass die Revision lediglich die Arbeit der Compliance-Abteilung dupliziert, anstatt sie kritisch zu hinterfragen. Die aktive Beteiligung an der Neukalibrierung von Systemparametern stellt einen schwerwiegenden Interessenkonflikt dar, da die Revision damit Teil des operativen Prozesses wird und später ihre eigene Gestaltung prüfen müsste (Selbstprüfungsverbot). Die Beschränkung der Prüfung auf die reine Dokumentation der Systemauswahl ist unzureichend, da sie die operationellen Risiken und die tatsächliche Leistungsfähigkeit des KI-Modells ignoriert, was den Erwartungen internationaler Standards wie denen der FATF oder des Wolfsberg-Forums widerspricht.
Kernaussage: Die Interne Revision muss die Wirksamkeit der Kontrollen der zweiten Verteidigungslinie unabhängig validieren, anstatt deren Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen, um ihre Rolle als objektive Instanz zu wahren.
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Question 21 of 30
21. Question
Während der Planung der jährlichen AML-Prüfung stellt der Leiter der Internen Revision fest, dass sein Team im vergangenen Jahr intensiv beratend bei der Konfiguration und Implementierung des neuen KI-gestützten Transaktionsüberwachungssystems (TMS) tätig war. Gleichzeitig schlägt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) in einer Planungsbesprechung vor, die Stichproben für die anstehende Wirksamkeitsprüfung gemeinsam mit seinem Team festzulegen. Dies solle sicherstellen, dass die Revision die komplexesten Szenarien abdeckt und gleichzeitig Doppelarbeit mit der bereits durchgeführten Qualitätssicherung der zweiten Verteidigungslinie vermieden wird. Wie muss der Leiter der Internen Revision unter Berücksichtigung der Unabhängigkeitsstandards reagieren?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Grundpfeiler der AML-Governance. Wenn Mitglieder der Internen Revision zuvor beratend an der Implementierung eines Systems beteiligt waren, entsteht ein Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Daher müssen für die Prüfung Mitarbeiter eingesetzt werden, die nicht an der Gestaltung beteiligt waren. Zudem muss die Interne Revision ihre Stichprobenmethodik und -auswahl völlig autonom festlegen. Zwar kann die Risikobewertung der zweiten Linie als Informationsquelle dienen, die finale Entscheidung über den Prüfungsumfang und die Testobjekte muss jedoch unabhängig bleiben, um die Objektivität der Prüfungsergebnisse zu gewährleisten und den Anforderungen internationaler Standards wie denen der FATF oder des Wolfsberg-Forums gerecht zu werden.
Falsch: Der Vorschlag, Stichproben gemeinsam mit dem Geldwäschebeauftragten (MLRO) festzulegen, würde die Objektivität untergraben, da die geprüfte Funktion (zweite Linie) nicht kontrollieren darf, welche Bereiche die Revision untersucht. Die vollständige Übernahme der Ergebnisse der Qualitätssicherung der zweiten Linie als Ersatz für eigene Tests widerspricht der Aufgabe der dritten Linie, eine eigenständige und unabhängige Bestätigung (Assurance) zu liefern. Eine bloße zeitliche Verschiebung der Prüfung löst den personellen Interessenkonflikt nicht auf, falls dieselben Mitarbeiter prüfen würden, und lässt zudem ein potenzielles Risiko im neuen System über einen zu langen Zeitraum unentdeckt.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss sowohl personelle Befangenheiten durch strikte Aufgabentrennung vermeiden als auch die methodische Hoheit über die Stichprobenauswahl wahren, um ihre Unabhängigkeit gegenüber der ersten und zweiten Linie zu garantieren.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein Grundpfeiler der AML-Governance. Wenn Mitglieder der Internen Revision zuvor beratend an der Implementierung eines Systems beteiligt waren, entsteht ein Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Daher müssen für die Prüfung Mitarbeiter eingesetzt werden, die nicht an der Gestaltung beteiligt waren. Zudem muss die Interne Revision ihre Stichprobenmethodik und -auswahl völlig autonom festlegen. Zwar kann die Risikobewertung der zweiten Linie als Informationsquelle dienen, die finale Entscheidung über den Prüfungsumfang und die Testobjekte muss jedoch unabhängig bleiben, um die Objektivität der Prüfungsergebnisse zu gewährleisten und den Anforderungen internationaler Standards wie denen der FATF oder des Wolfsberg-Forums gerecht zu werden.
Falsch: Der Vorschlag, Stichproben gemeinsam mit dem Geldwäschebeauftragten (MLRO) festzulegen, würde die Objektivität untergraben, da die geprüfte Funktion (zweite Linie) nicht kontrollieren darf, welche Bereiche die Revision untersucht. Die vollständige Übernahme der Ergebnisse der Qualitätssicherung der zweiten Linie als Ersatz für eigene Tests widerspricht der Aufgabe der dritten Linie, eine eigenständige und unabhängige Bestätigung (Assurance) zu liefern. Eine bloße zeitliche Verschiebung der Prüfung löst den personellen Interessenkonflikt nicht auf, falls dieselben Mitarbeiter prüfen würden, und lässt zudem ein potenzielles Risiko im neuen System über einen zu langen Zeitraum unentdeckt.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss sowohl personelle Befangenheiten durch strikte Aufgabentrennung vermeiden als auch die methodische Hoheit über die Stichprobenauswahl wahren, um ihre Unabhängigkeit gegenüber der ersten und zweiten Linie zu garantieren.
