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Question 1 of 30
1. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen (Digital Wallet) überarbeitet seine Compliance-Richtlinien, um den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den AML-Vorgaben gerecht zu werden. Bei der Gestaltung der Prozesse für das Onboarding und das fortlaufende Transaktionsmonitoring muss das Team zwischen personenbezogenen Daten (PII) und sensiblen personenbezogenen Daten (SPII) unterscheiden. Welcher Aspekt beschreibt die regulatorische Anforderung und das damit verbundene Risiko im Kontext der Datenverarbeitung am genauesten?
Correct
Richtig: Die korrekte Antwort basiert auf den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den Best Practices im Risikomanagement für FinTechs. Sensible personenbezogene Daten (SPII), zu denen biometrische Daten, ethnische Herkunft oder politische Meinungen gehören, unterliegen einem besonderen Schutzregime. Da FinTechs zur Identitätsverifizierung (eKYC) häufig biometrische Merkmale nutzen, müssen sie sicherstellen, dass diese Daten durch verschärfte technische und organisatorische Maßnahmen geschützt sind. Eine Verletzung des Schutzes dieser Daten zieht weitaus schwerwiegendere rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich als bei gewöhnlichen personenbezogenen Daten (PII), weshalb die Rechtsgrundlage für deren Verarbeitung (oft eine ausdrückliche Einwilligung) präzise dokumentiert sein muss.
Falsch: Die Behauptung, dass personenbezogene Daten (PII) nur öffentlich zugängliche Informationen umfassen, ist falsch, da PII jegliche Informationen sind, die eine Person identifizierbar machen, wie etwa private E-Mail-Adressen oder Geburtsdaten. Die Ansicht, dass die Unterscheidung für das Transaktionsmonitoring unerheblich sei, vernachlässigt die gesetzliche Pflicht zum Datenschutz und zur Datensparsamkeit (Privacy by Design). Zudem ist die Einstufung von Daten als SPII kein interner Ermessensspielraum des Geldwäschebeauftragten, sondern durch gesetzliche Rahmenbedingungen wie die DSGVO oder den CCPA fest vorgegeben, um eine einheitliche Schutzwirkung zu entfalten.
Kernaussage: Die korrekte Klassifizierung und der Schutz von SPII sind für FinTechs entscheidend, um sowohl Datenschutzkonformität als auch die Integrität des risikobasierten AML-Ansatzes zu wahren.
Incorrect
Richtig: Die korrekte Antwort basiert auf den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den Best Practices im Risikomanagement für FinTechs. Sensible personenbezogene Daten (SPII), zu denen biometrische Daten, ethnische Herkunft oder politische Meinungen gehören, unterliegen einem besonderen Schutzregime. Da FinTechs zur Identitätsverifizierung (eKYC) häufig biometrische Merkmale nutzen, müssen sie sicherstellen, dass diese Daten durch verschärfte technische und organisatorische Maßnahmen geschützt sind. Eine Verletzung des Schutzes dieser Daten zieht weitaus schwerwiegendere rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich als bei gewöhnlichen personenbezogenen Daten (PII), weshalb die Rechtsgrundlage für deren Verarbeitung (oft eine ausdrückliche Einwilligung) präzise dokumentiert sein muss.
Falsch: Die Behauptung, dass personenbezogene Daten (PII) nur öffentlich zugängliche Informationen umfassen, ist falsch, da PII jegliche Informationen sind, die eine Person identifizierbar machen, wie etwa private E-Mail-Adressen oder Geburtsdaten. Die Ansicht, dass die Unterscheidung für das Transaktionsmonitoring unerheblich sei, vernachlässigt die gesetzliche Pflicht zum Datenschutz und zur Datensparsamkeit (Privacy by Design). Zudem ist die Einstufung von Daten als SPII kein interner Ermessensspielraum des Geldwäschebeauftragten, sondern durch gesetzliche Rahmenbedingungen wie die DSGVO oder den CCPA fest vorgegeben, um eine einheitliche Schutzwirkung zu entfalten.
Kernaussage: Die korrekte Klassifizierung und der Schutz von SPII sind für FinTechs entscheidend, um sowohl Datenschutzkonformität als auch die Integrität des risikobasierten AML-Ansatzes zu wahren.
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Question 2 of 30
2. Question
Ein schnell wachsendes FinTech-Unternehmen, das als Zahlungsdienstleister (PSP) agiert, plant seine Dienstleistungen von rein inländischen Transaktionen auf grenzüberschreitende Zahlungen für Firmenkunden in Schwellenländern auszuweiten. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass das aktuelle automatisierte System zur Risikoeinstufung von Kunden primär auf der Dauer der Geschäftstätigkeit und dem Sitz im Inland basiert. Da das Unternehmen nun mit komplexeren Eigentümerstrukturen und höheren geografischen Risiken konfrontiert ist, muss der Compliance-Rahmen angepasst werden. Welcher Schritt ist aus regulatorischer Sicht am wichtigsten, um die Wirksamkeit des risikobasierten Ansatzes während dieser Skalierungsphase zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Ein effektiver risikobasierter Ansatz (RBA) erfordert, dass ein Unternehmen seine Kontrollen und Überwachungsmechanismen proportional zu den identifizierten Risiken gestaltet. Bei einer Expansion in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte muss die Risikobereitschaft (Risk Appetite) formal überprüft und die Gewichtung der Risikoalgorithmen angepasst werden. Dies stellt sicher, dass dynamische Faktoren wie geografische Risiken und veränderte Transaktionsmuster korrekt in die Risikoeinstufung einfließen, was eine zentrale regulatorische Anforderung für FinTechs darstellt, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung proaktiv zu verhindern.
Falsch: Die Beibehaltung bestehender Schwellenwerte bei gleichzeitiger Erhöhung manueller Stichproben ist unzureichend, da sie die systemische Risikoerkennung während des Onboardings vernachlässigt und rein reaktiv wirkt. Eine vollständige Automatisierung durch Drittanbieter ohne interne Anpassung der Risikoparameter führt zu einer gefährlichen Abhängigkeit und ignoriert die Verantwortung des Unternehmens, die eigenen spezifischen Risiken zu definieren. Das pauschale De-risking oder das Warten auf ein jährliches Audit behindert das Geschäftswachstum unnötig und ersetzt nicht die notwendige, zeitnahe Aktualisierung des internen Risikomanagementrahmens bei wesentlichen Geschäftsänderungen.
Kernaussage: Der risikobasierte Ansatz muss bei jeder Skalierung oder Änderung des Geschäftsmodells proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Kontrollintensität stets der aktuellen Risikolage entspricht.
Incorrect
Richtig: Ein effektiver risikobasierter Ansatz (RBA) erfordert, dass ein Unternehmen seine Kontrollen und Überwachungsmechanismen proportional zu den identifizierten Risiken gestaltet. Bei einer Expansion in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte muss die Risikobereitschaft (Risk Appetite) formal überprüft und die Gewichtung der Risikoalgorithmen angepasst werden. Dies stellt sicher, dass dynamische Faktoren wie geografische Risiken und veränderte Transaktionsmuster korrekt in die Risikoeinstufung einfließen, was eine zentrale regulatorische Anforderung für FinTechs darstellt, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung proaktiv zu verhindern.
Falsch: Die Beibehaltung bestehender Schwellenwerte bei gleichzeitiger Erhöhung manueller Stichproben ist unzureichend, da sie die systemische Risikoerkennung während des Onboardings vernachlässigt und rein reaktiv wirkt. Eine vollständige Automatisierung durch Drittanbieter ohne interne Anpassung der Risikoparameter führt zu einer gefährlichen Abhängigkeit und ignoriert die Verantwortung des Unternehmens, die eigenen spezifischen Risiken zu definieren. Das pauschale De-risking oder das Warten auf ein jährliches Audit behindert das Geschäftswachstum unnötig und ersetzt nicht die notwendige, zeitnahe Aktualisierung des internen Risikomanagementrahmens bei wesentlichen Geschäftsänderungen.
Kernaussage: Der risikobasierte Ansatz muss bei jeder Skalierung oder Änderung des Geschäftsmodells proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Kontrollintensität stets der aktuellen Risikolage entspricht.
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Question 3 of 30
3. Question
Betreff: Anpassung unserer Risikobewertung für grenzüberschreitende Zahlungen. Hallo Team, wir haben in den letzten drei Monaten einen Anstieg des Transaktionsvolumens um 40 % bei Nutzern festgestellt, die Gelder aus Jurisdiktionen mit erhöhtem Risiko beziehen. Unsere aktuelle Risikobereitschaft sieht vor, dass wir Innovation fördern, aber regulatorische Compliance priorisieren. Da wir planen, nächste Woche ein neues Peer-to-Peer-Zahlungsfeature einzuführen, müssen wir sicherstellen, dass unser Monitoring-Rahmenwerk robust bleibt. Welches Vorgehen entspricht am ehesten einem risikobasierten Ansatz (RBA) unter Berücksichtigung der aktuellen Situation?
Correct
Richtig: Ein risikobasierter Ansatz (RBA) erfordert, dass ein Institut seine Ressourcen dort konzentriert, wo die Risiken am größten sind. Wenn sich das Transaktionsprofil oder das externe Umfeld ändert, muss die Risikobewertung dynamisch aktualisiert werden. Die Anpassung der Monitoring-Schwellenwerte basierend auf spezifischen Bedrohungsszenarien stellt sicher, dass die Kontrollen verhältnismäßig und effektiv sind, was den Kern der regulatorischen Erwartungen an ein modernes AML-Programm trifft.
Falsch: Die pauschale Sperrung ganzer Regionen wird oft als De-risking bezeichnet und widerspricht dem Grundgedanken des risikobasierten Ansatzes, da sie keine differenzierte Risikosteuerung vornimmt. Das bloße Abwarten bis zum nächsten regulären Prüfungszyklus ist unzureichend, da Compliance-Verantwortliche bei signifikanten Änderungen des Risikoprofils unverzüglich handeln müssen. Eine vollständige manuelle Überprüfung aller Transaktionen ist in einem skalierbaren FinTech-Umfeld operativ nicht tragbar und stellt keine effiziente Nutzung von Compliance-Ressourcen dar.
Kernaussage: Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt die kontinuierliche Kalibrierung von Monitoring-Systemen auf Basis aktueller Risikodaten und spezifischer Bedrohungsszenarien.
Incorrect
Richtig: Ein risikobasierter Ansatz (RBA) erfordert, dass ein Institut seine Ressourcen dort konzentriert, wo die Risiken am größten sind. Wenn sich das Transaktionsprofil oder das externe Umfeld ändert, muss die Risikobewertung dynamisch aktualisiert werden. Die Anpassung der Monitoring-Schwellenwerte basierend auf spezifischen Bedrohungsszenarien stellt sicher, dass die Kontrollen verhältnismäßig und effektiv sind, was den Kern der regulatorischen Erwartungen an ein modernes AML-Programm trifft.
Falsch: Die pauschale Sperrung ganzer Regionen wird oft als De-risking bezeichnet und widerspricht dem Grundgedanken des risikobasierten Ansatzes, da sie keine differenzierte Risikosteuerung vornimmt. Das bloße Abwarten bis zum nächsten regulären Prüfungszyklus ist unzureichend, da Compliance-Verantwortliche bei signifikanten Änderungen des Risikoprofils unverzüglich handeln müssen. Eine vollständige manuelle Überprüfung aller Transaktionen ist in einem skalierbaren FinTech-Umfeld operativ nicht tragbar und stellt keine effiziente Nutzung von Compliance-Ressourcen dar.
Kernaussage: Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt die kontinuierliche Kalibrierung von Monitoring-Systemen auf Basis aktueller Risikodaten und spezifischer Bedrohungsszenarien.
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Question 4 of 30
4. Question
Ein etablierter Zahlungsdienstleister (PSP) plant, sein Geschäftsmodell innerhalb der nächsten sechs Monate durch den Eintritt in drei neue internationale Märkte und die Einführung einer Funktion für grenzüberschreitende Echtzeitzahlungen erheblich zu skalieren. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die derzeitigen Onboarding-Verfahren fast ausschließlich auf automatisierten Abgleichen mit nationalen Identitätsdatenbanken basieren. Angesichts der geplanten Expansion und der damit verbundenen Risiken für Finanzkriminalität, welche Maßnahme ist für die Aufrechterhaltung eines effektiven Compliance-Rahmens am wichtigsten?
Correct
Richtig: Im Rahmen eines risikobasierten Ansatzes ist es zwingend erforderlich, die unternehmensweite Risikobewertung zu aktualisieren, sobald signifikante Änderungen im Geschäftsmodell eintreten, wie etwa der Eintritt in neue geografische Märkte oder die Einführung neuer Produkte. Da grenzüberschreitende Zahlungen und neue Jurisdiktionen das Risikoprofil in Bezug auf Geldwäsche, Sanktionen und Terrorismusfinanzierung grundlegend verändern, müssen die Kontrollmechanismen und Due-Diligence-Anforderungen (CDD/EDD) proaktiv angepasst werden, um den neuen Bedrohungen gerecht zu werden. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an eine dynamische Governance und ein effektives Risikomanagement während der Skalierungsphase.
Falsch: Die Beibehaltung bestehender automatisierter Systeme mit lediglich punktuellen manuellen Kontrollen ist unzureichend, da nationale Datenbanken die Risiken internationaler Kunden nicht abdecken können und der risikobasierte Ansatz eine systematische Anpassung erfordert. Der Fokus auf Cybersicherheit und Datenschutz ist zwar für die Einhaltung der DSGVO wichtig, adressiert jedoch nicht die spezifischen AML-Pflichten, die durch die Marktexpansion entstehen. Das Outsourcing von KYC-Prozessen an RegTech-Anbieter kann zwar die Effizienz steigern, entbindet das Unternehmen jedoch niemals von seiner regulatorischen Letztverantwortung und ersetzt nicht die notwendige strategische Risikobewertung durch den MLRO.