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Question 22 of 30
22. Question
Ein mittelgroßes Finanzinstitut führt eine umfassende Prüfung seines AML-Programms durch. Der aktuelle Leiter der Internen Revision (Chief Audit Officer) war bis vor sieben Monaten als Geldwäschebeauftragter (MLRO) tätig und hat in dieser Zeit die Implementierung und Kalibrierung des neuen Transaktionsüberwachungssystems (TMS) geleitet. Dieses System ist nun ein zentraler Bestandteil des aktuellen Prüfungsplans. Welche Vorgehensweise ist am besten geeignet, um die Anforderungen an die Unabhängigkeit und Objektivität der dritten Verteidigungslinie zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein essenzieller Bestandteil der Corporate Governance. Gemäß internationalen Prüfungsstandards und AML-Regularien darf ein interner Prüfer keine Funktionen oder Kontrollen auditieren, für die er in der jüngeren Vergangenheit (in der Regel innerhalb der letzten 12 Monate) operative Verantwortung getragen hat. Da der Leiter der Revision das System selbst implementiert hat, bestünde bei einer Prüfung durch ihn ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Die Delegation an eine unbefangene Person und die direkte Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Vorstands stellt sicher, dass die Objektivität gewahrt bleibt und die Ergebnisse nicht durch frühere Managemententscheidungen beeinflusst werden.
Falsch: Die Nutzung von Fachwissen aus einer früheren Rolle darf niemals die Objektivität der Prüfung untergraben; eine bloße Offenlegung im Bericht reicht nicht aus, um die Befangenheit bei einer Selbstprüfung zu heilen. Eine Verschiebung der Prüfung ist keine angemessene Lösung, da dies zu einer Überwachungslücke führen würde, die das Institut unnötigen Geldwäsche- und Sanktionsrisiken aussetzt. Maßnahmen der Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie (Compliance) sind zwar wichtig für das Risikomanagement, können aber die gesetzlich geforderte unabhängige Prüfung durch die dritte Linie nicht ersetzen, da sie Teil des zu prüfenden Kontrollgefüges sind.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss strikt von operativen Tätigkeiten getrennt sein, wobei Prüfer von der Evaluierung jener Bereiche ausgeschlossen werden müssen, für die sie kürzlich selbst verantwortlich waren.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie ist ein essenzieller Bestandteil der Corporate Governance. Gemäß internationalen Prüfungsstandards und AML-Regularien darf ein interner Prüfer keine Funktionen oder Kontrollen auditieren, für die er in der jüngeren Vergangenheit (in der Regel innerhalb der letzten 12 Monate) operative Verantwortung getragen hat. Da der Leiter der Revision das System selbst implementiert hat, bestünde bei einer Prüfung durch ihn ein erheblicher Interessenkonflikt (Selbstprüfungsverbot). Die Delegation an eine unbefangene Person und die direkte Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Vorstands stellt sicher, dass die Objektivität gewahrt bleibt und die Ergebnisse nicht durch frühere Managemententscheidungen beeinflusst werden.
Falsch: Die Nutzung von Fachwissen aus einer früheren Rolle darf niemals die Objektivität der Prüfung untergraben; eine bloße Offenlegung im Bericht reicht nicht aus, um die Befangenheit bei einer Selbstprüfung zu heilen. Eine Verschiebung der Prüfung ist keine angemessene Lösung, da dies zu einer Überwachungslücke führen würde, die das Institut unnötigen Geldwäsche- und Sanktionsrisiken aussetzt. Maßnahmen der Qualitätssicherung durch die zweite Verteidigungslinie (Compliance) sind zwar wichtig für das Risikomanagement, können aber die gesetzlich geforderte unabhängige Prüfung durch die dritte Linie nicht ersetzen, da sie Teil des zu prüfenden Kontrollgefüges sind.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss strikt von operativen Tätigkeiten getrennt sein, wobei Prüfer von der Evaluierung jener Bereiche ausgeschlossen werden müssen, für die sie kürzlich selbst verantwortlich waren.