Kernaussage: Bei der internationalen Skalierung eines FinTechs muss die Risikobewertung zwingend aktualisiert werden, um neue geografische und produktspezifische Risiken systematisch in die Compliance-Kontrollen zu integrieren.
Incorrect
Richtig: Im Rahmen eines risikobasierten Ansatzes ist es zwingend erforderlich, die unternehmensweite Risikobewertung zu aktualisieren, sobald signifikante Änderungen im Geschäftsmodell eintreten, wie etwa der Eintritt in neue geografische Märkte oder die Einführung neuer Produkte. Da grenzüberschreitende Zahlungen und neue Jurisdiktionen das Risikoprofil in Bezug auf Geldwäsche, Sanktionen und Terrorismusfinanzierung grundlegend verändern, müssen die Kontrollmechanismen und Due-Diligence-Anforderungen (CDD/EDD) proaktiv angepasst werden, um den neuen Bedrohungen gerecht zu werden. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an eine dynamische Governance und ein effektives Risikomanagement während der Skalierungsphase.
Falsch: Die Beibehaltung bestehender automatisierter Systeme mit lediglich punktuellen manuellen Kontrollen ist unzureichend, da nationale Datenbanken die Risiken internationaler Kunden nicht abdecken können und der risikobasierte Ansatz eine systematische Anpassung erfordert. Der Fokus auf Cybersicherheit und Datenschutz ist zwar für die Einhaltung der DSGVO wichtig, adressiert jedoch nicht die spezifischen AML-Pflichten, die durch die Marktexpansion entstehen. Das Outsourcing von KYC-Prozessen an RegTech-Anbieter kann zwar die Effizienz steigern, entbindet das Unternehmen jedoch niemals von seiner regulatorischen Letztverantwortung und ersetzt nicht die notwendige strategische Risikobewertung durch den MLRO.
Kernaussage: Bei der internationalen Skalierung eines FinTechs muss die Risikobewertung zwingend aktualisiert werden, um neue geografische und produktspezifische Risiken systematisch in die Compliance-Kontrollen zu integrieren.
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Question 5 of 30
5. Question
Betreff: Anpassung unserer Monitoring-Strategie für die Expansion
Hallo Team, unser FinTech-Unternehmen wird im nächsten Quartal den Betrieb von rein inländischen Zahlungsdiensten auf grenzüberschreitende Überweisungen in mehrere Schwellenländer ausweiten. Unser aktuelles Transaktionsmonitoring basiert primär auf statischen Schwellenwerten für den lokalen Markt. Der MLRO hat darauf hingewiesen, dass wir unsere Governance-Struktur und die Kontrollrahmen anpassen müssen, um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden. Welcher Schritt ist im Rahmen des risikobasierten Ansatzes (RBA) als Erstes einzuleiten, um diese Skalierung sicher und regelkonform zu gestalten?
Correct
Richtig: Eine Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue geografische Märkte oder der Einführung neuer Produktfunktionen, regulatorisch zwingend erforderlich. Gemäß dem risikobasierten Ansatz bildet diese Bewertung das Fundament für alle weiteren Kontrollmaßnahmen. Nur durch die vorherige Analyse der neuen Bedrohungsszenarien können die Transaktionsmonitoring-Systeme effektiv kalibriert werden, um spezifische Warnsignale für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in den neuen Zielregionen zu erkennen.
Falsch: Die bloße Erhöhung der personellen Kapazitäten ohne eine Anpassung der Überwachungslogik ist ineffizient, da die zugrunde liegenden Systeme weiterhin auf falschen Annahmen basieren würden. Das Beibehalten inländischer Parameter für internationale Transaktionen in Hochrisikogebieten vernachlässigt die spezifischen Risikoprofile dieser Regionen und führt zu einer unzureichenden Erkennungsrate. Eine ausschließliche Konzentration auf verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) beim Onboarding ist zwar wichtig, adressiert jedoch nicht die Notwendigkeit, das laufende Transaktionsverhalten dynamisch an die neuen Risiken anzupassen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Überwachungsstrategien den veränderten Risikoprofilen und neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen.
Incorrect
Richtig: Eine Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue geografische Märkte oder der Einführung neuer Produktfunktionen, regulatorisch zwingend erforderlich. Gemäß dem risikobasierten Ansatz bildet diese Bewertung das Fundament für alle weiteren Kontrollmaßnahmen. Nur durch die vorherige Analyse der neuen Bedrohungsszenarien können die Transaktionsmonitoring-Systeme effektiv kalibriert werden, um spezifische Warnsignale für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in den neuen Zielregionen zu erkennen.
Falsch: Die bloße Erhöhung der personellen Kapazitäten ohne eine Anpassung der Überwachungslogik ist ineffizient, da die zugrunde liegenden Systeme weiterhin auf falschen Annahmen basieren würden. Das Beibehalten inländischer Parameter für internationale Transaktionen in Hochrisikogebieten vernachlässigt die spezifischen Risikoprofile dieser Regionen und führt zu einer unzureichenden Erkennungsrate. Eine ausschließliche Konzentration auf verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) beim Onboarding ist zwar wichtig, adressiert jedoch nicht die Notwendigkeit, das laufende Transaktionsverhalten dynamisch an die neuen Risiken anzupassen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Überwachungsstrategien den veränderten Risikoprofilen und neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen.
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Question 6 of 30
6. Question
Ein Auszug aus einem internen Auditbericht eines schnell wachsenden Zahlungsdienstleisters (PSP) zeigt, dass das Transaktionsvolumen in den letzten 12 Monaten um 300 % gestiegen ist. Das Unternehmen plant nun die Einführung einer integrierten Krypto-Wallet für Endkunden. Der Auditor stellt fest, dass die letzte umfassende AML-Risikobewertung vor zwei Jahren durchgeführt wurde und für das geplante eKYC-Verfahren, das biometrische Gesichtserkennung nutzt, noch keine Datenschutz-Folgenabschätzung vorliegt. Welches Vorgehen ist aus Sicht der Governance und der regulatorischen Anforderungen am dringendsten geboten?
Correct
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist eine regulatorische Notwendigkeit, wenn sich das Geschäftsmodell, die Produkte oder das Transaktionsvolumen signifikant ändern, da der risikobasierte Ansatz eine aktuelle Datenbasis erfordert. Da biometrische Daten gemäss DSGVO als besonders sensible personenbezogene Daten (SPII) eingestuft werden, ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung zwingend erforderlich, um die Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen vor der Implementierung neuer Technologien zu bewerten.
Falsch: Die Erhöhung der Stichprobenrate und personelle Anpassungen sind zwar operative Massnahmen, adressieren jedoch nicht die grundlegende strategische Lücke einer veralteten Risikobewertung. Die Implementierung neuer eKYC-Systeme ohne Anpassung der Risikobereitschaft vernachlässigt die Tatsache, dass neue Produkte wie Krypto-Wallets das Risikoprofil des Unternehmens fundamental verändern. Ein Fokus auf Archivierung und Meldeschwellen ist zwar prozessual wichtig, stellt aber keine angemessene Reaktion auf die im Audit festgestellten Mängel in der Governance und im Datenschutz dar.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten müssen die AML-Risikobewertung und die Datenschutz-Folgenabschätzungen synchron mit der Produktentwicklung aktualisiert werden, um regulatorische Konformität zu gewährleisten.
Incorrect
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist eine regulatorische Notwendigkeit, wenn sich das Geschäftsmodell, die Produkte oder das Transaktionsvolumen signifikant ändern, da der risikobasierte Ansatz eine aktuelle Datenbasis erfordert. Da biometrische Daten gemäss DSGVO als besonders sensible personenbezogene Daten (SPII) eingestuft werden, ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung zwingend erforderlich, um die Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen vor der Implementierung neuer Technologien zu bewerten.
Falsch: Die Erhöhung der Stichprobenrate und personelle Anpassungen sind zwar operative Massnahmen, adressieren jedoch nicht die grundlegende strategische Lücke einer veralteten Risikobewertung. Die Implementierung neuer eKYC-Systeme ohne Anpassung der Risikobereitschaft vernachlässigt die Tatsache, dass neue Produkte wie Krypto-Wallets das Risikoprofil des Unternehmens fundamental verändern. Ein Fokus auf Archivierung und Meldeschwellen ist zwar prozessual wichtig, stellt aber keine angemessene Reaktion auf die im Audit festgestellten Mängel in der Governance und im Datenschutz dar.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten müssen die AML-Risikobewertung und die Datenschutz-Folgenabschätzungen synchron mit der Produktentwicklung aktualisiert werden, um regulatorische Konformität zu gewährleisten.
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Question 7 of 30
7. Question
Ein Compliance-Beauftragter bei einem schnell wachsenden Zahlungsdienstleister (PSP) stellt fest, dass das Unternehmen plant, eine neue Funktion für grenzüberschreitende Echtzeitzahlungen einzuführen. Bisher wurden ausschließlich inländische Transaktionen abgewickelt. Die Geschäftsführung drängt auf eine schnelle Markteinführung innerhalb der nächsten vier Wochen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Welcher Schritt ist aus Sicht des risikobasierten Ansatzes und der Governance-Struktur am wichtigsten, bevor dieses neue Produkt live geht?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder der Eintritt in neue Märkte, insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungen, verändert das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement und den risikobasierten Ansatz muss vor der Markteinführung eine spezifische Risikobewertung durchgeführt werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Kontrollmechanismen wie Transaktionsmonitoring-Szenarien und Due-Diligence-Prozesse proaktiv an die neuen Bedrohungen anzupassen, die mit internationalem Zahlungsverkehr und unterschiedlichen Jurisdiktionen verbunden sind.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über sechs Monate ohne Anpassung der Schwellenwerte ist riskant, da inländische Überwachungsparameter oft nicht ausreichen, um die komplexeren Muster internationaler Geldwäsche zu erkennen. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter entbindet das Management nicht von der Verantwortung für das Compliance-Framework und ersetzt keine interne Risikobewertung. Eine Beschränkung der Due Diligence auf Basis einer einfachen Länderliste ist unzureichend, da sie individuelle Kundenrisiken und andere Risikofaktoren vernachlässigt, was gegen die Prinzipien der angemessenen Sorgfaltspflicht verstößt.
Kernaussage: Vor der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte muss zwingend eine neue Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollrahmen an die veränderten Bedrohungsszenarien anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder der Eintritt in neue Märkte, insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungen, verändert das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement und den risikobasierten Ansatz muss vor der Markteinführung eine spezifische Risikobewertung durchgeführt werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Kontrollmechanismen wie Transaktionsmonitoring-Szenarien und Due-Diligence-Prozesse proaktiv an die neuen Bedrohungen anzupassen, die mit internationalem Zahlungsverkehr und unterschiedlichen Jurisdiktionen verbunden sind.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über sechs Monate ohne Anpassung der Schwellenwerte ist riskant, da inländische Überwachungsparameter oft nicht ausreichen, um die komplexeren Muster internationaler Geldwäsche zu erkennen. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter entbindet das Management nicht von der Verantwortung für das Compliance-Framework und ersetzt keine interne Risikobewertung. Eine Beschränkung der Due Diligence auf Basis einer einfachen Länderliste ist unzureichend, da sie individuelle Kundenrisiken und andere Risikofaktoren vernachlässigt, was gegen die Prinzipien der angemessenen Sorgfaltspflicht verstößt.
Kernaussage: Vor der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte muss zwingend eine neue Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollrahmen an die veränderten Bedrohungsszenarien anzupassen.
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Question 8 of 30
8. Question
Ein etablierter Zahlungsdienstleister (PSP) führt eine neue digitale Geldbörse ein, die sofortige grenzüberschreitende Zahlungen ermöglicht. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) muss den Risikomanagementrahmen des Unternehmens aktualisieren, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Welcher Ansatz entspricht am besten den regulatorischen Erwartungen an einen risikobasierten Ansatz bei der Einführung innovativer Finanzprodukte?
Correct
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) verlangt, dass Institute ihre Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken gestalten. Bei FinTechs sind die hohe Transaktionsgeschwindigkeit und die oft eingeschränkte physische Interaktion mit Kunden wesentliche Risikofaktoren. Eine Aktualisierung der Risikobewertung muss daher zwingend untersuchen, wie diese spezifischen Merkmale die Wahrscheinlichkeit von Geldwäsche oder Betrug erhöhen, und die Überwachungssysteme (Monitoring-Schwellenwerte) so kalibrieren, dass sie diese neuen Dynamiken effektiv erfassen.
Falsch: Die ausschließliche Orientierung an Sandbox-Parametern ist unzureichend, da diese Testumgebungen oft vereinfachte Bedingungen bieten und nicht die Komplexität des realen Marktes widerspiegeln. Ein standardisiertes Due-Diligence-Verfahren für alle Kunden widerspricht dem Grundprinzip des risikobasierten Ansatzes, der eine Differenzierung nach Risikograden fordert. Die vollständige Delegation der Risikoentscheidungen an einen externen Dienstleister ohne interne Aufsicht ist regulatorisch unzulässig, da die Letztverantwortung für die Compliance immer beim Institut verbleibt.
Kernaussage: Ein wirksamer risikobasierter Ansatz erfordert die kontinuierliche Neukalibrierung der Überwachungssysteme basierend auf den spezifischen technologischen Risiken und der Transaktionsdynamik neuer Produkte.
Incorrect
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) verlangt, dass Institute ihre Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken gestalten. Bei FinTechs sind die hohe Transaktionsgeschwindigkeit und die oft eingeschränkte physische Interaktion mit Kunden wesentliche Risikofaktoren. Eine Aktualisierung der Risikobewertung muss daher zwingend untersuchen, wie diese spezifischen Merkmale die Wahrscheinlichkeit von Geldwäsche oder Betrug erhöhen, und die Überwachungssysteme (Monitoring-Schwellenwerte) so kalibrieren, dass sie diese neuen Dynamiken effektiv erfassen.
Falsch: Die ausschließliche Orientierung an Sandbox-Parametern ist unzureichend, da diese Testumgebungen oft vereinfachte Bedingungen bieten und nicht die Komplexität des realen Marktes widerspiegeln. Ein standardisiertes Due-Diligence-Verfahren für alle Kunden widerspricht dem Grundprinzip des risikobasierten Ansatzes, der eine Differenzierung nach Risikograden fordert. Die vollständige Delegation der Risikoentscheidungen an einen externen Dienstleister ohne interne Aufsicht ist regulatorisch unzulässig, da die Letztverantwortung für die Compliance immer beim Institut verbleibt.
Kernaussage: Ein wirksamer risikobasierter Ansatz erfordert die kontinuierliche Neukalibrierung der Überwachungssysteme basierend auf den spezifischen technologischen Risiken und der Transaktionsdynamik neuer Produkte.
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Question 9 of 30
9. Question
Ein etabliertes FinTech-Unternehmen, das bisher ausschließlich digitale Geldbörsen für den inländischen Markt angeboten hat, plant die Einführung einer neuen Funktion für grenzüberschreitende Peer-to-Peer-Zahlungen (P2P). Das Management drängt auf eine schnelle Markteinführung, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Welches Vorgehen ist aus Sicht des Geldwäschebeauftragten (MLRO) erforderlich, um die regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement und die Skalierung der Compliance-Strategien zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder Funktionen, insbesondere solcher mit internationalem Bezug wie grenzüberschreitende P2P-Zahlungen, stellt eine wesentliche Änderung des Risikoprofils dar. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss vor der Implementierung eine umfassende Risikobewertung durchgeführt werden. Dies beinhaltet die Identifizierung neuer Bedrohungen durch Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, die Aktualisierung der Risikobereitschaft (Risk Appetite) und die Implementierung spezifischer Kontrollen, wie etwa angepasster Schwellenwerte in der Transaktionsüberwachung, um den erhöhten Risiken internationaler Geldströme gerecht zu werden.
Falsch: Das Beibehalten bestehender Regeln für inländische Transaktionen ist unzureichend, da grenzüberschreitende Zahlungen völlig andere Risikotypen und regulatorische Anforderungen (z. B. Sanktionsprüfung) mit sich bringen. Eine retrospektive Analyse nach einem Jahr setzt das Unternehmen in der Zwischenzeit unvertretbaren Risiken aus. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne interne Risikobewertung ist fehlerhaft, da die Letztverantwortung für die Compliance immer beim Institut verbleibt und Outsourcing-Kontrollen eine eigene Überwachung erfordern. Die ausschließliche Konzentration auf Cybersicherheit und die Delegation der AML-Verantwortung an eine Partnerbank ignoriert die eigenständigen gesetzlichen Verpflichtungen eines FinTechs als reguliertes Institut.
Kernaussage: Jede signifikante Erweiterung des Geschäftsmodells, insbesondere der Übergang von nationalen zu internationalen Transaktionen, erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung und der Überwachungssysteme.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder Funktionen, insbesondere solcher mit internationalem Bezug wie grenzüberschreitende P2P-Zahlungen, stellt eine wesentliche Änderung des Risikoprofils dar. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss vor der Implementierung eine umfassende Risikobewertung durchgeführt werden. Dies beinhaltet die Identifizierung neuer Bedrohungen durch Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, die Aktualisierung der Risikobereitschaft (Risk Appetite) und die Implementierung spezifischer Kontrollen, wie etwa angepasster Schwellenwerte in der Transaktionsüberwachung, um den erhöhten Risiken internationaler Geldströme gerecht zu werden.
Falsch: Das Beibehalten bestehender Regeln für inländische Transaktionen ist unzureichend, da grenzüberschreitende Zahlungen völlig andere Risikotypen und regulatorische Anforderungen (z. B. Sanktionsprüfung) mit sich bringen. Eine retrospektive Analyse nach einem Jahr setzt das Unternehmen in der Zwischenzeit unvertretbaren Risiken aus. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne interne Risikobewertung ist fehlerhaft, da die Letztverantwortung für die Compliance immer beim Institut verbleibt und Outsourcing-Kontrollen eine eigene Überwachung erfordern. Die ausschließliche Konzentration auf Cybersicherheit und die Delegation der AML-Verantwortung an eine Partnerbank ignoriert die eigenständigen gesetzlichen Verpflichtungen eines FinTechs als reguliertes Institut.
Kernaussage: Jede signifikante Erweiterung des Geschäftsmodells, insbesondere der Übergang von nationalen zu internationalen Transaktionen, erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung und der Überwachungssysteme.
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Question 10 of 30
10. Question
Ein schnell wachsender Anbieter von digitalen Geldbörsen stellt fest, dass sein Transaktionsvolumen exponentiell ansteigt. Bei der Überprüfung des Risikomanagement-Rahmens muss der Geldwäschebeauftragte (MLRO) die spezifischen Schwachstellen identifizieren, die das Unternehmen für Finanzkriminalität anfällig machen. Welches Merkmal ist typischerweise eine Hauptursache für die erhöhte Anfälligkeit von FinTechs gegenüber Geldwäscheaktivitäten im Vergleich zu traditionellen Finanzinstituten?
Correct
Richtig: Die Priorisierung einer reibungslosen Benutzererfahrung (Frictionless UX) und eines schnellen Onboarding-Prozesses ist ein Kernmerkmal vieler FinTechs. Diese operative Ausrichtung führt oft zu einer starken Abhängigkeit von automatisierten Systemen zur Identitätsverifizierung. Während diese Systeme effizient sind, können sie durch hochentwickelte Techniken wie Deepfakes oder synthetische Identitäten getäuscht werden, wenn keine angemessenen manuellen Kontrollen oder fortgeschrittenen technologischen Abwehrmechanismen integriert sind. Regulatorisch gesehen erfordert der risikobasierte Ansatz, dass die Geschwindigkeit des Onboardings nicht zu Lasten der Qualität der Due Diligence geht.
Falsch: Die Annahme, dass FinTechs in einem völlig unregulierten Raum operieren, ist falsch, da sie je nach Geschäftsmodell strengen Lizenzierungs- und AML-Anforderungen unterliegen, beispielsweise als E-Geld-Institute oder Zahlungsdienstleister. Die Behauptung, FinTechs würden sich primär auf physische Bargeldtransfers ohne digitale Schnittstellen konzentrieren, widerspricht der Definition von FinTechs als technologiegetriebene, meist rein digitale Plattformen. Schließlich ist die Idee einer gesetzlichen Verpflichtung zur Umgehung von verstärkten Sorgfaltspflichten (EDD) bei Hochrisikokunden rechtlich unhaltbar und steht im direkten Widerspruch zu internationalen Standards wie den FATF-Empfehlungen.
Kernaussage: Die größte regulatorische Herausforderung für FinTechs besteht darin, die angestrebte Geschwindigkeit der Kundenaufnahme mit der notwendigen Tiefe der Identitätsprüfung und Risikobewertung in Einklang zu bringen.
Incorrect
Richtig: Die Priorisierung einer reibungslosen Benutzererfahrung (Frictionless UX) und eines schnellen Onboarding-Prozesses ist ein Kernmerkmal vieler FinTechs. Diese operative Ausrichtung führt oft zu einer starken Abhängigkeit von automatisierten Systemen zur Identitätsverifizierung. Während diese Systeme effizient sind, können sie durch hochentwickelte Techniken wie Deepfakes oder synthetische Identitäten getäuscht werden, wenn keine angemessenen manuellen Kontrollen oder fortgeschrittenen technologischen Abwehrmechanismen integriert sind. Regulatorisch gesehen erfordert der risikobasierte Ansatz, dass die Geschwindigkeit des Onboardings nicht zu Lasten der Qualität der Due Diligence geht.
Falsch: Die Annahme, dass FinTechs in einem völlig unregulierten Raum operieren, ist falsch, da sie je nach Geschäftsmodell strengen Lizenzierungs- und AML-Anforderungen unterliegen, beispielsweise als E-Geld-Institute oder Zahlungsdienstleister. Die Behauptung, FinTechs würden sich primär auf physische Bargeldtransfers ohne digitale Schnittstellen konzentrieren, widerspricht der Definition von FinTechs als technologiegetriebene, meist rein digitale Plattformen. Schließlich ist die Idee einer gesetzlichen Verpflichtung zur Umgehung von verstärkten Sorgfaltspflichten (EDD) bei Hochrisikokunden rechtlich unhaltbar und steht im direkten Widerspruch zu internationalen Standards wie den FATF-Empfehlungen.
Kernaussage: Die größte regulatorische Herausforderung für FinTechs besteht darin, die angestrebte Geschwindigkeit der Kundenaufnahme mit der notwendigen Tiefe der Identitätsprüfung und Risikobewertung in Einklang zu bringen.
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Question 11 of 30
11. Question
Ein schnell wachsender Anbieter von digitalen Geldbörsen (Digital Wallets) stellt fest, dass sein Transaktionsvolumen für grenzüberschreitende Peer-to-Peer-Zahlungen (P2P) stark ansteigt. Bei der Überprüfung des Risikomanagement-Rahmens muss der Geldwäschebeauftragte (MLRO) bewerten, welche spezifische Eigenschaft dieses FinTech-Geschäftsmodells die Anfälligkeit für Finanzkriminalität im Vergleich zu traditionellen Instituten am stärksten erhöht. Welche der folgenden Eigenschaften stellt das primäre Risiko dar?
Correct
Richtig: Die Kombination aus hoher Transaktionsgeschwindigkeit (oft in Echtzeit) und der Möglichkeit, grenzüberschreitende Werte ohne physische Interaktion (Non-Face-to-Face) zu transferieren, ist ein Kernmerkmal vieler FinTechs. Diese Faktoren ermöglichen es Kriminellen, Gelder extrem schnell über verschiedene Jurisdiktionen hinweg zu bewegen, bevor traditionelle Überwachungsmechanismen greifen können. Der risikobasierte Ansatz erfordert hier spezifische digitale Kontrollen, da die physische Abwesenheit des Kunden das Risiko für Identitätsbetrug und die Verschleierung der wirtschaftlichen Herkunft der Mittel signifikant erhöht.
Falsch: Die Annahme, dass das Fehlen von Filialen biometrische Verfahren verhindert, ist unzutreffend, da moderne FinTechs häufig führend bei der Implementierung digitaler Biometrie im eKYC-Prozess sind. Die Behauptung, dass alle FinTechs öffentliche Blockchains nutzen, ist faktisch falsch, da viele PSPs auf traditionellen Datenbankstrukturen basieren; zudem bieten Blockchains oft eine hohe Transparenz statt Verschleierung. Die Vermutung einer generellen regulatorischen Befreiung von KYC-Pflichten ist rechtlich nicht haltbar, da internationale Standards (FATF) und nationale Gesetze auch für digitale Zahlungsdienstleister strenge Sorgfaltspflichten vorschreiben.
Kernaussage: Die primäre Verwundbarkeit von FinTechs liegt in der Diskrepanz zwischen der hohen Geschwindigkeit der Wertübertragung und der Komplexität der Identitätsverifizierung in einer rein digitalen Umgebung.
Incorrect
Richtig: Die Kombination aus hoher Transaktionsgeschwindigkeit (oft in Echtzeit) und der Möglichkeit, grenzüberschreitende Werte ohne physische Interaktion (Non-Face-to-Face) zu transferieren, ist ein Kernmerkmal vieler FinTechs. Diese Faktoren ermöglichen es Kriminellen, Gelder extrem schnell über verschiedene Jurisdiktionen hinweg zu bewegen, bevor traditionelle Überwachungsmechanismen greifen können. Der risikobasierte Ansatz erfordert hier spezifische digitale Kontrollen, da die physische Abwesenheit des Kunden das Risiko für Identitätsbetrug und die Verschleierung der wirtschaftlichen Herkunft der Mittel signifikant erhöht.
Falsch: Die Annahme, dass das Fehlen von Filialen biometrische Verfahren verhindert, ist unzutreffend, da moderne FinTechs häufig führend bei der Implementierung digitaler Biometrie im eKYC-Prozess sind. Die Behauptung, dass alle FinTechs öffentliche Blockchains nutzen, ist faktisch falsch, da viele PSPs auf traditionellen Datenbankstrukturen basieren; zudem bieten Blockchains oft eine hohe Transparenz statt Verschleierung. Die Vermutung einer generellen regulatorischen Befreiung von KYC-Pflichten ist rechtlich nicht haltbar, da internationale Standards (FATF) und nationale Gesetze auch für digitale Zahlungsdienstleister strenge Sorgfaltspflichten vorschreiben.
Kernaussage: Die primäre Verwundbarkeit von FinTechs liegt in der Diskrepanz zwischen der hohen Geschwindigkeit der Wertübertragung und der Komplexität der Identitätsverifizierung in einer rein digitalen Umgebung.
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Question 12 of 30
12. Question
Ein etabliertes FinTech-Unternehmen, das bisher ausschließlich als Anbieter für inländische Peer-to-Peer-Zahlungen tätig war, plant die Einführung einer neuen Funktion für internationale Echtzeit-Überweisungen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die aktuelle Risikobewertung des Unternehmens die Komplexität grenzüberschreitender Zahlungsströme und die damit verbundenen Sanktionsrisiken nicht abdeckt. Die Geschäftsführung drängt auf eine Markteinführung innerhalb von zwei Wochen, um einen strategischen Vorteil gegenüber Wettbewerbern zu sichern. Welches Vorgehen ist aus Sicht der Compliance und des Risikomanagements am angemessensten?
Correct
Richtig: Gemäß den regulatorischen Anforderungen und den Best Practices für das Risikomanagement in FinTechs muss vor der Einführung neuer Produkte oder der Erweiterung von Dienstleistungen eine formelle Risikobewertung durchgeführt werden. Da grenzüberschreitende Zahlungen im Vergleich zu rein inländischen Transaktionen ein deutlich höheres Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung darstellen, ist eine Anpassung der Kontrollmechanismen und Überwachungsparameter zwingend erforderlich. Die Einholung der Genehmigung durch das Senior Management stellt sicher, dass die Governance-Strukturen gewahrt bleiben und die neue Geschäftsaktivität innerhalb der definierten Risikobereitschaft des Unternehmens liegt.