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Question 23 of 30
23. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat vor kurzem sein System zur Transaktionsüberwachung (TMS) aktualisiert, um neue regulatorische Anforderungen an die Erkennung von Kryptowährungs-Typologien zu erfüllen. Während der jährlichen AML-Prüfung schlägt der Compliance-Beauftragte vor, dass die interne Revision eine Liste von 100 ‘best-practice’ bearbeiteten Alarmen verwendet, um die Effizienz der neuen Kontrollen zu testen. Das Revisionsteam stellt jedoch fest, dass es keine formale Abstimmung zwischen den IT-Spezialisten und der Compliance-Abteilung bei der Schwellenwertfestlegung gab. Welche Maßnahme sollte die interne Revision ergreifen, um eine effektive Prüfung der dritten Verteidigungslinie gemäß den internationalen Standards zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
Incorrect
Richtig: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie (Internal Audit) ist ein Kernprinzip der AML-Governance. Um eine objektive Beurteilung abzugeben, muss die interne Revision ihre Stichproben autonom und auf Basis einer eigenen Risikobewertung ziehen. Die Einbeziehung von Rohdaten sowie die Untersuchung von sowohl eskalierten als auch abgeschlossenen Alarmen (einschließlich potenzieller False Positives) ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Systemparameter und die Qualität der Entscheidungsfindung der zweiten Verteidigungslinie ohne Voreingenommenheit zu validieren.
Falsch: Die Annahme einer vom Fachbereich (2nd Line) vorselektierten Stichprobe stellt eine erhebliche Gefährdung der Prüfungsunabhängigkeit dar, da das Risiko besteht, dass nur unproblematische Fälle präsentiert werden. Eine reine Qualitätssicherung (Quality Assurance) ist zudem eine Kontrollfunktion der zweiten Linie und unterscheidet sich von der unabhängigen Prüfung der dritten Linie, die das gesamte Kontrollgerüst bewerten muss. Das Delegieren der Verantwortung an externe Prüfer oder die Einschränkung des Prüfungsumfangs durch das Management widerspricht den internationalen Standards (wie den FATF-Empfehlungen und Wolfsberg-Prinzipien), die eine eigenständige und umfassende interne Revisionsfunktion fordern.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss ihre Unabhängigkeit durch eine eigenständige, risikobasierte Stichprobenauswahl wahren und darf sich nicht auf die Vorauswahl der zu prüfenden Geschäftsbereiche verlassen.
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Question 24 of 30
24. Question
Ein internationales Finanzinstitut hat kürzlich sein automatisiertes Transaktionsüberwachungssystem (TMS) umfassend aktualisiert, um neuen regulatorischen Anforderungen an die Erkennung von Kryptowährungs-Typologien gerecht zu werden. Die Compliance-Abteilung (zweite Verteidigungslinie) hat bereits eine detaillierte Qualitätssicherungsprüfung (Quality Assurance) durchgeführt, um die Kalibrierung der neuen Szenarien zu validieren. Der Leiter der internen Revision bereitet nun die jährliche AML-Prüfung vor. Welcher der folgenden Ansätze entspricht am besten den Anforderungen an die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie und die Effektivität des AML-Prüfungsprozesses?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Während die Revision die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) der zweiten Verteidigungslinie als Informationsquelle nutzen kann, darf sie diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine kritische Bewertung der QA-Methodik kombiniert mit eigenständigen Stichproben stellt sicher, dass die Revision ihre Objektivität wahrt und dem Vorstand eine fundierte, unabhängige Sicherheit über die tatsächliche operative Wirksamkeit der Kontrollen bietet, wie es die internationalen Standards und die FATF-Empfehlungen fordern.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigene Verifizierung übernimmt, untergräbt die Kernfunktion der dritten Verteidigungslinie als unabhängige Kontrollinstanz und führt zu einem Mangel an objektiver Sicherheit. Die Delegation von Prüfungsaufgaben an die Compliance-Abteilung ist unzulässig, da die zweite Linie nicht ihre eigenen Überwachungsprozesse auditieren kann, ohne die Gewaltenteilung innerhalb des Drei-Linien-Modells zu verletzen. Die aktive Beteiligung an der Gestaltung von Systemparametern oder Schwellenwerten stellt einen Interessenkonflikt dar (Selbstprüfungsverbot), da der Auditor zu einem späteren Zeitpunkt die Wirksamkeit seiner eigenen Design-Entscheidungen bewerten müsste, was die Unabhängigkeit gefährdet.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der internen Revision wird dadurch gewahrt, dass sie die Arbeit der zweiten Verteidigungslinie zwar als Input nutzt, aber stets eine eigenständige, risikobasierte Validierung der Kontrolleffektivität durchführt.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens verantwortlich. Während die Revision die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) der zweiten Verteidigungslinie als Informationsquelle nutzen kann, darf sie diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine kritische Bewertung der QA-Methodik kombiniert mit eigenständigen Stichproben stellt sicher, dass die Revision ihre Objektivität wahrt und dem Vorstand eine fundierte, unabhängige Sicherheit über die tatsächliche operative Wirksamkeit der Kontrollen bietet, wie es die internationalen Standards und die FATF-Empfehlungen fordern.
Falsch: Ein Ansatz, der die Ergebnisse der zweiten Verteidigungslinie ohne eigene Verifizierung übernimmt, untergräbt die Kernfunktion der dritten Verteidigungslinie als unabhängige Kontrollinstanz und führt zu einem Mangel an objektiver Sicherheit. Die Delegation von Prüfungsaufgaben an die Compliance-Abteilung ist unzulässig, da die zweite Linie nicht ihre eigenen Überwachungsprozesse auditieren kann, ohne die Gewaltenteilung innerhalb des Drei-Linien-Modells zu verletzen. Die aktive Beteiligung an der Gestaltung von Systemparametern oder Schwellenwerten stellt einen Interessenkonflikt dar (Selbstprüfungsverbot), da der Auditor zu einem späteren Zeitpunkt die Wirksamkeit seiner eigenen Design-Entscheidungen bewerten müsste, was die Unabhängigkeit gefährdet.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der internen Revision wird dadurch gewahrt, dass sie die Arbeit der zweiten Verteidigungslinie zwar als Input nutzt, aber stets eine eigenständige, risikobasierte Validierung der Kontrolleffektivität durchführt.
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Question 25 of 30
25. Question
Während der Feldarbeitsphase einer risikobasierten AML-Prüfung stellt der leitende Revisionsleiter fest, dass der Geldwäschebeauftragte (AML Officer) aufgrund eines kurzfristigen Personalengpasses vorübergehend auch die Leitung der Onboarding-Abteilung für Firmenkunden übernommen hat. Damit verantwortet dieselbe Person sowohl die operative Annahme von Kunden als auch deren Überwachung und Compliance-Prüfung. Welches Vorgehen des Revisionsleiters ist im Hinblick auf die Rollen der drei Verteidigungslinien am angemessensten?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, die Interne Revision, hat die Aufgabe, die Wirksamkeit und Integrität des gesamten AML-Governance-Rahmens unabhängig zu bewerten. Wenn der Geldwäschebeauftragte (zweite Linie) gleichzeitig operative Aufgaben in der ersten Linie (Onboarding) übernimmt, liegt ein schwerwiegender Verstoß gegen das Prinzip der Funktionstrennung vor. Der Revisionsleiter muss diesen Interessenkonflikt formal dokumentieren und im Prüfungsbericht bewerten, da die Objektivität der Überwachung durch die zweite Linie nicht mehr gewährleistet ist. Dies entspricht den internationalen Standards für die interne Revision und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle.
Falsch: Die Anweisung an den Geldwäschebeauftragten, die operative Leitung sofort niederzulegen, überschreitet die Befugnisse der Internen Revision, da diese keine direkten operativen Weisungsrechte gegenüber dem Management besitzt. Die Unterbrechung der Prüfung ist nicht angemessen, da die Revision gerade in solchen Krisenzeiten den aktuellen Zustand dokumentieren und die Risiken für den Vorstand aufzeigen muss. Eine Beschränkung der Stichproben auf den Zeitraum vor der Personalunion würde die aktuellen, erhöhten Risiken ignorieren und somit die Sorgfaltspflicht der Revision verletzen, ein vollständiges Bild der Kontrollumgebung zu zeichnen.
Kernaussage: Die Interne Revision muss die strikte Einhaltung der Funktionstrennung zwischen den Verteidigungslinien sicherstellen und jegliche Aufweichung dieser Strukturen als signifikantes Governance-Risiko im Prüfungsbericht adressieren.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, die Interne Revision, hat die Aufgabe, die Wirksamkeit und Integrität des gesamten AML-Governance-Rahmens unabhängig zu bewerten. Wenn der Geldwäschebeauftragte (zweite Linie) gleichzeitig operative Aufgaben in der ersten Linie (Onboarding) übernimmt, liegt ein schwerwiegender Verstoß gegen das Prinzip der Funktionstrennung vor. Der Revisionsleiter muss diesen Interessenkonflikt formal dokumentieren und im Prüfungsbericht bewerten, da die Objektivität der Überwachung durch die zweite Linie nicht mehr gewährleistet ist. Dies entspricht den internationalen Standards für die interne Revision und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle.
Falsch: Die Anweisung an den Geldwäschebeauftragten, die operative Leitung sofort niederzulegen, überschreitet die Befugnisse der Internen Revision, da diese keine direkten operativen Weisungsrechte gegenüber dem Management besitzt. Die Unterbrechung der Prüfung ist nicht angemessen, da die Revision gerade in solchen Krisenzeiten den aktuellen Zustand dokumentieren und die Risiken für den Vorstand aufzeigen muss. Eine Beschränkung der Stichproben auf den Zeitraum vor der Personalunion würde die aktuellen, erhöhten Risiken ignorieren und somit die Sorgfaltspflicht der Revision verletzen, ein vollständiges Bild der Kontrollumgebung zu zeichnen.
Kernaussage: Die Interne Revision muss die strikte Einhaltung der Funktionstrennung zwischen den Verteidigungslinien sicherstellen und jegliche Aufweichung dieser Strukturen als signifikantes Governance-Risiko im Prüfungsbericht adressieren.