Falsch: Ein retrospektiver Ansatz, bei dem die Risikobewertung erst nach dem Start erfolgt, widerspricht dem präventiven Charakter der AML-Regulierungen und setzt das Institut unnötigen rechtlichen und operativen Risiken aus. Die bloße Beschränkung auf Bestandskunden mit niedrigem Risiko entbindet das Unternehmen nicht von der Pflicht, die spezifischen Risiken des neuen Produkts selbst zu analysieren und die Richtlinien entsprechend zu aktualisieren. Das Outsourcing der Überwachung an einen Drittanbieter ohne vorherige interne Risikoanalyse und Anpassung des Rahmens ist unzureichend, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement und die Einhaltung der Compliance-Standards immer beim Institut selbst verbleibt.
Kernaussage: Jede wesentliche Änderung des Geschäftsmodells oder der Produktpalette erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung und der Kontrollumgebung vor der Implementierung.
Incorrect
Richtig: Gemäß den regulatorischen Anforderungen und den Best Practices für das Risikomanagement in FinTechs muss vor der Einführung neuer Produkte oder der Erweiterung von Dienstleistungen eine formelle Risikobewertung durchgeführt werden. Da grenzüberschreitende Zahlungen im Vergleich zu rein inländischen Transaktionen ein deutlich höheres Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung darstellen, ist eine Anpassung der Kontrollmechanismen und Überwachungsparameter zwingend erforderlich. Die Einholung der Genehmigung durch das Senior Management stellt sicher, dass die Governance-Strukturen gewahrt bleiben und die neue Geschäftsaktivität innerhalb der definierten Risikobereitschaft des Unternehmens liegt.
Falsch: Ein retrospektiver Ansatz, bei dem die Risikobewertung erst nach dem Start erfolgt, widerspricht dem präventiven Charakter der AML-Regulierungen und setzt das Institut unnötigen rechtlichen und operativen Risiken aus. Die bloße Beschränkung auf Bestandskunden mit niedrigem Risiko entbindet das Unternehmen nicht von der Pflicht, die spezifischen Risiken des neuen Produkts selbst zu analysieren und die Richtlinien entsprechend zu aktualisieren. Das Outsourcing der Überwachung an einen Drittanbieter ohne vorherige interne Risikoanalyse und Anpassung des Rahmens ist unzureichend, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement und die Einhaltung der Compliance-Standards immer beim Institut selbst verbleibt.
Kernaussage: Jede wesentliche Änderung des Geschäftsmodells oder der Produktpalette erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung und der Kontrollumgebung vor der Implementierung.
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Question 13 of 30
13. Question
Ein schnell wachsendes FinTech-Unternehmen, das als Anbieter digitaler Geldbörsen agiert, plant die Einführung einer neuen Funktion namens Direkt-Link-Zahlungen. Diese Funktion ermöglicht es bestehenden Kunden, Geldbeträge über einen verschlüsselten Link an Personen zu senden, die noch kein Konto bei der Plattform besitzen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) muss sicherstellen, dass diese Erweiterung den regulatorischen Anforderungen an einen risikobasierten Ansatz entspricht, bevor die Funktion in zwei Wochen live geht. Welches Vorgehen ist in dieser Situation am angemessensten?
Correct
Richtig: Ein wesentlicher Bestandteil des risikobasierten Ansatzes ist die Bewertung neuer Produkte vor deren Markteinführung. Da Link-Zahlungen an Nicht-Kunden besondere Risiken hinsichtlich der Identifizierung und der Herkunft der Mittel bergen, muss das Unternehmen die spezifischen Schwachstellen analysieren. Nur so können angemessene Kontrollen implementiert und sichergestellt werden, dass das Restrisiko innerhalb des definierten Risikoappetits liegt. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an ein robustes Governance-Framework, das Innovation und Risikomanagement in Einklang bringt.
Falsch: Die bloße Anwendung bestehender KYC-Verfahren für Absender reicht nicht aus, da die neue Interaktion mit Nicht-Kunden das Risikoprofil des Produkts grundlegend verändert und neue Kanäle für Geldwäsche öffnet. Pauschale Limits sind zwar ein nützliches Kontrollinstrument, ersetzen jedoch nicht die notwendige vorherige Risikoanalyse und können regulatorische Anforderungen an die Identifizierung von Warnsignalen nicht vollständig ersetzen. Die Auslagerung von Prozessen an einen RegTech-Anbieter ist eine operative Entscheidung, die jedoch nicht die strategische Pflicht des MLRO ersetzt, die inhärenten Risiken des neuen Produkts vorab zu bewerten und im Risikomanagement-Rahmen zu verankern.
Kernaussage: Jede signifikante Änderung des Geschäftsmodells oder die Einführung neuer Produkte erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung, um die Compliance-Strategie an neue Gefährdungsszenarien anzupassen.
Incorrect
Richtig: Ein wesentlicher Bestandteil des risikobasierten Ansatzes ist die Bewertung neuer Produkte vor deren Markteinführung. Da Link-Zahlungen an Nicht-Kunden besondere Risiken hinsichtlich der Identifizierung und der Herkunft der Mittel bergen, muss das Unternehmen die spezifischen Schwachstellen analysieren. Nur so können angemessene Kontrollen implementiert und sichergestellt werden, dass das Restrisiko innerhalb des definierten Risikoappetits liegt. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an ein robustes Governance-Framework, das Innovation und Risikomanagement in Einklang bringt.
Falsch: Die bloße Anwendung bestehender KYC-Verfahren für Absender reicht nicht aus, da die neue Interaktion mit Nicht-Kunden das Risikoprofil des Produkts grundlegend verändert und neue Kanäle für Geldwäsche öffnet. Pauschale Limits sind zwar ein nützliches Kontrollinstrument, ersetzen jedoch nicht die notwendige vorherige Risikoanalyse und können regulatorische Anforderungen an die Identifizierung von Warnsignalen nicht vollständig ersetzen. Die Auslagerung von Prozessen an einen RegTech-Anbieter ist eine operative Entscheidung, die jedoch nicht die strategische Pflicht des MLRO ersetzt, die inhärenten Risiken des neuen Produkts vorab zu bewerten und im Risikomanagement-Rahmen zu verankern.
Kernaussage: Jede signifikante Änderung des Geschäftsmodells oder die Einführung neuer Produkte erfordert eine proaktive Aktualisierung der Risikobewertung, um die Compliance-Strategie an neue Gefährdungsszenarien anzupassen.
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Question 14 of 30
14. Question
Ein schnell wachsender Zahlungsdienstleister (PSP), der sich auf grenzüberschreitende Überweisungen spezialisiert hat, stellt fest, dass das Transaktionsmonitoring-System eine Serie von Warnmeldungen für einen Neukunden generiert hat. Der Kunde wurde vor drei Monaten über ein automatisiertes eKYC-Verfahren onboarded und als geringes Risiko eingestuft, da er seinen Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat hat. Die aktuellen Transaktionsmuster zeigen jedoch regelmäßige, hohe Zahlungseingänge von einer Offshore-Gesellschaft und sofortige Weiterleitungen an Kryptowährungsbörsen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die ursprüngliche Risikobewertung die Art der Geschäftstätigkeit des Kunden nicht vollständig erfasst hat. Welches Vorgehen entspricht am ehesten dem risikobasierten Ansatz (RBA) unter Berücksichtigung der regulatorischen Erwartungen?
Correct
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) erfordert, dass Verpflichtete ihre Sorgfaltspflichten an das tatsächliche Risiko anpassen. Wenn Transaktionsmuster (wie Offshore-Zahlungen und Krypto-Transfers) nicht mit dem ursprünglichen Profil übereinstimmen, ist eine verstärkte Sorgfaltsprüfung (EDD) zwingend erforderlich, um die Herkunft der Mittel zu klären. Die Aktualisierung des Risikoprofils stellt sicher, dass die fortlaufende Überwachung effektiv bleibt. Zudem ist es eine regulatorische Erwartung, dass Unternehmen bei der Skalierung prüfen, ob ihre Monitoring-Schwellenwerte für bestimmte Kundensegmente noch angemessen sind, um systemische Schwachstellen zu vermeiden.
Falsch: Die bloße Dokumentation der Warnmeldungen für eine spätere jährliche Überprüfung ist unzureichend, da akute Warnsignale eine zeitnahe Reaktion erfordern, um Geldwäsche zu verhindern. Eine sofortige Kündigung der Geschäftsbeziehung ohne vorherige Untersuchung (De-risking) wird von Regulierungsbehörden kritisch gesehen, da sie den risikobasierten Ansatz untergräbt und potenziell verdächtige Aktivitäten nicht ordnungsgemäß aufklärt. Die Anpassung der Algorithmen zur Unterdrückung solcher Meldungen, nur um die Arbeitslast zu senken, stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Compliance-Pflichten dar und erhöht das regulatorische Risiko massiv.
Kernaussage: Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt die dynamische Anpassung von Kundenprofilen und Kontrollmechanismen, sobald neue Informationen oder veränderte Transaktionsmuster ein höheres Risiko nahelegen.
Incorrect
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) erfordert, dass Verpflichtete ihre Sorgfaltspflichten an das tatsächliche Risiko anpassen. Wenn Transaktionsmuster (wie Offshore-Zahlungen und Krypto-Transfers) nicht mit dem ursprünglichen Profil übereinstimmen, ist eine verstärkte Sorgfaltsprüfung (EDD) zwingend erforderlich, um die Herkunft der Mittel zu klären. Die Aktualisierung des Risikoprofils stellt sicher, dass die fortlaufende Überwachung effektiv bleibt. Zudem ist es eine regulatorische Erwartung, dass Unternehmen bei der Skalierung prüfen, ob ihre Monitoring-Schwellenwerte für bestimmte Kundensegmente noch angemessen sind, um systemische Schwachstellen zu vermeiden.
Falsch: Die bloße Dokumentation der Warnmeldungen für eine spätere jährliche Überprüfung ist unzureichend, da akute Warnsignale eine zeitnahe Reaktion erfordern, um Geldwäsche zu verhindern. Eine sofortige Kündigung der Geschäftsbeziehung ohne vorherige Untersuchung (De-risking) wird von Regulierungsbehörden kritisch gesehen, da sie den risikobasierten Ansatz untergräbt und potenziell verdächtige Aktivitäten nicht ordnungsgemäß aufklärt. Die Anpassung der Algorithmen zur Unterdrückung solcher Meldungen, nur um die Arbeitslast zu senken, stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Compliance-Pflichten dar und erhöht das regulatorische Risiko massiv.
Kernaussage: Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt die dynamische Anpassung von Kundenprofilen und Kontrollmechanismen, sobald neue Informationen oder veränderte Transaktionsmuster ein höheres Risiko nahelegen.
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Question 15 of 30
15. Question
Ein etabliertes FinTech-Unternehmen, das bisher nur im Inland als Anbieter einer digitalen Geldbörse tätig war, plant die Einführung einer neuen Funktion für grenzüberschreitende Echtzeit-Zahlungen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die bestehende Risikobereitschaftserklärung (Risk Appetite Statement) und die Überwachungssysteme primär auf lokale Betrugsmuster ausgerichtet sind. Das Management drängt auf eine schnelle Markteinführung innerhalb von zwei Wochen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Welche Vorgehensweise ist aus Sicht der Governance und des Risikomanagements am angemessensten?
Correct
Richtig: Gemäß den Grundsätzen des risikobasierten Ansatzes und den regulatorischen Anforderungen für FinTechs muss eine wesentliche Änderung des Geschäftsmodells, wie die Einführung grenzüberschreitender Zahlungen, eine sofortige Überprüfung und Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung auslösen. Dies stellt sicher, dass neue Risikofaktoren wie geografische Risiken, Sanktionsrisiken und die Komplexität von Korrespondenzbankbeziehungen identifiziert und durch angemessene Kontrollmechanismen gemindert werden, bevor das Produkt dem Markt ausgesetzt wird. Die Governance-Struktur verlangt, dass der Geldwäschebeauftragte (MLRO) die Wirksamkeit der Kontrollen vor der Implementierung validiert.
Falsch: Die Strategie, zunächst Daten im Live-Betrieb zu sammeln, bevor Anpassungen vorgenommen werden, ist hochriskant und verstößt gegen das Prinzip der proaktiven Risikoprävention. Eine Erhöhung der Schwellenwerte für die Transaktionsüberwachung zur Reduzierung von Fehlalarmen bei einem risikoreicheren Produkt ist kontraproduktiv, da dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass tatsächliche Geldwäscheaktivitäten unentdeckt bleiben. Die vollständige Auslagerung der Due-Diligence-Prüfungen entbindet das Unternehmen zudem nicht von seiner regulatorischen Verantwortung; die Letzthaftung verbleibt stets beim Institut, und Outsourcing ohne interne Kontrollhoheit stellt ein erhebliches Governance-Risiko dar.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten ist eine vorherige Aktualisierung der Risikobewertung zwingend erforderlich, um neue Produktrisiken proaktiv in das Compliance-Framework zu integrieren.
Incorrect
Richtig: Gemäß den Grundsätzen des risikobasierten Ansatzes und den regulatorischen Anforderungen für FinTechs muss eine wesentliche Änderung des Geschäftsmodells, wie die Einführung grenzüberschreitender Zahlungen, eine sofortige Überprüfung und Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung auslösen. Dies stellt sicher, dass neue Risikofaktoren wie geografische Risiken, Sanktionsrisiken und die Komplexität von Korrespondenzbankbeziehungen identifiziert und durch angemessene Kontrollmechanismen gemindert werden, bevor das Produkt dem Markt ausgesetzt wird. Die Governance-Struktur verlangt, dass der Geldwäschebeauftragte (MLRO) die Wirksamkeit der Kontrollen vor der Implementierung validiert.