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Question 26 of 30
26. Question
Während der jährlichen AML-Prüfung einer mittelgroßen Universalbank schlägt der Chief Compliance Officer (CCO) dem internen Revisionsteam vor, die Ergebnisse der bankinternen Qualitätssicherung (Quality Assurance – QA) der letzten sechs Monate direkt zu übernehmen. Die QA-Abteilung, die der Compliance-Funktion untersteht, hat bereits detaillierte Stichproben im KYC-Bereich durchgeführt und Schwachstellen identifiziert. Der CCO argumentiert, dass eine erneute Prüfung dieser Stichproben durch die Revision eine ineffiziente Doppelarbeit darstelle. Wie sollte der Leiter der internen Revision reagieren, um die Anforderungen an die dritte Verteidigungslinie und die Unabhängigkeit der Prüfung zu wahren?
Correct
Richtig: Die interne Revision fungiert als dritte Verteidigungslinie und hat die Aufgabe, eine unabhängige und objektive Prüfung der ersten beiden Verteidigungslinien (operativer Betrieb und Compliance/Risikomanagement) durchzuführen. Während die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) aus der zweiten Linie als wertvolle Indikatoren für die Risikoorientierung der Prüfung dienen können, darf die Revision diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine eigenständige Validierung ist essenziell, um die Wirksamkeit der Kontrollen sowie die Zuverlässigkeit der Überwachungsfunktionen der zweiten Linie selbst zu beurteilen. Dies entspricht den internationalen Standards für die berufliche Praxis der internen Revision und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle.
Falsch: Die bloße Übernahme von Ergebnissen der zweiten Verteidigungslinie würde die Unabhängigkeit und den Wert der dritten Linie untergraben, da die Revision dann lediglich die Arbeit der Compliance-Abteilung repliziert, anstatt sie kritisch zu hinterfragen. Die Integration von QA-Mitarbeitern in das Revisionsteam schafft einen unmittelbaren Interessenkonflikt, da Personen nicht ihre eigene Arbeit oder die Prozesse ihrer eigenen Abteilung objektiv prüfen können. Die vollständige Ablehnung der Einsicht in QA-Unterlagen ist ebenfalls nicht korrekt, da die Revision die Effektivität der zweiten Linie beurteilen muss; die Meldung an den Aufsichtsrat als versuchte Einflussnahme wäre in diesem Stadium eine Überreaktion, da der Austausch über Prüfungsansätze ein normaler Teil der Governance-Kommunikation ist, solange die Unabhängigkeit gewahrt bleibt.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss die Arbeit der zweiten Linie unabhängig validieren und darf sich nicht auf deren Ergebnisse verlassen, um die Integrität des AML-Prüfungsprozesses zu gewährleisten.
Incorrect
Richtig: Die interne Revision fungiert als dritte Verteidigungslinie und hat die Aufgabe, eine unabhängige und objektive Prüfung der ersten beiden Verteidigungslinien (operativer Betrieb und Compliance/Risikomanagement) durchzuführen. Während die Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) aus der zweiten Linie als wertvolle Indikatoren für die Risikoorientierung der Prüfung dienen können, darf die Revision diese nicht ungeprüft übernehmen. Eine eigenständige Validierung ist essenziell, um die Wirksamkeit der Kontrollen sowie die Zuverlässigkeit der Überwachungsfunktionen der zweiten Linie selbst zu beurteilen. Dies entspricht den internationalen Standards für die berufliche Praxis der internen Revision und den FATF-Empfehlungen zur internen Kontrolle.
Falsch: Die bloße Übernahme von Ergebnissen der zweiten Verteidigungslinie würde die Unabhängigkeit und den Wert der dritten Linie untergraben, da die Revision dann lediglich die Arbeit der Compliance-Abteilung repliziert, anstatt sie kritisch zu hinterfragen. Die Integration von QA-Mitarbeitern in das Revisionsteam schafft einen unmittelbaren Interessenkonflikt, da Personen nicht ihre eigene Arbeit oder die Prozesse ihrer eigenen Abteilung objektiv prüfen können. Die vollständige Ablehnung der Einsicht in QA-Unterlagen ist ebenfalls nicht korrekt, da die Revision die Effektivität der zweiten Linie beurteilen muss; die Meldung an den Aufsichtsrat als versuchte Einflussnahme wäre in diesem Stadium eine Überreaktion, da der Austausch über Prüfungsansätze ein normaler Teil der Governance-Kommunikation ist, solange die Unabhängigkeit gewahrt bleibt.
Kernaussage: Die dritte Verteidigungslinie muss die Arbeit der zweiten Linie unabhängig validieren und darf sich nicht auf deren Ergebnisse verlassen, um die Integrität des AML-Prüfungsprozesses zu gewährleisten.