Falsch: Die Strategie, zunächst Daten im Live-Betrieb zu sammeln, bevor Anpassungen vorgenommen werden, ist hochriskant und verstößt gegen das Prinzip der proaktiven Risikoprävention. Eine Erhöhung der Schwellenwerte für die Transaktionsüberwachung zur Reduzierung von Fehlalarmen bei einem risikoreicheren Produkt ist kontraproduktiv, da dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass tatsächliche Geldwäscheaktivitäten unentdeckt bleiben. Die vollständige Auslagerung der Due-Diligence-Prüfungen entbindet das Unternehmen zudem nicht von seiner regulatorischen Verantwortung; die Letzthaftung verbleibt stets beim Institut, und Outsourcing ohne interne Kontrollhoheit stellt ein erhebliches Governance-Risiko dar.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten ist eine vorherige Aktualisierung der Risikobewertung zwingend erforderlich, um neue Produktrisiken proaktiv in das Compliance-Framework zu integrieren.
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Question 16 of 30
16. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen plant, seine Dienstleistungen über den heimischen Markt hinaus auf mehrere Jurisdiktionen in Südostasien und Europa auszudehnen. Im Rahmen dieser Expansion führt das Unternehmen eine neue Funktion für grenzüberschreitende Echtzeit-Zahlungen ein. Welcher Schritt ist aus Sicht der Governance und des Risikomanagements am wichtigsten, um die Einhaltung der AML-Vorschriften während dieses Skalierungsprozesses zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte, regulatorisch zwingend erforderlich. Grenzüberschreitende Zahlungen und neue Jurisdiktionen verändern das Risikoprofil eines FinTechs fundamental, insbesondere im Hinblick auf geografische Risiken und die Geschwindigkeit des Geldflusses. Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt, dass die Kontrollmechanismen und das Transaktionsmonitoring auf Basis einer aktuellen Analyse dieser neuen Bedrohungsszenarien kalibriert werden, bevor die Dienste aktiv genutzt werden.
Falsch: Das Beibehalten bestehender Schwellenwerte über einen längeren Zeitraum ist riskant, da die bestehenden Regeln oft nicht auf die Komplexität und die Typologien internationaler Transaktionen ausgelegt sind, was zu erheblichen Überwachungslücken führen kann. Die vollständige Auslagerung der Due Diligence an Drittanbieter entbindet das Institut niemals von seiner Letztverantwortung und adressiert zudem nicht die notwendige Anpassung der internen Überwachungslogik. Die alleinige Fokussierung auf biometrische Identitätsprüfung verbessert zwar die Sicherheit beim Onboarding, vernachlässigt jedoch die laufende Überwachung der Transaktionsrisiken, die durch die neue Funktionalität entstehen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten in neue Märkte oder Produkte muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um den Kontrollrahmen an die veränderte Risikolandschaft anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte, regulatorisch zwingend erforderlich. Grenzüberschreitende Zahlungen und neue Jurisdiktionen verändern das Risikoprofil eines FinTechs fundamental, insbesondere im Hinblick auf geografische Risiken und die Geschwindigkeit des Geldflusses. Ein effektiver risikobasierter Ansatz verlangt, dass die Kontrollmechanismen und das Transaktionsmonitoring auf Basis einer aktuellen Analyse dieser neuen Bedrohungsszenarien kalibriert werden, bevor die Dienste aktiv genutzt werden.
Falsch: Das Beibehalten bestehender Schwellenwerte über einen längeren Zeitraum ist riskant, da die bestehenden Regeln oft nicht auf die Komplexität und die Typologien internationaler Transaktionen ausgelegt sind, was zu erheblichen Überwachungslücken führen kann. Die vollständige Auslagerung der Due Diligence an Drittanbieter entbindet das Institut niemals von seiner Letztverantwortung und adressiert zudem nicht die notwendige Anpassung der internen Überwachungslogik. Die alleinige Fokussierung auf biometrische Identitätsprüfung verbessert zwar die Sicherheit beim Onboarding, vernachlässigt jedoch die laufende Überwachung der Transaktionsrisiken, die durch die neue Funktionalität entstehen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten in neue Märkte oder Produkte muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um den Kontrollrahmen an die veränderte Risikolandschaft anzupassen.
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Question 17 of 30
17. Question
Ein Auszug aus einem internen Auditbericht eines FinTech-Unternehmens, das eine digitale Geldbörse betreibt, zeigt Folgendes: Seit der Einführung von Echtzeit-Auslandsüberweisungen vor neun Monaten wurde die unternehmensweite Risikobewertung nicht angepasst. Das Audit stellte fest, dass das automatisierte Onboarding-System (eKYC) für Nutzer aus Jurisdiktionen mit erhöhtem Risiko dieselben Verifizierungsschritte anwendet wie für lokale Nutzer, ohne zusätzliche Datenpunkte wie die IP-Adress-Lokalisierung oder die Überprüfung der wirtschaftlich Berechtigten bei Firmenkunden zu verschärfen. Welches Vorgehen ist für den Geldwäschebeauftragten (MLRO) am dringendsten, um die regulatorischen Erwartungen an einen risikobasierten Ansatz zu erfüllen?
Correct
Richtig: Die regulatorischen Anforderungen an einen risikobasierten Ansatz (RBA) verlangen, dass Institute ihre Risikobewertung proaktiv aktualisieren, wenn sich das Geschäftsmodell oder das Produktangebot wesentlich ändert, wie hier durch die Einführung von Auslandsüberweisungen. Da grenzüberschreitende Transaktionen und Kunden aus Hochrisikoländern ein höheres inhärentes Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung darstellen, ist die Implementierung verstärkter Sorgfaltspflichten (EDD) zwingend erforderlich, um die Angreifbarkeit des FinTechs zu mindern.
Falsch: Die pauschale Erhöhung der Überwachungsfrequenz für alle Kunden widerspricht dem Prinzip der Effizienz im risikobasierten Ansatz, da Ressourcen nicht gezielt auf die höchsten Risiken konzentriert werden. Die bloße vertragliche Abwälzung der Verantwortung auf einen eKYC-Dienstleister ist unzulässig, da die letztendliche Verantwortung für die Angemessenheit der Sorgfaltspflichten immer beim Institut verbleibt. Eine vollständige Aussetzung des Onboardings ist eine unverhältnismäßige geschäftliche Entscheidung, die über die regulatorische Forderung nach einer risikoadäquaten Anpassung der Kontrollen hinausgeht.
Kernaussage: Ein risikobasierter Ansatz erfordert die kontinuierliche Anpassung der Kontrollmechanismen und Sorgfaltspflichten an Veränderungen im Produktportfolio und im geografischen Risikoprofil des Unternehmens.
Incorrect
Richtig: Die regulatorischen Anforderungen an einen risikobasierten Ansatz (RBA) verlangen, dass Institute ihre Risikobewertung proaktiv aktualisieren, wenn sich das Geschäftsmodell oder das Produktangebot wesentlich ändert, wie hier durch die Einführung von Auslandsüberweisungen. Da grenzüberschreitende Transaktionen und Kunden aus Hochrisikoländern ein höheres inhärentes Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung darstellen, ist die Implementierung verstärkter Sorgfaltspflichten (EDD) zwingend erforderlich, um die Angreifbarkeit des FinTechs zu mindern.
Falsch: Die pauschale Erhöhung der Überwachungsfrequenz für alle Kunden widerspricht dem Prinzip der Effizienz im risikobasierten Ansatz, da Ressourcen nicht gezielt auf die höchsten Risiken konzentriert werden. Die bloße vertragliche Abwälzung der Verantwortung auf einen eKYC-Dienstleister ist unzulässig, da die letztendliche Verantwortung für die Angemessenheit der Sorgfaltspflichten immer beim Institut verbleibt. Eine vollständige Aussetzung des Onboardings ist eine unverhältnismäßige geschäftliche Entscheidung, die über die regulatorische Forderung nach einer risikoadäquaten Anpassung der Kontrollen hinausgeht.
Kernaussage: Ein risikobasierter Ansatz erfordert die kontinuierliche Anpassung der Kontrollmechanismen und Sorgfaltspflichten an Veränderungen im Produktportfolio und im geografischen Risikoprofil des Unternehmens.
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Question 18 of 30
18. Question
Betreff: Anpassung unserer Monitoring-Strategie für die Expansion
Hallo Team, unser FinTech-Unternehmen wird im nächsten Quartal den Betrieb von rein inländischen Zahlungsdiensten auf grenzüberschreitende Überweisungen in mehrere Schwellenländer ausweiten. Unser aktuelles Transaktionsmonitoring basiert primär auf statischen Schwellenwerten für den lokalen Markt. Der MLRO hat darauf hingewiesen, dass wir unsere Governance-Struktur und die Kontrollrahmen anpassen müssen, um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden. Welcher Schritt ist im Rahmen des risikobasierten Ansatzes (RBA) als Erstes einzuleiten, um diese Skalierung sicher und regelkonform zu gestalten?
Correct
Richtig: Eine Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue geografische Märkte oder der Einführung neuer Produktfunktionen, regulatorisch zwingend erforderlich. Gemäß dem risikobasierten Ansatz bildet diese Bewertung das Fundament für alle weiteren Kontrollmaßnahmen. Nur durch die vorherige Analyse der neuen Bedrohungsszenarien können die Transaktionsmonitoring-Systeme effektiv kalibriert werden, um spezifische Warnsignale für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in den neuen Zielregionen zu erkennen.
Falsch: Die bloße Erhöhung der personellen Kapazitäten ohne eine Anpassung der Überwachungslogik ist ineffizient, da die zugrunde liegenden Systeme weiterhin auf falschen Annahmen basieren würden. Das Beibehalten inländischer Parameter für internationale Transaktionen in Hochrisikogebieten vernachlässigt die spezifischen Risikoprofile dieser Regionen und führt zu einer unzureichenden Erkennungsrate. Eine ausschließliche Konzentration auf verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) beim Onboarding ist zwar wichtig, adressiert jedoch nicht die Notwendigkeit, das laufende Transaktionsverhalten dynamisch an die neuen Risiken anzupassen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Überwachungsstrategien den veränderten Risikoprofilen und neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen.
Incorrect
Richtig: Eine Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue geografische Märkte oder der Einführung neuer Produktfunktionen, regulatorisch zwingend erforderlich. Gemäß dem risikobasierten Ansatz bildet diese Bewertung das Fundament für alle weiteren Kontrollmaßnahmen. Nur durch die vorherige Analyse der neuen Bedrohungsszenarien können die Transaktionsmonitoring-Systeme effektiv kalibriert werden, um spezifische Warnsignale für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in den neuen Zielregionen zu erkennen.
Falsch: Die bloße Erhöhung der personellen Kapazitäten ohne eine Anpassung der Überwachungslogik ist ineffizient, da die zugrunde liegenden Systeme weiterhin auf falschen Annahmen basieren würden. Das Beibehalten inländischer Parameter für internationale Transaktionen in Hochrisikogebieten vernachlässigt die spezifischen Risikoprofile dieser Regionen und führt zu einer unzureichenden Erkennungsrate. Eine ausschließliche Konzentration auf verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) beim Onboarding ist zwar wichtig, adressiert jedoch nicht die Notwendigkeit, das laufende Transaktionsverhalten dynamisch an die neuen Risiken anzupassen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Überwachungsstrategien den veränderten Risikoprofilen und neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen.
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Question 19 of 30
19. Question
Sie sind der Geldwäschebeauftragte (MLRO) bei einem schnell wachsenden FinTech, das bisher ausschließlich inländische Zahlungsdienste angeboten hat. Die Geschäftsführung plant, im nächsten Quartal eine Funktion für grenzüberschreitende Echtzeitüberweisungen in Hochrisikoländer einzuführen. In einer E-Mail bittet Sie der Chief Operating Officer um eine Einschätzung, wie der bestehende Risikomanagement-Rahmen angepasst werden muss, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Welches Vorgehen entspricht am ehesten einem wirksamen risikobasierten Ansatz?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder Funktionen, insbesondere solcher mit grenzüberschreitenden Komponenten, erfordert zwingend eine vorherige Risikobewertung im Rahmen eines New Product Approval Process (NPAP). Ein wirksamer risikobasierter Ansatz (RBA) verlangt, dass Kontrollen proportional zu den neu identifizierten Risiken stehen. Durch die Aktualisierung der Risikobereitschaftserklärung (Risk Appetite Statement) und die Implementierung spezifischer Monitoring-Szenarien wird sichergestellt, dass die besonderen Typologien der Geldwäsche, die mit Echtzeitüberweisungen in Hochrisikoländer verbunden sind, proaktiv erkannt und gemindert werden, bevor das Risiko schlagend wird.
Falsch: Das Abwarten von sechs Monaten zur Datensammlung ist regulatorisch nicht vertretbar, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um Missbrauch von Anfang an zu verhindern. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne Anpassung der internen Richtlinien und der Governance vernachlässigt die Verantwortung des Instituts für das Risikomanagement und die Aufsicht über Auslagerungen. Eine pauschale Erhöhung der KYC-Prüfungsfrequenz für den gesamten Kundenstamm ist nicht zielgerichtet und widerspricht dem Effizienzgebot des risikobasierten Ansatzes, da sie die spezifischen Risiken der neuen Transaktionsart nicht adressiert.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen am Produktportfolio erfordern eine proaktive Risikobewertung und eine gezielte Anpassung der Kontrollmechanismen, um den Anforderungen eines risikobasierten Ansatzes gerecht zu werden.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder Funktionen, insbesondere solcher mit grenzüberschreitenden Komponenten, erfordert zwingend eine vorherige Risikobewertung im Rahmen eines New Product Approval Process (NPAP). Ein wirksamer risikobasierter Ansatz (RBA) verlangt, dass Kontrollen proportional zu den neu identifizierten Risiken stehen. Durch die Aktualisierung der Risikobereitschaftserklärung (Risk Appetite Statement) und die Implementierung spezifischer Monitoring-Szenarien wird sichergestellt, dass die besonderen Typologien der Geldwäsche, die mit Echtzeitüberweisungen in Hochrisikoländer verbunden sind, proaktiv erkannt und gemindert werden, bevor das Risiko schlagend wird.
Falsch: Das Abwarten von sechs Monaten zur Datensammlung ist regulatorisch nicht vertretbar, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um Missbrauch von Anfang an zu verhindern. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne Anpassung der internen Richtlinien und der Governance vernachlässigt die Verantwortung des Instituts für das Risikomanagement und die Aufsicht über Auslagerungen. Eine pauschale Erhöhung der KYC-Prüfungsfrequenz für den gesamten Kundenstamm ist nicht zielgerichtet und widerspricht dem Effizienzgebot des risikobasierten Ansatzes, da sie die spezifischen Risiken der neuen Transaktionsart nicht adressiert.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen am Produktportfolio erfordern eine proaktive Risikobewertung und eine gezielte Anpassung der Kontrollmechanismen, um den Anforderungen eines risikobasierten Ansatzes gerecht zu werden.
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Question 20 of 30
20. Question
Ein etablierter Zahlungsdienstleister (PSP) hat vor sechs Monaten eine neue Funktion für Echtzeit-Auslandsüberweisungen eingeführt. Ein aktueller Audit-Bericht zeigt, dass das Transaktionsvolumen in Regionen, die als Hochrisikogebiete eingestuft sind, seitdem um 45 % gestiegen ist. Die bestehende unternehmensweite Risikobewertung (EWRA) wurde jedoch seit zwölf Monaten nicht mehr aktualisiert und sieht eine Überprüfung erst in weiteren sechs Monaten vor. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die aktuellen Monitoring-Szenarien nicht spezifisch auf die Typologien der neuen Zielmärkte ausgerichtet sind. Welches Vorgehen ist am angemessensten, um den regulatorischen Erwartungen an ein wirksames Risikomanagement gerecht zu werden?
Correct
Richtig: Gemäß den regulatorischen Anforderungen und dem risikobasierten Ansatz muss die unternehmensweite Risikobewertung (EWRA) eine dynamische Reflexion der tatsächlichen Risiken darstellen. Die Einführung eines neuen Produkts mit signifikanten Auswirkungen auf das geografische Risikoprofil stellt eine wesentliche Änderung dar, die eine sofortige Ad-hoc-Aktualisierung der Risikobewertung erforderlich macht. Dies stellt sicher, dass die Kontrollumgebung, einschließlich der Transaktionsüberwachung und der Due-Diligence-Prozesse, angemessen kalibriert ist, um die neu identifizierten Bedrohungen effektiv zu mindern.
Falsch: Das Festhalten an einem starren jährlichen Überprüfungszyklus ist unzureichend, wenn sich das Risikoprofil durch neue Produkte oder Märkte wesentlich verändert hat, da dies zu einer Deckungslücke in der Compliance-Strategie führt. Die bloße Verstärkung der Enhanced Due Diligence (EDD) für Neukunden adressiert nicht die systemischen Risiken, die durch das Produkt selbst oder durch Bestandskunden entstehen können, die das neue Angebot nutzen. Ein pauschaler Stopp des Onboardings ohne vorherige Risikoanalyse stellt eine Form des De-Risking dar, die oft als unverhältnismäßig angesehen wird und die zugrunde liegende Notwendigkeit einer aktualisierten Risikobewertung nicht ersetzt.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen im Geschäftsmodell oder im Risikoprofil eines FinTechs erfordern eine sofortige Aktualisierung der Risikobewertung außerhalb des regulären Prüfungszyklus.
Incorrect
Richtig: Gemäß den regulatorischen Anforderungen und dem risikobasierten Ansatz muss die unternehmensweite Risikobewertung (EWRA) eine dynamische Reflexion der tatsächlichen Risiken darstellen. Die Einführung eines neuen Produkts mit signifikanten Auswirkungen auf das geografische Risikoprofil stellt eine wesentliche Änderung dar, die eine sofortige Ad-hoc-Aktualisierung der Risikobewertung erforderlich macht. Dies stellt sicher, dass die Kontrollumgebung, einschließlich der Transaktionsüberwachung und der Due-Diligence-Prozesse, angemessen kalibriert ist, um die neu identifizierten Bedrohungen effektiv zu mindern.
Falsch: Das Festhalten an einem starren jährlichen Überprüfungszyklus ist unzureichend, wenn sich das Risikoprofil durch neue Produkte oder Märkte wesentlich verändert hat, da dies zu einer Deckungslücke in der Compliance-Strategie führt. Die bloße Verstärkung der Enhanced Due Diligence (EDD) für Neukunden adressiert nicht die systemischen Risiken, die durch das Produkt selbst oder durch Bestandskunden entstehen können, die das neue Angebot nutzen. Ein pauschaler Stopp des Onboardings ohne vorherige Risikoanalyse stellt eine Form des De-Risking dar, die oft als unverhältnismäßig angesehen wird und die zugrunde liegende Notwendigkeit einer aktualisierten Risikobewertung nicht ersetzt.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen im Geschäftsmodell oder im Risikoprofil eines FinTechs erfordern eine sofortige Aktualisierung der Risikobewertung außerhalb des regulären Prüfungszyklus.
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Question 21 of 30
21. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen, der bisher ausschließlich auf dem Inlandsmarkt tätig war, plant die Einführung grenzüberschreitender Zahlungen und die Integration von Kryptowährungs-Auszahlungen. Der Compliance-Beauftragte (MLRO) muss die Auswirkungen dieser Skalierung auf das bestehende AML-Kontrollrahmenwerk bewerten. Welcher Ansatz entspricht am besten den regulatorischen Erwartungen an einen risikobasierten Ansatz in dieser Situation?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte wie Kryptowährungs-Auszahlungen und die Expansion in den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verändern das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss die Unternehmensrisikobewertung (Business Wide Risk Assessment) proaktiv aktualisiert werden, um neue Bedrohungen wie die Pseudonymität von Krypto-Assets und geografische Risiken zu erfassen. Nur durch diese Aktualisierung können die Transaktionsüberwachung und die Due-Diligence-Prozesse (EDD) effektiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden, was eine regulatorische Kernanforderung bei der Skalierung von Geschäftsmodellen darstellt.
Falsch: Das Abwarten einer sechsmonatigen Testphase zur Datensammlung ist unzureichend, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um regulatorische Verstöße von Beginn an zu verhindern. Eine einseitige Konzentration auf Cybersicherheit und Datenschutz (PII) adressiert zwar operative Risiken, vernachlässigt jedoch die spezifischen AML-Risiken, die durch die neue Funktionalität entstehen. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne formale Aktualisierung der internen Risikobereitschaft und Richtlinien ist unzulässig, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement beim Institut verbleibt und externe Tools in ein konsistentes internes Governance-Framework eingebettet sein müssen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte oder neue Produktklassen ist eine proaktive Aktualisierung der Unternehmensrisikobewertung zwingend erforderlich, um Kontrollmechanismen an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte wie Kryptowährungs-Auszahlungen und die Expansion in den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verändern das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss die Unternehmensrisikobewertung (Business Wide Risk Assessment) proaktiv aktualisiert werden, um neue Bedrohungen wie die Pseudonymität von Krypto-Assets und geografische Risiken zu erfassen. Nur durch diese Aktualisierung können die Transaktionsüberwachung und die Due-Diligence-Prozesse (EDD) effektiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden, was eine regulatorische Kernanforderung bei der Skalierung von Geschäftsmodellen darstellt.
Falsch: Das Abwarten einer sechsmonatigen Testphase zur Datensammlung ist unzureichend, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um regulatorische Verstöße von Beginn an zu verhindern. Eine einseitige Konzentration auf Cybersicherheit und Datenschutz (PII) adressiert zwar operative Risiken, vernachlässigt jedoch die spezifischen AML-Risiken, die durch die neue Funktionalität entstehen. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne formale Aktualisierung der internen Risikobereitschaft und Richtlinien ist unzulässig, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement beim Institut verbleibt und externe Tools in ein konsistentes internes Governance-Framework eingebettet sein müssen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte oder neue Produktklassen ist eine proaktive Aktualisierung der Unternehmensrisikobewertung zwingend erforderlich, um Kontrollmechanismen an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
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Question 22 of 30
22. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen plant, seine Dienstleistungen von rein inländischen Zahlungen auf grenzüberschreitende Überweisungen auszuweiten. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass das bestehende Risikomanagement-Framework primär auf lokale Transaktionsmuster ausgelegt ist. Welcher Schritt ist aus regulatorischer Sicht am wichtigsten, um die Integrität des Compliance-Programms während dieser Skalierungsphase zu gewährleisten?
Correct
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist eine regulatorische Notwendigkeit, wenn ein FinTech sein Geschäftsmodell wesentlich verändet, beispielsweise durch den Übergang von inländischen zu grenzüberschreitenden Zahlungen. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass neue Bedrohungen wie länderspezifische Risiken, komplexe Korrespondenzbankstrukturen und erhöhte Anforderungen an die Sanktionsprüfung identifiziert werden, bevor das Produkt live geht. Nur so können die Kontrollmechanismen wie Transaction Monitoring und Due Diligence (CDD/EDD) präventiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden.
Falsch: Die Erhöhung der Schwellenwerte für die Überwachung zur Vermeidung von Fehlalarmen ist riskant, da sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass tatsächliche Geldwäscheaktivitäten unentdeckt bleiben, was gegen die Grundsätze der Wirksamkeit verstößt. Das Outsourcing der Due Diligence entbindet das Institut niemals von seiner regulatorischen Verantwortung und erfordert zudem eine eigene Risikobewertung des Dienstleisters. Das Abwarten auf reale Daten nach der Einführung (Look-back-Ansatz) ist reaktiv und verstößt gegen die Erwartung der Aufsichtsbehörden, dass angemessene Kontrollen bereits zum Zeitpunkt der Bereitstellung neuer Dienste vorhanden sein müssen.
Kernaussage: Vor der Einführung neuer Produkte oder der Expansion in neue Märkte muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um die Kontrollumgebung an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung ist eine regulatorische Notwendigkeit, wenn ein FinTech sein Geschäftsmodell wesentlich verändet, beispielsweise durch den Übergang von inländischen zu grenzüberschreitenden Zahlungen. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass neue Bedrohungen wie länderspezifische Risiken, komplexe Korrespondenzbankstrukturen und erhöhte Anforderungen an die Sanktionsprüfung identifiziert werden, bevor das Produkt live geht. Nur so können die Kontrollmechanismen wie Transaction Monitoring und Due Diligence (CDD/EDD) präventiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden.
Falsch: Die Erhöhung der Schwellenwerte für die Überwachung zur Vermeidung von Fehlalarmen ist riskant, da sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass tatsächliche Geldwäscheaktivitäten unentdeckt bleiben, was gegen die Grundsätze der Wirksamkeit verstößt. Das Outsourcing der Due Diligence entbindet das Institut niemals von seiner regulatorischen Verantwortung und erfordert zudem eine eigene Risikobewertung des Dienstleisters. Das Abwarten auf reale Daten nach der Einführung (Look-back-Ansatz) ist reaktiv und verstößt gegen die Erwartung der Aufsichtsbehörden, dass angemessene Kontrollen bereits zum Zeitpunkt der Bereitstellung neuer Dienste vorhanden sein müssen.
Kernaussage: Vor der Einführung neuer Produkte oder der Expansion in neue Märkte muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um die Kontrollumgebung an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
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Question 23 of 30
23. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen plant, seine Dienstleistungen auf grenzüberschreitende Überweisungen in Hochrisikogebiete auszuweiten. Während der internen Überprüfung stellt der Geldwäschebeauftragte (MLRO) fest, dass das aktuelle automatisierte Onboarding-System lediglich grundlegende Identitätsdaten (PII) erfasst, aber keine erweiterten Prüfungen (EDD) für politisch exponierte Personen (PEPs) oder Sanktionslisten in Echtzeit durchführt. Die Geschäftsführung drängt auf einen schnellen Marktstart innerhalb der nächsten zwei Wochen, um Marktanteile zu sichern. Welche Maßnahme entspricht am ehesten dem risikobasierten Ansatz gemäß den regulatorischen Erwartungen?
Correct
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) erfordert, dass Finanzinstitute ihre Kontrollmechanismen proaktiv an das spezifische Risikoprofil neuer Produkte und Märkte anpassen. Da grenzüberschreitende Zahlungen und die Interaktion mit Hochrisikogebieten das Risiko für Geldwäsche und Sanktionsverstöße signifikant erhöhen, ist eine vorherige Risikobewertung sowie die Implementierung von verstärkten Sorgfaltspflichten (EDD) und Echtzeit-Screening-Verfahren zwingend erforderlich. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen, Risiken zu identifizieren und zu mindern, bevor sie das Institut gefährden.
Falsch: Die Strategie, zunächst Daten über sechs Monate zu sammeln, vernachlässigt die unmittelbare Gefahr von Sanktionsverstößen und Geldwäsche, was zu schweren regulatorischen Strafen führen kann. Die bloße Reduzierung von Transaktionslimits ist keine ausreichende Maßnahme, um die Identifizierung von PEPs oder sanktionierten Personen zu ersetzen, da das qualitative Risiko unabhängig von der Transaktionshöhe besteht. Die vollständige Übertragung der Verantwortung auf einen Drittanbieter ist rechtlich nicht zulässig, da die letztendliche Verantwortung für die Einhaltung der Compliance-Vorschriften und die Risikoentscheidungen immer beim verpflichteten Institut verbleibt.
Kernaussage: Ein risikobasierter Ansatz verlangt die Implementierung angemessener Kontrollmaßnahmen wie EDD und Screening vor der Einführung risikoreicher neuer Dienstleistungen, unabhängig vom geschäftlichen Zeitdruck.