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Question 27 of 30
27. Question
Ein mittelgroßes Finanzinstitut hat vor sechs Monaten ein neues System zur Transaktionsüberwachung (TMS) implementiert. Die Compliance-Abteilung, die als zweite Verteidigungslinie fungiert, hat kürzlich eine umfassende Qualitätssicherung der Systemparameter und der Schwellenwertoptimierung abgeschlossen. Im Rahmen der jährlichen risikobasierten Prüfungsplanung bereitet die interne Revision nun eine unabhängige Prüfung des AML-Programms vor. Welcher Ansatz der internen Revision gewährleistet die höchste Wirksamkeit und wahrt gleichzeitig die notwendige Unabhängigkeit in Bezug auf das neue System?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie hat die Aufgabe, die Wirksamkeit der Kontrollen der ersten und zweiten Linie unabhängig zu beurteilen. Durch die Evaluierung der Methodik der zweiten Linie und die Durchführung eigener, risikobasierter Stichproben stellt die Revision sicher, dass das Kontrollumfeld robust ist. Dies steht im Einklang mit internationalen Standards wie den FATF-Empfehlungen, die eine unabhängige Prüfungsfunktion fordern, die sowohl das Design als auch die operative Wirksamkeit des AML-Programms validiert, ohne die operative Verantwortung für die Kontrollgestaltung zu übernehmen.
Falsch: Sich ausschließlich auf die Berichte der zweiten Linie zu verlassen, widerspricht dem Gebot der Unabhängigkeit und der objektiven Urteilsbildung, da die Revision eine eigenständige Prüfungssicherheit bieten muss. Eine aktive Beteiligung an der Neukalibrierung von Systemparametern würde die Revision in eine operative Rolle drängen und einen schwerwiegenden Interessenkonflikt bei zukünftigen Prüfungen erzeugen (Selbstprüfungsverbot). Eine vollständige Duplizierung aller Tests der zweiten Linie ohne Berücksichtigung deren Methodik ist ineffizient und verkennt die Rolle der Revision, die auch die Angemessenheit der Überwachungsfunktion der zweiten Linie als Ganzes bewerten muss.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie wird gewahrt, indem sie die Kontrollprozesse der zweiten Linie kritisch hinterfragt und durch eigene Stichproben validiert, anstatt operative Aufgaben zu übernehmen oder Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie hat die Aufgabe, die Wirksamkeit der Kontrollen der ersten und zweiten Linie unabhängig zu beurteilen. Durch die Evaluierung der Methodik der zweiten Linie und die Durchführung eigener, risikobasierter Stichproben stellt die Revision sicher, dass das Kontrollumfeld robust ist. Dies steht im Einklang mit internationalen Standards wie den FATF-Empfehlungen, die eine unabhängige Prüfungsfunktion fordern, die sowohl das Design als auch die operative Wirksamkeit des AML-Programms validiert, ohne die operative Verantwortung für die Kontrollgestaltung zu übernehmen.
Falsch: Sich ausschließlich auf die Berichte der zweiten Linie zu verlassen, widerspricht dem Gebot der Unabhängigkeit und der objektiven Urteilsbildung, da die Revision eine eigenständige Prüfungssicherheit bieten muss. Eine aktive Beteiligung an der Neukalibrierung von Systemparametern würde die Revision in eine operative Rolle drängen und einen schwerwiegenden Interessenkonflikt bei zukünftigen Prüfungen erzeugen (Selbstprüfungsverbot). Eine vollständige Duplizierung aller Tests der zweiten Linie ohne Berücksichtigung deren Methodik ist ineffizient und verkennt die Rolle der Revision, die auch die Angemessenheit der Überwachungsfunktion der zweiten Linie als Ganzes bewerten muss.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie wird gewahrt, indem sie die Kontrollprozesse der zweiten Linie kritisch hinterfragt und durch eigene Stichproben validiert, anstatt operative Aufgaben zu übernehmen oder Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen.
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Question 28 of 30
28. Question
Während einer jährlichen AML-Prüfung in einer mittelgroßen Universalbank schlägt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) vor, dass das interne Revisionsteam die Ergebnisse der monatlichen Qualitätssicherungstests (Quality Assurance – QA) der Compliance-Abteilung als primäre Grundlage für die Bewertung der Wirksamkeit der Transaktionsüberwachung heranzieht. Der MLRO argumentiert, dass dies die Effizienz steigere und Doppelarbeit vermeide, da die QA-Prozesse bereits detaillierte Stichprobenprüfungen der Alarme beinhalten. Wie sollte der interne Revisionsleiter reagieren, um die Standards der dritten Verteidigungslinie und die Unabhängigkeit der Prüfung zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist regulatorisch dazu verpflichtet, eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens abzugeben. Dies schließt die Überprüfung der zweiten Verteidigungslinie (Compliance und Qualitätssicherung) ausdrücklich ein. Eine bloße Übernahme der Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) als primäre Prüfungsbasis würde die Unabhängigkeit untergraben und die Revision daran hindern, die Effektivität der QA selbst zu beurteilen. Unabhängige Stichproben und eigene Feldarbeit sind essenziell, um den Anforderungen internationaler Standards wie der FATF und nationaler Aufsichtsbehörden an eine funktionsfähige dritte Verteidigungslinie gerecht zu werden.