Incorrect
Richtig: Der risikobasierte Ansatz (RBA) erfordert, dass Finanzinstitute ihre Kontrollmechanismen proaktiv an das spezifische Risikoprofil neuer Produkte und Märkte anpassen. Da grenzüberschreitende Zahlungen und die Interaktion mit Hochrisikogebieten das Risiko für Geldwäsche und Sanktionsverstöße signifikant erhöhen, ist eine vorherige Risikobewertung sowie die Implementierung von verstärkten Sorgfaltspflichten (EDD) und Echtzeit-Screening-Verfahren zwingend erforderlich. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen, Risiken zu identifizieren und zu mindern, bevor sie das Institut gefährden.
Falsch: Die Strategie, zunächst Daten über sechs Monate zu sammeln, vernachlässigt die unmittelbare Gefahr von Sanktionsverstößen und Geldwäsche, was zu schweren regulatorischen Strafen führen kann. Die bloße Reduzierung von Transaktionslimits ist keine ausreichende Maßnahme, um die Identifizierung von PEPs oder sanktionierten Personen zu ersetzen, da das qualitative Risiko unabhängig von der Transaktionshöhe besteht. Die vollständige Übertragung der Verantwortung auf einen Drittanbieter ist rechtlich nicht zulässig, da die letztendliche Verantwortung für die Einhaltung der Compliance-Vorschriften und die Risikoentscheidungen immer beim verpflichteten Institut verbleibt.
Kernaussage: Ein risikobasierter Ansatz verlangt die Implementierung angemessener Kontrollmaßnahmen wie EDD und Screening vor der Einführung risikoreicher neuer Dienstleistungen, unabhängig vom geschäftlichen Zeitdruck.
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Question 24 of 30
24. Question
Ein Compliance-Beauftragter bei einem schnell wachsenden Zahlungsdienstleister (PSP) stellt fest, dass das Unternehmen plant, eine neue Funktion für grenzüberschreitende Echtzeitzahlungen einzuführen. Bisher wurden ausschließlich inländische Transaktionen abgewickelt. Die Geschäftsführung drängt auf eine schnelle Markteinführung innerhalb der nächsten vier Wochen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Welcher Schritt ist aus Sicht des risikobasierten Ansatzes und der Governance-Struktur am wichtigsten, bevor dieses neue Produkt live geht?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder der Eintritt in neue Märkte, insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungen, verändert das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement und den risikobasierten Ansatz muss vor der Markteinführung eine spezifische Risikobewertung durchgeführt werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Kontrollmechanismen wie Transaktionsmonitoring-Szenarien und Due-Diligence-Prozesse proaktiv an die neuen Bedrohungen anzupassen, die mit internationalem Zahlungsverkehr und unterschiedlichen Jurisdiktionen verbunden sind.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über sechs Monate ohne Anpassung der Schwellenwerte ist riskant, da inländische Überwachungsparameter oft nicht ausreichen, um die komplexeren Muster internationaler Geldwäsche zu erkennen. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter entbindet das Management nicht von der Verantwortung für das Compliance-Framework und ersetzt keine interne Risikobewertung. Eine Beschränkung der Due Diligence auf Basis einer einfachen Länderliste ist unzureichend, da sie individuelle Kundenrisiken und andere Risikofaktoren vernachlässigt, was gegen die Prinzipien der angemessenen Sorgfaltspflicht verstößt.
Kernaussage: Vor der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte muss zwingend eine neue Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollrahmen an die veränderten Bedrohungsszenarien anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte oder der Eintritt in neue Märkte, insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungen, verändert das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement und den risikobasierten Ansatz muss vor der Markteinführung eine spezifische Risikobewertung durchgeführt werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Kontrollmechanismen wie Transaktionsmonitoring-Szenarien und Due-Diligence-Prozesse proaktiv an die neuen Bedrohungen anzupassen, die mit internationalem Zahlungsverkehr und unterschiedlichen Jurisdiktionen verbunden sind.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über sechs Monate ohne Anpassung der Schwellenwerte ist riskant, da inländische Überwachungsparameter oft nicht ausreichen, um die komplexeren Muster internationaler Geldwäsche zu erkennen. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter entbindet das Management nicht von der Verantwortung für das Compliance-Framework und ersetzt keine interne Risikobewertung. Eine Beschränkung der Due Diligence auf Basis einer einfachen Länderliste ist unzureichend, da sie individuelle Kundenrisiken und andere Risikofaktoren vernachlässigt, was gegen die Prinzipien der angemessenen Sorgfaltspflicht verstößt.
Kernaussage: Vor der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte muss zwingend eine neue Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollrahmen an die veränderten Bedrohungsszenarien anzupassen.
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Question 25 of 30
25. Question
Ein etabliertes FinTech-Unternehmen, das bisher ausschließlich nationale digitale Geldbörsen für Privatkunden angeboten hat, plant innerhalb der nächsten sechs Monate die Einführung grenzüberschreitender Zahlungsdienste für Geschäftskunden. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) muss den bestehenden Risikomanagement-Rahmen anpassen, um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden an das Unternehmenswachstum gerecht zu werden. Welcher Schritt ist im Sinne eines wirksamen risikobasierten Ansatzes am wichtigsten, um die Compliance-Struktur während dieser Skalierungsphase zu stärken?
Correct
Richtig: Bei einer signifikanten Erweiterung des Geschäftsmodells, wie dem Übergang von rein nationalen zu grenzüberschreitenden Zahlungsdiensten, verlangt der risikobasierte Ansatz eine proaktive Neubewertung der Risikolandschaft. Die Aktualisierung der Risikobereitschaft und der Risikomatrix ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Kontrollmechanismen der ersten und zweiten Verteidigungslinie auf die spezifischen Gefahren internationaler Transaktionen, wie z. B. Korrespondenzbankrisiken oder länderspezifische Sanktionsrisiken, abgestimmt sind. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an ein dynamisches Risikomanagement während der Skalierungsphase eines FinTechs.
Falsch: Die ausschließliche Anpassung von Schwellenwerten basierend auf dem Volumen vernachlässigt die qualitativen Veränderungen der Risikotypen und führt zu einer Schwächung der Überwachungseffektivität. Eine vollständige Auslagerung der EDD-Prozesse ohne vorherige interne Rahmenanpassung ist unzureichend, da die strategische Verantwortung für das Risikomanagement nicht delegiert werden kann und die internen Richtlinien zuerst definiert sein müssen. Ein einheitlicher, regelbasierter Standard für alle Märkte widerspricht dem Grundprinzip des risikobasierten Ansatzes, da er die unterschiedlichen Bedrohungsstufen verschiedener Jurisdiktionen ignoriert und somit entweder zu Sicherheitslücken oder zu ineffizientem Ressourceneinsatz führt.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen im Geschäftsmodell oder in der geografischen Reichweite erfordern zwingend eine formelle Aktualisierung der Risikobewertung und der Risikobereitschaft, bevor neue Dienste implementiert werden.
Incorrect
Richtig: Bei einer signifikanten Erweiterung des Geschäftsmodells, wie dem Übergang von rein nationalen zu grenzüberschreitenden Zahlungsdiensten, verlangt der risikobasierte Ansatz eine proaktive Neubewertung der Risikolandschaft. Die Aktualisierung der Risikobereitschaft und der Risikomatrix ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Kontrollmechanismen der ersten und zweiten Verteidigungslinie auf die spezifischen Gefahren internationaler Transaktionen, wie z. B. Korrespondenzbankrisiken oder länderspezifische Sanktionsrisiken, abgestimmt sind. Dies entspricht den regulatorischen Erwartungen an ein dynamisches Risikomanagement während der Skalierungsphase eines FinTechs.
Falsch: Die ausschließliche Anpassung von Schwellenwerten basierend auf dem Volumen vernachlässigt die qualitativen Veränderungen der Risikotypen und führt zu einer Schwächung der Überwachungseffektivität. Eine vollständige Auslagerung der EDD-Prozesse ohne vorherige interne Rahmenanpassung ist unzureichend, da die strategische Verantwortung für das Risikomanagement nicht delegiert werden kann und die internen Richtlinien zuerst definiert sein müssen. Ein einheitlicher, regelbasierter Standard für alle Märkte widerspricht dem Grundprinzip des risikobasierten Ansatzes, da er die unterschiedlichen Bedrohungsstufen verschiedener Jurisdiktionen ignoriert und somit entweder zu Sicherheitslücken oder zu ineffizientem Ressourceneinsatz führt.
Kernaussage: Wesentliche Änderungen im Geschäftsmodell oder in der geografischen Reichweite erfordern zwingend eine formelle Aktualisierung der Risikobewertung und der Risikobereitschaft, bevor neue Dienste implementiert werden.
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Question 26 of 30
26. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen, der bisher ausschließlich auf dem Inlandsmarkt tätig war, plant die Einführung grenzüberschreitender Zahlungen und die Integration von Kryptowährungs-Auszahlungen. Der Compliance-Beauftragte (MLRO) muss die Auswirkungen dieser Skalierung auf das bestehende AML-Kontrollrahmenwerk bewerten. Welcher Ansatz entspricht am besten den regulatorischen Erwartungen an einen risikobasierten Ansatz in dieser Situation?
Correct
Richtig: Die Einführung neuer Produkte wie Kryptowährungs-Auszahlungen und die Expansion in den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verändern das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss die Unternehmensrisikobewertung (Business Wide Risk Assessment) proaktiv aktualisiert werden, um neue Bedrohungen wie die Pseudonymität von Krypto-Assets und geografische Risiken zu erfassen. Nur durch diese Aktualisierung können die Transaktionsüberwachung und die Due-Diligence-Prozesse (EDD) effektiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden, was eine regulatorische Kernanforderung bei der Skalierung von Geschäftsmodellen darstellt.
Falsch: Das Abwarten einer sechsmonatigen Testphase zur Datensammlung ist unzureichend, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um regulatorische Verstöße von Beginn an zu verhindern. Eine einseitige Konzentration auf Cybersicherheit und Datenschutz (PII) adressiert zwar operative Risiken, vernachlässigt jedoch die spezifischen AML-Risiken, die durch die neue Funktionalität entstehen. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne formale Aktualisierung der internen Risikobereitschaft und Richtlinien ist unzulässig, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement beim Institut verbleibt und externe Tools in ein konsistentes internes Governance-Framework eingebettet sein müssen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte oder neue Produktklassen ist eine proaktive Aktualisierung der Unternehmensrisikobewertung zwingend erforderlich, um Kontrollmechanismen an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
Incorrect
Richtig: Die Einführung neuer Produkte wie Kryptowährungs-Auszahlungen und die Expansion in den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verändern das Risikoprofil eines FinTechs grundlegend. Gemäß den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes muss die Unternehmensrisikobewertung (Business Wide Risk Assessment) proaktiv aktualisiert werden, um neue Bedrohungen wie die Pseudonymität von Krypto-Assets und geografische Risiken zu erfassen. Nur durch diese Aktualisierung können die Transaktionsüberwachung und die Due-Diligence-Prozesse (EDD) effektiv auf die neuen Risikofaktoren kalibriert werden, was eine regulatorische Kernanforderung bei der Skalierung von Geschäftsmodellen darstellt.
Falsch: Das Abwarten einer sechsmonatigen Testphase zur Datensammlung ist unzureichend, da Kontrollen bereits bei Produkteinführung wirksam sein müssen, um regulatorische Verstöße von Beginn an zu verhindern. Eine einseitige Konzentration auf Cybersicherheit und Datenschutz (PII) adressiert zwar operative Risiken, vernachlässigt jedoch die spezifischen AML-Risiken, die durch die neue Funktionalität entstehen. Die bloße Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ohne formale Aktualisierung der internen Risikobereitschaft und Richtlinien ist unzulässig, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement beim Institut verbleibt und externe Tools in ein konsistentes internes Governance-Framework eingebettet sein müssen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten auf internationale Märkte oder neue Produktklassen ist eine proaktive Aktualisierung der Unternehmensrisikobewertung zwingend erforderlich, um Kontrollmechanismen an das veränderte Risikoprofil anzupassen.
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Question 27 of 30
27. Question
Ein schnell wachsender Zahlungsdienstleister (PSP), der bisher primär im Inland tätig war, plant die Einführung einer neuen Instant-Payout-Funktion für Händler in geografischen Regionen, die als Hochrisikogebiete eingestuft sind. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass das aktuelle Transaktionsmonitoring-System auf statischen Schwellenwerten basiert, die für den Inlandsmarkt optimiert wurden. Die Geschäftsführung drängt auf einen Marktstart innerhalb von zwei Wochen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Welches Vorgehen entspricht in dieser Situation am ehesten den regulatorischen Erwartungen an ein wirksames Risikomanagement bei der Skalierung von FinTech-Diensten?
Correct
Richtig: Gemäß den regulatorischen Standards für den risikobasierten Ansatz (RBA) müssen Institutionen die mit neuen Produkten, Geschäftspraktiken oder Technologien verbundenen Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken identifizieren und bewerten, bevor diese eingeführt werden. Da Sofortauszahlungen (Instant-Payouts) und die Tätigkeit in Hochrisikogebieten das Risiko für Betrug und schnelle Geldwäsche erheblich steigern, ist eine proaktive Anpassung der Überwachungsszenarien und der Due-Diligence-Prozesse zwingend erforderlich, um die Wirksamkeit des Compliance-Rahmenwerks während der Skalierung aufrechterhalten zu können.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über ein Quartal hinweg ohne vorherige Anpassung der Kontrollen setzt das Unternehmen während der kritischen Einführungsphase einem unkalkulierbaren Risiko aus, da illegale Finanzströme in Echtzeit unentdeckt bleiben könnten. Die einseitige Konzentration auf die Optimierung des Onboardings durch eKYC vernachlässigt die notwendige laufende Überwachung der Transaktionsmuster, die sich bei neuen Produkten grundlegend ändern können. Ein Outsourcing an einen RegTech-Anbieter ohne vorherige Validierung der Kontrollparameter und ohne Integration in das spezifische Risikoprofil des Unternehmens verstößt gegen die Governance-Prinzipien, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement immer beim Institut verbleibt.