Falsch: Der Ansatz, die Prüfung nur auf nicht von der QA abgedeckte Bereiche zu beschränken, ist falsch, da gerade die risikoreichen Kernbereiche einer unabhängigen Validierung bedürfen. Eine begrenzte Validierung nur bei Unstimmigkeiten in den QA-Berichten reicht nicht aus, um ein eigenständiges Prüfungsurteil über die operative Wirksamkeit zu bilden. Die Integration von QA-Mitarbeitern in das Revisionsteam stellt einen direkten Interessenkonflikt dar, da die Unabhängigkeit der Prüfer gewahrt bleiben muss und Personen nicht ihre eigene Arbeit oder die Prozesse ihrer eigenen Abteilung (zweite Linie) im Rahmen einer Revisionsprüfung auditieren dürfen.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Validierung der Kontrollwirksamkeit durch eigene Tests, anstatt sich ausschließlich auf die Kontrollaktivitäten der zweiten Verteidigungslinie zu verlassen.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie (Interne Revision) ist regulatorisch dazu verpflichtet, eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des gesamten AML-Kontrollrahmens abzugeben. Dies schließt die Überprüfung der zweiten Verteidigungslinie (Compliance und Qualitätssicherung) ausdrücklich ein. Eine bloße Übernahme der Ergebnisse der Qualitätssicherung (QA) als primäre Prüfungsbasis würde die Unabhängigkeit untergraben und die Revision daran hindern, die Effektivität der QA selbst zu beurteilen. Unabhängige Stichproben und eigene Feldarbeit sind essenziell, um den Anforderungen internationaler Standards wie der FATF und nationaler Aufsichtsbehörden an eine funktionsfähige dritte Verteidigungslinie gerecht zu werden.
Falsch: Der Ansatz, die Prüfung nur auf nicht von der QA abgedeckte Bereiche zu beschränken, ist falsch, da gerade die risikoreichen Kernbereiche einer unabhängigen Validierung bedürfen. Eine begrenzte Validierung nur bei Unstimmigkeiten in den QA-Berichten reicht nicht aus, um ein eigenständiges Prüfungsurteil über die operative Wirksamkeit zu bilden. Die Integration von QA-Mitarbeitern in das Revisionsteam stellt einen direkten Interessenkonflikt dar, da die Unabhängigkeit der Prüfer gewahrt bleiben muss und Personen nicht ihre eigene Arbeit oder die Prozesse ihrer eigenen Abteilung (zweite Linie) im Rahmen einer Revisionsprüfung auditieren dürfen.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Validierung der Kontrollwirksamkeit durch eigene Tests, anstatt sich ausschließlich auf die Kontrollaktivitäten der zweiten Verteidigungslinie zu verlassen.
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Question 29 of 30
29. Question
Während der Planungsphase für die jährliche AML-Prüfung tritt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) an das interne Revisionsteam heran. Er schlägt vor, dass die Revision die Testskripte und Stichprobenmethodiken der Compliance-Qualitätssicherung (QA) übernimmt, die erst vor drei Monaten eine umfassende Überprüfung durchgeführt hat. Der MLRO argumentiert, dass dies Doppelarbeit vermeidet, Ressourcen schont und eine konsistente Bewertung der Kontrollumgebung sicherstellt. Wie sollte der Leiter der internen Revision reagieren, um die Integrität der dritten Verteidigungslinie zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine vollkommen unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie vornehmen. Eine Übernahme von Testskripten oder Stichprobenplänen der zweiten Linie (Compliance/Qualitätssicherung) würde die methodische Unabhängigkeit untergraben, da die Revision in diesem Fall lediglich die Prozesse der zweiten Linie repliziert, anstatt deren Angemessenheit und Wirksamkeit kritisch zu hinterfragen. Gemäß den FATF-Empfehlungen und den Wolfsberg-Prinzipien muss die unabhängige Prüfung in der Lage sein, Schwachstellen zu identifizieren, die von der Compliance-Funktion möglicherweise übersehen wurden.
Falsch: Die Beschränkung der Prüfung auf bereits von der Compliance-Abteilung identifizierte Mängel ist unzureichend, da die Revision das gesamte AML-Programm auf unentdeckte Risiken prüfen muss. Eine bloße Vergrößerung der Stichprobe unter Verwendung derselben Methodik der zweiten Linie löst nicht das Problem der mangelnden methodischen Unabhängigkeit; wenn die ursprüngliche Testlogik fehlerhaft war, bleibt sie es auch bei einer größeren Stichprobe. Die Sicherstellung der hierarchischen Berichterstattung an den Vorstand ist zwar eine strukturelle Voraussetzung für Unabhängigkeit, rechtfertigt jedoch nicht den Verzicht auf eine eigenständige operative Prüfungsplanung und Testdurchführung.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihre Prüfungsansätze und Stichproben unabhängig von der zweiten Verteidigungslinie entwickeln, um eine objektive und kritische Überwachung des AML-Kontrollrahmens zu gewährleisten.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine vollkommen unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit der ersten und zweiten Verteidigungslinie vornehmen. Eine Übernahme von Testskripten oder Stichprobenplänen der zweiten Linie (Compliance/Qualitätssicherung) würde die methodische Unabhängigkeit untergraben, da die Revision in diesem Fall lediglich die Prozesse der zweiten Linie repliziert, anstatt deren Angemessenheit und Wirksamkeit kritisch zu hinterfragen. Gemäß den FATF-Empfehlungen und den Wolfsberg-Prinzipien muss die unabhängige Prüfung in der Lage sein, Schwachstellen zu identifizieren, die von der Compliance-Funktion möglicherweise übersehen wurden.