Kernaussage: Vor der Einführung neuer Produkte oder der Expansion in neue Märkte muss zwingend eine aktualisierte Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollmechanismen proaktiv an die veränderten Risikoprofile anzupassen.
Incorrect
Richtig: Gemäß den regulatorischen Standards für den risikobasierten Ansatz (RBA) müssen Institutionen die mit neuen Produkten, Geschäftspraktiken oder Technologien verbundenen Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken identifizieren und bewerten, bevor diese eingeführt werden. Da Sofortauszahlungen (Instant-Payouts) und die Tätigkeit in Hochrisikogebieten das Risiko für Betrug und schnelle Geldwäsche erheblich steigern, ist eine proaktive Anpassung der Überwachungsszenarien und der Due-Diligence-Prozesse zwingend erforderlich, um die Wirksamkeit des Compliance-Rahmenwerks während der Skalierung aufrechterhalten zu können.
Falsch: Das bloße Sammeln von Daten über ein Quartal hinweg ohne vorherige Anpassung der Kontrollen setzt das Unternehmen während der kritischen Einführungsphase einem unkalkulierbaren Risiko aus, da illegale Finanzströme in Echtzeit unentdeckt bleiben könnten. Die einseitige Konzentration auf die Optimierung des Onboardings durch eKYC vernachlässigt die notwendige laufende Überwachung der Transaktionsmuster, die sich bei neuen Produkten grundlegend ändern können. Ein Outsourcing an einen RegTech-Anbieter ohne vorherige Validierung der Kontrollparameter und ohne Integration in das spezifische Risikoprofil des Unternehmens verstößt gegen die Governance-Prinzipien, da die Letztverantwortung für das Risikomanagement immer beim Institut verbleibt.
Kernaussage: Vor der Einführung neuer Produkte oder der Expansion in neue Märkte muss zwingend eine aktualisierte Risikobewertung erfolgen, um die Kontrollmechanismen proaktiv an die veränderten Risikoprofile anzupassen.
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Question 28 of 30
28. Question
Ein etablierter Zahlungsdienstleister (PSP), der bisher nur Fiat-Währungen verarbeitet hat, plant die Einführung einer neuen Funktion für Instant-P2P-Zahlungen, die im Hintergrund Kryptowährungs-Wallets als Brückentechnologie nutzt. Für die Verifizierung der Nutzer sollen künftig biometrische Gesichtsscans (SPII) eingesetzt werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die aktuelle Risikobereitschaftserklärung und die bestehenden Überwachungsprotokolle diese neuen technologischen Komponenten nicht abdecken. Welches Vorgehen ist aus Sicht der Governance und des Risikomanagements am angemessensten, um die regulatorische Konformität während dieser Skalierungsphase sicherzustellen?
Correct
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei der Einführung neuer Produkte oder Technologien, wie in diesem Fall Krypto-Assets, zwingend erforderlich. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass potenzielle Risiken identifiziert und bewertet werden, bevor sie im operativen Geschäft auftreten. Da biometrische Daten als besonders schutzwürdige personenbezogene Daten (SPII) unter die DSGVO fallen, müssen spezifische Sicherheitskontrollen und Datenschutz-Folgenabschätzungen integraler Bestandteil des Governance-Rahmens sein, um sowohl regulatorische als auch operative Risiken zu mindern.
Falsch: Ein Abwarten auf Live-Daten während einer Pilotphase ist unzulässig, da der präventive Charakter des Risikomanagements missachtet wird und das Unternehmen bereits in dieser Phase erheblichen Geldwäsche- und Sanktionsrisiken ausgesetzt wäre. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ist zwar operativ möglich, entbindet das Institut jedoch niemals von seiner letztendlichen regulatorischen Verantwortung; die Governance-Hoheit muss intern verbleiben. Die Fokussierung auf technische Betrugsprävention unter Vernachlässigung der AML-Risikobewertung bis zum Erreichen eines bestimmten Volumens verstößt gegen die regulatorischen Anforderungen an eine kontinuierliche und proaktive Risikoüberwachung.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um neue technologische Risiken und den Schutz sensibler Daten bereits vor der Markteinführung rechtssicher zu adressieren.
Incorrect
Richtig: Die Aktualisierung der unternehmensweiten Risikobewertung (Business Wide Risk Assessment) ist bei der Einführung neuer Produkte oder Technologien, wie in diesem Fall Krypto-Assets, zwingend erforderlich. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass potenzielle Risiken identifiziert und bewertet werden, bevor sie im operativen Geschäft auftreten. Da biometrische Daten als besonders schutzwürdige personenbezogene Daten (SPII) unter die DSGVO fallen, müssen spezifische Sicherheitskontrollen und Datenschutz-Folgenabschätzungen integraler Bestandteil des Governance-Rahmens sein, um sowohl regulatorische als auch operative Risiken zu mindern.
Falsch: Ein Abwarten auf Live-Daten während einer Pilotphase ist unzulässig, da der präventive Charakter des Risikomanagements missachtet wird und das Unternehmen bereits in dieser Phase erheblichen Geldwäsche- und Sanktionsrisiken ausgesetzt wäre. Die vollständige Auslagerung an einen RegTech-Anbieter ist zwar operativ möglich, entbindet das Institut jedoch niemals von seiner letztendlichen regulatorischen Verantwortung; die Governance-Hoheit muss intern verbleiben. Die Fokussierung auf technische Betrugsprävention unter Vernachlässigung der AML-Risikobewertung bis zum Erreichen eines bestimmten Volumens verstößt gegen die regulatorischen Anforderungen an eine kontinuierliche und proaktive Risikoüberwachung.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Diensten muss die Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um neue technologische Risiken und den Schutz sensibler Daten bereits vor der Markteinführung rechtssicher zu adressieren.
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Question 29 of 30
29. Question
Ein schnell wachsender Anbieter digitaler Geldbörsen plant, seine Dienstleistungen innerhalb der nächsten sechs Monate von rein inländischen Transaktionen auf grenzüberschreitende Zahlungen in Hochrisikogebiete auszuweiten. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass das aktuelle Risikoprofil die Komplexität internationaler Korrespondenzbeziehungen und die damit verbundenen Sanktionsrisiken nicht ausreichend widerspiegelt. Bei der Überarbeitung der internen Richtlinien muss sichergestellt werden, dass das Skalierungsvorhaben regulatorisch konform bleibt. Welcher Schritt ist bei der Erstellung der neuen Richtlinie zur Risikobewertung am wichtigsten, um den risikobasierten Ansatz (RBA) gemäß internationalen Standards zu wahren?
Correct
Richtig: Bei einer signifikanten Änderung des Geschäftsmodells, wie dem Übergang von rein inländischen zu grenzüberschreitenden Transaktionen, ist eine umfassende Neubewertung der Risikobereitschaft zwingend erforderlich. Der risikobasierte Ansatz (RBA) verlangt, dass Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken stehen. Da internationale Zahlungen und Hochrisikogebiete die Wahrscheinlichkeit von Geldwäsche und Sanktionsverstößen erhöhen, müssen die Richtlinien spezifische geografische Risikofaktoren integrieren und verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) für diese Segmente vorschreiben, um den regulatorischen Erwartungen zu entsprechen.
Falsch: Die Erhöhung von Schwellenwerten für die Transaktionsüberwachung ohne vorherige Risikoanalyse ist unzureichend, da sie lediglich die Effizienz steigert, aber nicht die Effektivität der Erkennung neuer Risikomuster sicherstellt. Die vollständige Auslagerung der Sanktionsprüfung an einen Drittanbieter ist zwar operativ möglich, eliminiert jedoch niemals die rechtliche Verantwortung oder Haftung des Instituts gegenüber den Aufsichtsbehörden. Die Beibehaltung bestehender KYC-Prozesse bei gleichzeitiger Erhöhung der Audit-Frequenz ist reaktiv und adressiert nicht die präventive Notwendigkeit, die Identifizierungs- und Verifizierungsprozesse an die komplexere internationale Bedrohungslage anzupassen.
Kernaussage: Eine geografische Expansion erfordert eine proaktive Aktualisierung des Risikomanagementrahmens, wobei die Kontrollintensität durch verstärkte Sorgfaltspflichten direkt an die neue Risikobereitschaft angepasst werden muss.
Incorrect
Richtig: Bei einer signifikanten Änderung des Geschäftsmodells, wie dem Übergang von rein inländischen zu grenzüberschreitenden Transaktionen, ist eine umfassende Neubewertung der Risikobereitschaft zwingend erforderlich. Der risikobasierte Ansatz (RBA) verlangt, dass Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken stehen. Da internationale Zahlungen und Hochrisikogebiete die Wahrscheinlichkeit von Geldwäsche und Sanktionsverstößen erhöhen, müssen die Richtlinien spezifische geografische Risikofaktoren integrieren und verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD) für diese Segmente vorschreiben, um den regulatorischen Erwartungen zu entsprechen.
Falsch: Die Erhöhung von Schwellenwerten für die Transaktionsüberwachung ohne vorherige Risikoanalyse ist unzureichend, da sie lediglich die Effizienz steigert, aber nicht die Effektivität der Erkennung neuer Risikomuster sicherstellt. Die vollständige Auslagerung der Sanktionsprüfung an einen Drittanbieter ist zwar operativ möglich, eliminiert jedoch niemals die rechtliche Verantwortung oder Haftung des Instituts gegenüber den Aufsichtsbehörden. Die Beibehaltung bestehender KYC-Prozesse bei gleichzeitiger Erhöhung der Audit-Frequenz ist reaktiv und adressiert nicht die präventive Notwendigkeit, die Identifizierungs- und Verifizierungsprozesse an die komplexere internationale Bedrohungslage anzupassen.
Kernaussage: Eine geografische Expansion erfordert eine proaktive Aktualisierung des Risikomanagementrahmens, wobei die Kontrollintensität durch verstärkte Sorgfaltspflichten direkt an die neue Risikobereitschaft angepasst werden muss.
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Question 30 of 30
30. Question
Ein schnell wachsender Zahlungsdienstleister (PSP) plant, seine Dienstleistungen auf den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in neue internationale Märkte auszuweiten und gleichzeitig eine neue digitale Wallet-Funktion einzuführen. Der Geldwäschebeauftragte (MLRO) stellt fest, dass die aktuelle institutionelle Risikobewertung diese neuen operativen Änderungen und die damit verbundenen geografischen Risiken noch nicht berücksichtigt. Welcher Schritt ist für den MLRO am angemessensten, um die regulatorische Compliance während dieser Skalierungsphase sicherzustellen?
Correct
Richtig: Die Aktualisierung der institutionellen Risikobewertung ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte, zwingend erforderlich. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken stehen. Ohne eine vorherige Analyse der neuen Bedrohungslage durch die grenzüberschreitende Komponente und die spezifischen Funktionen der digitalen Wallet können bestehende Kontrollen unzureichend sein, was zu regulatorischen Verstößen und einer erhöhten Anfälligkeit für Finanzkriminalität führt.
Falsch: Die Erhöhung von Schwellenwerten bei Bestandskunden ist eine unsachgemäße Methode, da sie die Entdeckungswahrscheinlichkeit für bestehende Geldwäschemuster willkürlich verringert, ohne die neuen Risiken systematisch zu adressieren. Die vollständige Auslagerung von Prozessen an einen RegTech-Anbieter entbindet das Institut nicht von der Letztverantwortung für den Risikomanagementrahmen; zudem müssen interne Richtlinien dennoch an die neue Realität angepasst werden. Die Ergebnisse einer regulatorischen Sandbox sind wertvoll für die Entwicklungsphase, dienen jedoch primär der Innovationserprobung unter kontrollierten Bedingungen und können eine umfassende Risikobewertung für den realen, unbeschränkten Marktbetrieb nicht ersetzen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Geschäftsmodellen oder der Einführung neuer Produkte muss die institutionelle Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um den risikobasierten Ansatz und die regulatorische Compliance aufrechtzuerhalten.
Incorrect
Richtig: Die Aktualisierung der institutionellen Risikobewertung ist bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, wie dem Eintritt in neue Märkte oder der Einführung neuer Produkte, zwingend erforderlich. Ein risikobasierter Ansatz verlangt, dass Kontrollen proportional zu den identifizierten Risiken stehen. Ohne eine vorherige Analyse der neuen Bedrohungslage durch die grenzüberschreitende Komponente und die spezifischen Funktionen der digitalen Wallet können bestehende Kontrollen unzureichend sein, was zu regulatorischen Verstößen und einer erhöhten Anfälligkeit für Finanzkriminalität führt.
Falsch: Die Erhöhung von Schwellenwerten bei Bestandskunden ist eine unsachgemäße Methode, da sie die Entdeckungswahrscheinlichkeit für bestehende Geldwäschemuster willkürlich verringert, ohne die neuen Risiken systematisch zu adressieren. Die vollständige Auslagerung von Prozessen an einen RegTech-Anbieter entbindet das Institut nicht von der Letztverantwortung für den Risikomanagementrahmen; zudem müssen interne Richtlinien dennoch an die neue Realität angepasst werden. Die Ergebnisse einer regulatorischen Sandbox sind wertvoll für die Entwicklungsphase, dienen jedoch primär der Innovationserprobung unter kontrollierten Bedingungen und können eine umfassende Risikobewertung für den realen, unbeschränkten Marktbetrieb nicht ersetzen.
Kernaussage: Bei der Skalierung von FinTech-Geschäftsmodellen oder der Einführung neuer Produkte muss die institutionelle Risikobewertung proaktiv aktualisiert werden, um den risikobasierten Ansatz und die regulatorische Compliance aufrechtzuerhalten.