Falsch: Die Beschränkung der Prüfung auf bereits von der Compliance-Abteilung identifizierte Mängel ist unzureichend, da die Revision das gesamte AML-Programm auf unentdeckte Risiken prüfen muss. Eine bloße Vergrößerung der Stichprobe unter Verwendung derselben Methodik der zweiten Linie löst nicht das Problem der mangelnden methodischen Unabhängigkeit; wenn die ursprüngliche Testlogik fehlerhaft war, bleibt sie es auch bei einer größeren Stichprobe. Die Sicherstellung der hierarchischen Berichterstattung an den Vorstand ist zwar eine strukturelle Voraussetzung für Unabhängigkeit, rechtfertigt jedoch nicht den Verzicht auf eine eigenständige operative Prüfungsplanung und Testdurchführung.
Kernaussage: Die interne Revision muss ihre Prüfungsansätze und Stichproben unabhängig von der zweiten Verteidigungslinie entwickeln, um eine objektive und kritische Überwachung des AML-Kontrollrahmens zu gewährleisten.
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Question 30 of 30
30. Question
Ein global agierendes Kreditinstitut führt seine jährliche unabhängige AML-Prüfung durch. Während der Planungsphase schlägt der Geldwäschebeauftragte (AML Officer) vor, dass die interne Revision die bereits bestehenden Testskripte und Ergebnisse der Quality Assurance (QA) aus der zweiten Verteidigungslinie übernimmt, um Doppelarbeit zu vermeiden und eine konsistente Bewertung der Transaktionsüberwachung sicherzustellen. Wie sollte die interne Revision reagieren, um die regulatorischen Anforderungen an die dritte Verteidigungslinie und die Unabhängigkeit der Prüfung zu wahren?
Correct
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des AML-Programms vornehmen. Eine ungeprüfte Übernahme von Testskripten oder Ergebnissen der zweiten Verteidigungslinie (Compliance/QA) würde die notwendige Unabhängigkeit untergraben. Die Revision muss entweder eigene, risikobasierte Prüfungsansätze wählen oder die Arbeit der zweiten Linie durch eine detaillierte Validierung kritisch hinterfragen, um sicherzustellen, dass keine blinden Flecken bestehen und die Kontrollen tatsächlich wie vorgesehen funktionieren.
Falsch: Der Ansatz, Testparameter lediglich zur Effizienzsteigerung zu übernehmen, vernachlässigt die Kontrollfunktion der Revision gegenüber der zweiten Linie und gefährdet die Objektivität des Prüfungsurteils. Eine Beschränkung der Prüfung auf die reine Prozessüberwachung der QA ohne eigene Stichprobenprüfungen im operativen System ist unzureichend, da die Revision die tatsächliche Wirksamkeit der Kontrollen bestätigen muss. Eine sofortige Meldung an die Aufsichtsbehörde ohne internen Eskalationsprozess oder fachlichen Diskurs ist unverhältnismäßig und entspricht nicht der professionellen Praxis im Umgang mit Managementvorschlägen während der Prüfungsplanung.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Methodik und kritische Validierung, um eine objektive Überwachung der ersten beiden Verteidigungslinien zu gewährleisten.
Incorrect
Richtig: Die dritte Verteidigungslinie, repräsentiert durch die interne Revision, muss eine unabhängige und objektive Bewertung der Wirksamkeit des AML-Programms vornehmen. Eine ungeprüfte Übernahme von Testskripten oder Ergebnissen der zweiten Verteidigungslinie (Compliance/QA) würde die notwendige Unabhängigkeit untergraben. Die Revision muss entweder eigene, risikobasierte Prüfungsansätze wählen oder die Arbeit der zweiten Linie durch eine detaillierte Validierung kritisch hinterfragen, um sicherzustellen, dass keine blinden Flecken bestehen und die Kontrollen tatsächlich wie vorgesehen funktionieren.
Falsch: Der Ansatz, Testparameter lediglich zur Effizienzsteigerung zu übernehmen, vernachlässigt die Kontrollfunktion der Revision gegenüber der zweiten Linie und gefährdet die Objektivität des Prüfungsurteils. Eine Beschränkung der Prüfung auf die reine Prozessüberwachung der QA ohne eigene Stichprobenprüfungen im operativen System ist unzureichend, da die Revision die tatsächliche Wirksamkeit der Kontrollen bestätigen muss. Eine sofortige Meldung an die Aufsichtsbehörde ohne internen Eskalationsprozess oder fachlichen Diskurs ist unverhältnismäßig und entspricht nicht der professionellen Praxis im Umgang mit Managementvorschlägen während der Prüfungsplanung.
Kernaussage: Die Unabhängigkeit der dritten Verteidigungslinie erfordert eine eigenständige Methodik und kritische Validierung, um eine objektive Überwachung der ersten beiden Verteidigungslinien zu gewährleisten.